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AKS09 – UDO JÜRGENS – ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK

die erste attakke-royal-radioshow lief im august 2000 auf radio quer, einem radiosender der anlässlich des gutenberg jahres in einem würfelförmigen pavillon am rheinufer untergebracht wurde. im laufe der zweiten sendung, die von 23:00-01:00 uhr live gesendet wurde, eröffnete uns der chef vom dienst, dass die nachhut leider erkrankt sei und wir nun doch bittschön bis 6:00 uhr in der früh auf sendung bleiben müssten. gute idee dachten wir, bis uns kurz vor drei die platten ausgingen. also suchten wir in den plattenkisten der anderen radioleuten nach musik. so legten wir u.a. toto auf und chicago, aber auch ornette coleman und run DMC. es passte gar nichts und wenn wir nicht musik spielten, dann redeten wir uns derart um kopf und kragen, dass wir davon ausgingen, die letze sendung auf diesem sender zu moderieren. moderieren oder blamieren. es geht beides. irgendwann fand ich die LP silberstreifen von udo jürgens mit engel am morgen, schnucki putzi und dann der burner schlechthin: ich war noch niemals in new york. genau wie ich. auch ich war noch niemals in new york, nicht auf hawaii und in san franzisco war ich auch nicht und schon gar nicht in zerrissenen jeans. das verbindet mich mit dem menschen von dem udo jürgens da singt. er selbst war sicher schon öfter in new york als ich in bonn und ich war schon oft in bonn. jedenfalls lief dieses lied und wir sangen alle mit (ich musste vom plattencover ablesen). ich hatte das lied zuvor noch nie gehört. jedenfalls nicht, dass ich wüsste. es scheint aber ein großer hit zu sein. ich war früher als kleiner bub von gassenhauern wie „aber bitte mit sahne“ und „mit 66 jahren“ begeistert. ich glaube, ich hatte was von heintje als ich klein war.
wir spielten das lied in diesen stunden ungefähr 10mal, was jedoch nicht den rekord des meistgespieltesten liedes in einer sendung darstellt. in einer späteren sendung auf radio rheinwelle spielten joerg hellmich und ich den titelsong von matlock 35mal in einer zweistündigen sendung. wahnsinn. joerg hellmich war schonmal in fast überall, doch für mich gilt: ich war noch niemals in new york.

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AKS08 – THE TEMPTATIONS – MY PAPA WAS A ROLLING STONE

ich möchte gerne mal wissen, was paul und otis williams, eddie kendricks und melvin franklin 1971 im studio gemacht haben als sie papa was a rolling stone aufgenommen haben. also wie war ihre sitzhaltung oder standen sie? haben sie drogen genommen oder sich komplett zugeschüttet? wohl eher nicht, funk schmeckt nicht nach schnaps. war da die stimmung gut und entstand der song aus einer jam session oder wurde er streng arrangiert und niedergeschrieben und wenn ja, wieviel funk muss denn dann ein mensch haben um solch einen song zu schreiben? ich kenne mich mit songwriting so was von gar nicht aus, das kann sich kein mensch vorstellen. zwar habe ich schon ein paar mal als sänger oder am piano an verschiedenen jam sessions teilgenommen, doch habe ich mich da, bevor ich drei flaschen wein getrunken hatte, eher gefühlt wie stuart sutcliffe bei den beatles. ich weiss also nicht was sich in musikern abspielt, wenn sie ihre instrumente beherrschen und dann musik machen. es hört sich aber im falle dieses temptationssong so an, als wäre das das größte was es gibt. ich werde das gefühl nicht los.
mir ist der song schon im jahre 1973 aufgefallen. da war ich noch ein kleiner bub und ich fühlte mich extrem belästigt von obla di obla da von den beatles und popcorn von gershon kingsley.
in unserer küche stand ein radio. tagsüber liefen fürchterliche songs, schlager und unterhaltungsmusik zum erbrechen. abends, da war das radio selten an, aber wenn dann liefen am abend manchmal songs von sly & familiy stone, james brown und wenn die temptations liefen, dann war das fett. das ahnst du als kind schon. und dann aßen wir schinkenbrot mit gewürzgurken und es gab komischen tee, die küchenuhr tickte in einem ton aus plastik. da gab es salzstreuer, messer mit holzgriff und prilblumen auf gelben fliesen und es roch nach dezifix und dann kamen die temptations / papa was a rolling stone.

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AKS07 – GUESCH PATTI – ETIENNE

die schmidts waren ganz groß. deren gitarrist johnny marr spielt heute bei modest mouse und war von 1984-1988 kongenialer partner von steven patrick morrissey. so was hab ich gehört und bands wie primal scream, die soup dragons, half man half biscuit, servants, wedding present, auch pink industry, bauhaus, die cocteau twins (und natürlich this mortail coil), pixies kamen etwas später, aber das ganze 4Ad label rauf und runter. nick cave auch. man muss popmusik ernst nehmen. man sitzt gebannt und in schlechter haltung am plattenspieler und hebt die nadel unentwegt wieder an den anfang des einen stückes, hält sich am plattencover fest. das ist pop. pop ist auch cassetten aufnehmen, wofür es strengste regeln gibt. wer die nicht beherrscht, hat keine chance. die regeln kann man bei nick hornby in „high fidelity“ nachlesen. gibts unten bei habel oder in der gutenberg gilde. einen augenblick dachte ich gilde wird wie guildo guilde geschrieben. doch ich habe mich getäuscht. ich mag das stilmittel des durchgestrichenen textes. auf jeden fall leidet man. anfang zwanzig leidet man noch mehr als mit 14. man hat lange gedacht, dass man dann erwachsen ist, aber es will und will sich dieses gefühl nicht einstellen. da kann man dann morrissey mitunter gut verstehen. wer den nicht mag, hört vielleicht gerne yellow biafra beim nachdenken zu oder blixa bargeld. irgendwann gehen dir die faktoren aus und man sucht das einfache im leben. den einfachen popsong. ich habe meine platten bei leiki im „buy or die“ in der nerostraße gekauft oder bei donna im montanus. montanus war näher, aber bei donna durfte man keinen fehler machen. ein falsches wort, eine falsche band und du warst draussen. und dann ging ich zum montanus, warum weiss ich auch nicht mehr. war halt blöd und ich fragte nach patty gäsch. da hat donna mich rausgeschmissen. guesch patti – etienne.

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AKS06 – MIRIAM MAKEBA – PATA PATA

jetzt komm du rotzgöre, deine geschichte gehört hier rein. makeba heißt tatsächlich mit vornamen zensi. miriam makeba sang im rahmen des kampfes ali vs. foreman 1974 in zaire, doch sie sang auch für mich auf dem walkman auf einer fahrt nach berlin 1988. ich trampte mit k. in seesen stellten wir fest, dass wir beide zusammen genau 5 pfennige in der tasche hatten. also weiter in die ostzone. grenze. k. hatte eine katze dabei. wir saßen im auto und hielten die luft an. kätzchen machte keinen mucks. grenzbeamter keinen schimmer. k. motzte rum. ich hörte miriam makeba. ihre cassette. lied gehört, zurück gespult wieder gehört. in berlin raus und die hasenheide lang. bei a. geld geliehen. schafskäse und oliven gekauft. dann kottbusser damm runter bis kottbusser tor. döner gekauft, in die waldemar bis zur grenze. da gesessen. irgendwo am kottbusser tor im afrikanischen laden miriam makeba cassette gekauft. k. die andere cassette zurückgegeben. zu a. dort übernachtet. konnte die ganze nacht nicht schlafen, weil ich dachte, ich bekomme augenblicklich einen herzinfarkt. weiss nicht mehr warum. a. hat sich sorgen gemacht. war aber nur einbildung. lebe ja noch. bin dann um kurz nach fünf raus und mit s-bahn richtung drei linden. sau kalt. musste mir shirt um den kopf wickeln. keine 5 minuten gestanden, schon lift nach frankfurt. typ fuhr wie die wildsau. straße offensichtlich teilweise vereist. weiteres mal verdacht auf herzinfarkt gehabt. verdacht hat sich nicht bestätigt. in herleshausen dem fahrer gesagt, dass ich woanders weiterfahre. von jungem typ im polo mitgenommen worden. miriam makeba cassette eingelegt. typ ist ungefähr bei alsfeld eingeschlafen. geistesgegenwärtig ins lenkrad gegriffen, gang rausgehauen und mit der handbremse den wagen gebremst. auf seitenstreifen geparkt. typ weiter geschlafen. ausgestiegen ums auto gelaufen. ans fenster geklopft. typ aufgewacht. keinen check gehabt. fahrerwechsel. cassettenband wickelt sich um laufwerk. cassettendeck kaputt. typ schläft noch. ich fahre bis nach wiesbaden. wecke den typen und erkläre ihm wie er auf die autobahn nach ffm kommt. laufe vom elsässer platz runter in die blücher. wieder zuhause. nie wieder vorsätzlich miriam makeba gehört. bis heute – miriam makeba / pata pata.

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AKS05 LES RITA MITSOUKO – MARCIA BAILA

catherine ringer und der am 28. november diesen jahres verstorbene frédéric chichin waren 27 jahre les rita mitsouko. wenn solche leute wie frédéric chichin sterben, dann ist es wie wenn in einer alten stube ein sammeltässchen zu boden fällt und in tausend scherben zerbricht. du denkst, scheisse, das besondere wird immer weniger. john lennon, andy warhol, klaus kinski… das problem ist ja, dass ich viel zu viel nachdenke. ich muss einfach fernsehen oder dem häschen beim motzen zu sehen und dann schreiben, einfach nur die finger tanzen lassen. diese erbeskopf quelle von aldi.. gar nicht schlecht. man giert nicht direkt danach, aber es ist ein gutes wasser. r.k. und ich haben uns im jahre 2003 mal die räumlichkeiten des ehemaligen u-boots in der scharnhorststraße angeschaut. das war ein einmaliger augenblick. wir waren beide howard carter beim betreten der pyramiden von gizeh. es sah aus wie am letzten tag. am letzten tag irgendwann anfang der neunziger. die klorrollen lagen noch so da. oder pompeji 79. das war alles ein bißchen absurd, die miete war zu hoch und irgendwie war das auch komisch da. 1988 war das nicht komisch da, da war es sehr komisch. im uboot an der wendeltreppe stehen, ein bier in der hand. das ist rita mitsouko. caro und honke p. rambow auflegen, clay an der bar, der kaiser wird grade rausgeschmissen. wenn du denkst, so wie früher wird es nie mehr sein. wenn du denkst, schade, dass ich das nie erlebt habe, das new york der 60er, der späten 70er, der 80er, san francisco 1967, london damals, berlin 87, berlin 1990 und so. dann war das so ein moment. heute ist das so ein moment. der untergrund ist eben nicht fröhlich. höchstens heiß. du hast ja eine menge sorgen im untergrund, die dir auf die fresse schlagen. zuhause riecht es nach acryl und schimmel. woanders nach kaltem rauch. ich bin eines tages nach hause gekommen und da war meine haustür aufgebrochen. da saß ich dann da in meiner wohnung und es fehlte nichts. freunde haben aus irgendwelchen grunden gedacht, ich läge selbst- oder sonstwie entleibt in meiner wohnung. das wohnzimmer war mit schwarzer plastikfolie tapeziert. auf dem boden lagen bastmatten. da standen ein paar sessel und plattenspieler und boxen und hunderte von platten und an der wand hingen john lennon, paul mc cartney, ringo starr und george harrison. da hab ich mich hingesetzt und den schalter der steckdosenleiste umgelegt und es pitchte sich marcia baila von rita mitsouko in die 33 u/min geschwindigkeit. damals konnte man vier minuten verweilen und dann war der moment vorbei. repeat ging nur manuell. aber in diesem moment war les rita mitsouko – marcia baila.

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AKS04 – EXTRABREIT – ALPTRAUMSTADT

als ich mit im jahre 1980 die platte „ihre größten erfolge“ von extrabreit gekauft habe, da dachte ich, das bleibt ewig. ich dachte, extrabreit, die sind so groß wie die stones, nur die texte sind besser. die texte habe ich gar nicht verstanden. „ich ziehe weisses pulver, bis die nasenflügel qualmen“ habe ich nicht verstanden, aber laut mitgesungen. mit einem sanyo personal stereo cassette player model no. gr62 bin ich los und hätte viel lieber den wm1 von sony gehabt. den echten walkman, den der andreas schneider hatte. damals gings darum, wer die engsten hosen an hatte. er kam mit big john jeans, ich konterte mit grün/weiss gestreiten hosen vom roxy, die man nur im liegen anziehen konnte. nicht gut für die potenz, sagten die schlabberhosenträger. wir wussten es besser.
ich habe wieder lange nachgedacht und mir mehrere songs angehört von extrabreit. junge wir können so heiß sein, ich will hier raus, der präsident ist tot, duo infernal, wir leben im westen, 110… da gibt es viele möglichkeiten, das gefühl in jenen jahren auszudrücken. wenn wir bei angie im roxy standen und das geld gezählt haben und ob es reicht für einen weiteren nietengürtel, wie wir noch nicht mal bier gesoffen haben, weil wir kleine buben waren. in dem alter geht heute das flatratesaufen in die nächste runde. wir sind am hardrock café vorbeigeschlichen, wo die richtig harten hunde saßen. wir haben feuer gemacht, draussen in feldern und lord extra geraucht. wir bauten wochenlang an einem floß und träumten davon, damit den rhein runterzufahren, raus und weg von hier. als es fertig war, war es zu schwer, um es ins wasser zu lassen, dann kam der regen, drei tage lang wie aus einem guss. als wir wieder runtergingen ans rheinufer, da hatte das wasser das floß mitgenommen. das floß hatte es geschafft. wir blieben hier. extrabreit / alptraumstadt.

die alptraumstadt in der ich lebe
da wo die menschen sich nicht trau’n
mal außer der reihe
ihre zukunft zu bau’n

ich sitz‘ sekunden lang am fenster
und winke nur den zügen nach
vergesse für eine weile
mich in diesem tag

ein bißchen grün für meine nase
pestizide in der luft
und es drückt auf meine blase
wenn ich gehe durch die kaufhauslust

was nützt die reise in den süden
was schampy, krabben und coupee
und wenn wir keine lappen haben
tun die prüden wieder weh

die alkohol und jugendsünder
die buß- und bettel-litanei
die polizei und ihre kinder
wir woll’n doch alle friedlich sein

die alptraumstdt in der ich lebe
da wo die menschen sich nicht trau’n
mal außer der reihe
ihre zukunft zu bau’n

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AKS03 – MOTÖRHEAD – MOTÖRHEAD

brain dead,
total amnesia, get some mental anasthesia heißt es da zurecht und wenn man
es geschafft hat, zwei motörheadsongs voneinander zu unterscheiden, dann
hat man gelebt. man kann zwar auch eine jugend ohne motörhead
verbringen, aber das führt zu nichts. die haltung von lemmy kilmister
am mikrofon ist dazu angetan eine haltung zum leben zu entwickeln. das
rumgezappel des einstigen drummers phil ?philthy animal? taylor ebenso.
this is rock. heute wirkt das gesamtpaket wie gemütlicher, ja
bodenständiger rock. aber als ich anfangs der achtziger jahre zum
ersten mal motörhead hörte, da dachte ich, jetzt geht es wirklich erst
richtig los. immerhin dachte ich schon in den jahren davor, kiss sei
die hotteste band der welt. heute wundert mich eher, dass die
mitglieder von kiss nicht allesamt ein enges verhältnis zu village
people pflegten und ein mit axtbass bewaffneter blutspuckender typ
wirkt auf mich eher befremdend. vor allem dann, wenn man sich die
„family jewels“ anschaut, wo sich gene simmons der lächerlichkeit an
der seite blondester kleiderständer preisgibt. das will ich nicht mehr
sehen und so was bekommt man von lemmy kilmister auch nicht zu sehen.
ich will auch glauben, dass er noch heute jeden tag eine flasche jack
daniels old no.7 mit coke säuft und trotzdem noch gehen und singen,
bzw. brüllen kann, dass einem das zeug wegfliegt. in den jahren wird
man ja weichgespülter und hört nicht jeden tag motörhead in sich
hinein, aber es haben sich dennoch zwei songs bei mir als alltime
favorites ins ohr gebohrt, als da wären „bomber“ und eben „motörhead“.
ich habe lange überlegt… ich habe 10 sekunden überlegt und mich dann
für heute entschieden:
motörhead / motörhead.

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AKS02 – WHITE STRIPES – SEVEN NATIONS ARMY

wo soll man beginnen, wenn man hasst? am besten mit hohn und spott über den verhassten. das ist es, was mir bleibt, wenn ich mir die allgemeine rechtsprechung anschaue. im detail kann ich da nicht näheres erläutern, aus verschiedenen gründen, aber ich empfinde eine große abneigung. naja, hass würde ich es nicht nennen. soweit kommts noch. jedenfalls fiel mir aus der tiefe des raumes dieses gefühls ein song ein, der, wie es sich für eine ordentlichen rocksong gehört, eine gewisse faustballung provoziert. man ist ja intelligent (ja und wohl auch verweichlicht) genug sich auch weiterhin zivilisiert aufzuführen. in jenen situationen fühle ich mich klein und futzihaft. mir sagt zwar jeder, dass das nun absolut nicht so ist und nicht sein muss und stell dich nicht so an und ach hör auf, mensch ärgere dich nicht, aber da will ich mich ärgern auch nachts. ich gebs ja ungern zu. zorn macht angreifbar. dann kannst du dem höhnenden gegner ja doch nur wieder dein blankes wesen präsentieren und bist ganz frei mit blick auf die seele ein einfacher mensch. du… ach, ich sags jetzt einfach mal… kannst mich mal. dazu empfehle ich heute: white stripes / seven nations army.

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AKS01 – JUSTIN TIMBERLAKE – WHAT GOES AROUND

AKS steht für adventskalendersong. und das kam so: die finnin schenkte mir zur feier des adventskalenderbrauchtums einen itunes-gutschein mit dem ich mir jetzt jeden tag bis weihnachten einen song aus dem itunes-store herunterladen kann. ich kann natürlich auch alle songs auf einmal kaufen, aber dann machts ja keinen spaß. jetzt sind einzelne songs ja so eine sache. da denkt man stundenlang drüber nach, weil diese entscheidung ja fast schon politisch, zumindest aber philosophisch ist. ich bin ja mit der bravo und dann spex aufgewachsen. dazwischen sounds und werner reinke und sogar jeden samstag mit dieter-thomas heck. ich weiss wie penetrant brisant so ein song sein kann. diedrich diederichsen hat mal geschrieben: „ich habe nicht nur englisch
an songs gelernt, ich habe auch das denken an popmusik gelernt. dass menschen bedingt sind. dass man immer zu recht hasst. dass das, was man
sowieso will, immer richtig ist. es ist also nur selbstverständlich,
dass ich und millionen meiner zeit- und altersgenossen, die genauso
aufgewachsen sind, intelligenz in einer musik entdeckten, die ihnen material war, um ihre intelligenz zu entwickeln.“ so ist das nämlich. doch ich lade mir ja jeden tag nur einen song runter und dann, ich muss es zugeben, immer auch nur einen, den ich noch nicht habe oder nur auf vinyl. vielleicht auch mal zur feier des tages einen, den ich schon habe, aber es einfach nicht anders geht. ein schönes spiel das wach hält und dafür danke ich dir liebe finnin, die du eine gute beraterin und auch sonst ein fels in der brandung bist. also jetzt der erste AKS…

im jahre 2003 war alles relativ leicht. das war das jahr, in dem ich in diese wohnung gezogen bin, was das einzig falsche an diesem jahr war, in dem sonst alles wie gleisender sonnenschein war und ist. man lernt komische menschen kennen und wenn die zeit dafür reif ist, dann bedeutet das ein aufregendes dasein. so wars öfter im jahre 2003, in dem ich zunächst naserümpfender weise und dann doch irgendwie begeistert zum ersten mal mit offenem ohr justin timberlake hörte. so einer aus der boyband mit einer stimme wie michael jackson. aber cooler. wie ein mensch, ein knabe zwar, noch kein mann, aber einer, der forsch ist, der das kinn vorne trägt, einer der tanzen kann ohne dass man wegschauen müsste. an den habe ich mich jüngst wieder erinnert. denn eigentlich gehört er nicht zu meinem täglichem musikrepertoire. meine helden sind älter oder tot oder sitzen in der irrenanstalt oder haben den zenit längst überschritten (james brown, sly stone, george clinton, miles davis, prince, etc.), aber wenn man in zwanzig jahren zurückblickt auf diese zeit, vielleicht hat timberlake dann noch ein gewisses gewicht. wäre möglich. diesen song hatte ich neulich im ohr und ich habe sogar diese website bemüht um herauszubekommen was das für ein song ist. hat aber nicht geklappt. jetzt weiss ich es: justin timberlake / what goes around…/…comes around interlude.

p.s.: nein, ich bekomme kein geld von apple für die verlinkung des songes.

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SCHNEEFLÖCKSCHER WEISSRÖCKSCHER WANN KOMMST DU GENEIGET

wenn man jetzt noch französisch könnte, dann würde man in etwa erahnen, was mein alter kumpel und weinhändler claus so den lieben langen tag von sich gab. ich wiederhole: gab. heute ist das rum. bei mir hingegen ist gar nichts rum und gerade im augenblick dieser erkenntnis hat mich die weihnachtsgefühlsduseligkeit in die zange genommen. mir schwand zunächst der sinn und dann der verstand. ich mein ja nur. was ich eigentlich sagen will: erst habe ich mit der finnin und dem smax die begegnung (werder vs. real 3:2) gekukkt, dann heesjenn gefeiert und dann habe ich zur finnin gesagt: schneekugel. da hat die finnin mich angeschaut, als hätte ich was ganz entzückendes gesagt. was ja auch stimmt. und dann habe ich mich an den photoshop gesetzt und etwas gebastelt, was es in dieser schönheit und dieser art und weise noch nie gegeben hat. etwas, das von derart exorbitanter schönheit ist, dass mirch augenblicklich die schwindsucht ereilt, wenn ich nicht wegschaue. es ist schon spät.