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von herzen

erste pflicht im leben ist es, eine haltung einzunehmen, eine zweite pflicht
gibt es nicht. ist oscar wilde eigentlich von surkamp verlegt oder wenigstens
mal herausgegeben worden. orden worden an verschiedenen orten. die finnin
wüsst‘ da bescheid. aber er passt nicht in die trockene brötchenheit,
die ich mit surkamp verbinde. siegfried unseld sieht aus wie punk anderson
aus dallas. darauf muss ich an dieser stelle hinweisen.

abseits von all dem sitzt frau williams in eigenartigem
schweigen gehüllt vor ihrem rechner. sie redet ja auch nur wenns sich
nicht mehr vermeiden lässt. ganz im gegenteil zu mir, der ja nur sein
maul endlich mal hält, wenn den anderen blut aus den ohren läuft.
ein grauenhaftes verbales gemetzel, das sich tag täglich hier abspielt
und die fra ge auf wirft: wird tag täglich nicht zusammen geschrieben?
tagtäglich. wer weiss es? wikipädia. der duden. frau anjella brockhaus.
ich schweife ab. das gemetzel der täglichen besprechung (in unseren köpfen
wohnt eine erbse namens realität) hat mich ganz schwummi gemacht. man
muss bisweilen den mitarbeitern die nudelsuppe aus der nase ziehen. sie sind
schwierig und doch liebenswert, wie ich selbst. hüstel. so und dann am
abend kamen wir wieder auf den punkt und am morgen wird alles wieder gut sein.
wir müssen ran. wir müssen jeden tag ran und richtig viel arbeiten.
es hilft nichts.

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mmkay

aufrecht sitzen macht spass und bringt auch hinterher was. das haben wir am
freitag deutlich zu spüren bekommen, während bull bulla wieder schlaff
in der kurve hing, haben helm helmo und ich steif wie ein bügelbrett,
den musischen klängen einer harfe gelauscht. wir werden alt, aber dem
abend konnten wir wie angekündigt genügend würdelosigkeit verleihen.
so hat sich das der abend sicher vorgestellt.

zur zeit sitzt unsere ehemalige praktikumsfrau lüdia
mai long neben dem geschäftsführenden gesellschaftler r.k. und säuselt
ihm zuckersüßes ins ohr. kicher kicher. frau bmw williams reisst
sich für uns den arsch auf und ich sitze auf dem stuhl und gebe anweisungen.
so ist das den ganzen tag und jetzt scheint zu allem überfluss noch jede
menge sonnenlicht hinein. das trügt jedoch. gerade las ich im spiegel,
dass george walker bush immer noch deutlich vor john kerry liegt. das findet
wahrscheinlich henryk m. broder klasse, aber ich verstehe tatsächlich
gar nicht, was da los ist. was ist geschehen? wer sind diese amerikaner, dass
sie den erbärmlichsten wicht der neuzeit gleich nochmal wählen wollen?
was für erwartungen haben die denn? kompliziertes wahlsystem indes und
obendrein, faules wahlvolk und eben immer nur diese beiden alternativen, die
ja auch selten bis nie, ohne gigantische millionenbeträge auskommen,
um sich im wahlkampf ordentlich zu präsentieren. hören halt auch
nicht alle michael stipe. sind eben so wie sie sind. kann man da was machen?

so sind wir der zukunft hilflos ausgesetzt. Der
Winter steht seit Jahren vor der Haustür. Ich habe ja jetzt schon die
Nase voll. Weisst Du, dass ich das noch nie kontrollieren konnte. früher
als es noch herbst gab, als es noch winter gab und dann frühling und
dann womöglich sommer, da hat sich so ein kreislauf breitgemacht. regt
an. da freut man sich auf morgen und jetzt da man freiwillig seinem vergnügen
als gestalter nachgeht, ist der sommer rum, wenn die umsatzsteuer fällig
wird, ist der herbst rum, wenn die umsatzsteuer fällig wird, ist der
winter rum, wenn die heizkostennachzahlung fällig wird, ist der frühling
rum, wenn die umsatzsteuer fällig wird. danach zählst du dein leben
ab. und zum glück hast du immer etwas gottfried benn im kopp und huckleberry
finn und ukrainische birkenwälder. von nix kommt nix. aber auf dem hucklberry
finnplaneten, da lässts sich leben. mit der maiskolbenpfeife im mundwinkel
auf einem floß das eigene leben runtertreiben. so könnte es klappen.
so muss es gehen.

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mönk trägt döner

die liebe finnin weiss gar nicht was ein mönk ist. erst dachte sie, es
sei ein tier und dann dachte sie an münchen und den viktualienmarkt,
an schwabing, an die amerikanische botschaft und an den ehemaligen wohnort
von jean-marie pfaff. so ist die finnin. die liebe finnin.

heute morgen um halb sieben, war es duster und nass,
als ich den schlüssel ins sedanlandschlüsselloch steckte. man kann
gar nicht genug winseln, ob des theatralischen verlustes des sommers, der
im prinzip ja nur rudimentär anwesend war. es hat letztes jahr so gut
getan, die wärme, die hitze. die fröhlichen menschen, die vielen
herzattakken, der aufgeweichte bitumen, das ganze drum und dran. daran erinnert
man sich gerne. vielleicht war es der beste sommer aller zeiten. aber vielleicht
kommt noch ein besserer. das ist die hoffnung. die hält uns am leben,
uns hedonistischen säue.

während schwarzgehäutete sängerknaben
„south bronx“ singen, dachte r.k. sie sängen „southpark“.
das sieht ihm ähnlich, da hat er sich aber gechnitten, dieser halunke,
dieser prinz of pop, dieser husar. nur kann ich ja mit southpark nichts anfangen,
mal abgesehen von den szenen, in denen saddam hussein ein homoerotisches verhältnis
mit dem teufel hatte. da musste ich schon mal grinsen, was ich ansonsten tunlichst
vermeide. grinsen ist nicht gut. da kommt man in teufels küche. davon
rate ich dringend ab.

heute ist wochenende. irgendwie schon auch als selbständiger
ein highlight. besonders weil man unseren grauen, faltigen gesichtern die
zwei jahre durchackern ohne urlaub schon ansieht. und da kann man mir schon
glauben. r.k. ist ein shadow seiner selbst, während hingegen ich schneller
schiesse als mein eigener shadow. und da kann man mir schon glauben. also
wochenende. am ende des tages, gehen r.k. und ich wieder getrennte wege. r.k.
feiert mit seinen gruselfanatiker kumpels den sanktnimmerleinstag, während
ich mich mit helm helmo und bull bulla treffe, um dem heutigen abend ein stück
würdelosigkeit zu verleihen. und da kann man mir schon glauben.

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beinhausen / maggi-stern

bei feinkotz dietmar waren wir leider nicht. es hat ja doch keinen
zweck. dafür haben helm helmo und ich am wochenende, anlässlich
des 10-jährigen jubiläums der elektrorock formation beinhaus, dessen
singer and songwriter r.k. ist, wieder unser übliches barprogramm abgezogen.
wir waren beide tom cruise. mit unflätigen beschimpfungen und einer menge
hingabe haben wir preiswertes bier und jack rabbit slim unters volk gebracht,
während sich r.k., schröder und
ulrike b. um kopf und kragen musizierten. ich konnte gar nicht hinschauen.

r.k. als anhänger des internationalen berserktums wälzt sich schreiend
auf dem boden rum. die leute haben geschrien. einige unser, in zusammenarbeit
und angehender freundschaft verbundenen freunde des gepflegten phil-collins-konzertes,
hätten zunächst augen und dann die flatter gemacht.
später waren wir noch froh, dass burger king so lange auf hat. er ist
wahrlich ein burger king. der gute.

und damit nicht genug, denn die finnin hatte finish. abgabe am montag. da
gaben sich schweiss und träne die klinke in die hand. aber so ist das
mit dem, schon mitte der achtziger jahre in der zeitschrift tempo beschriebenen
phänomens der „paniacs“. alles auf den letzten drücker.
aber es hat funktioniert. mal wieder die ganze nacht im sedanland zu verbringen…
man hat das so selten. die finnin hat das ja nie, sie war ausser sich vor
freudentaumelei. jetzt hat sie’s geschafft. juhuu. wir drücken sie. allesamt.

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bob ross and the joy of pain(ting)

seit ich BR-alpha empfange ist mein
leben wieder aufgefüllt mit sinn, verstand und schönen bildern.
ich bin zwar jedesmal übernächtigt und schlafe bei meetings ein,
aber mein herz ist erfüllt von landschaften mit birkenwäldern, opulenten
wolkenformationen und glitzernden bergseen. das verdanke ich bob
ross
. bob ross malt
bilder und erklärt dabei wie das bildermalen an sich geht. jeder kann
es lernen, du hast keine grenzen, alles ist möglich, erfahre ich. und
es stimmt, alles ist möglich, besonders wenn man auf bilder steht die
aussehen, als habe caspar david friedrich seine bilder auf beruhigungspille
gemalt und dabei eine damensturmpfhose auf dem kopf getragen. alles ist möglich.
diesen passus transportiere ich dann auch in meinen alltag. warum denn auch
nicht. bob ross scheint
sich da sicher zu sein. er trägt ein weisses hemd und einen afro. so
einen wie man ihn oft bei älteren damen beobachten kann, die sich aus
welchem grund auch immer, ihre haare lila färben lassen. bob
ross
trägt jedoch naturfarbe. wie könnte er auch. er hat ja
geschmack und davon jede menge. jetzt kann ich mich zwar noch dunkel erinnern
wie man ein bild malt. klar, erst grundieren, die dinge die im hintergrund
stehen zuerst, dann die im vordergrund stehenden, zum schluss die higlights
und die details. aber bei bob ross sieht das nochmal viel besser aus. wie
er mit ein paar sprüchen darüber das „anything, really really
anything“ geht und genauso vielen pinselstrichen aus einer seegurke eine
birke zaubert, das ist schon enorm. schwierig ist dabei nur wach zu bleiben,
weil erstens die bilder ja zum träumen einladen und zweitens seine stimme
so beruhigend, ja narkotisierend ist, dass der betrachter stets gezwungen
ist, einen ernstzunehmenden kampf mit der narkolepsie auszutragen. man träumt
von verträumten seen, trauerweiden und cummulluswolken… wobei ich heute
allerdings träumte, ich führe mit einem rennrad einen steilen berg
hinauf, es schneite und der vor mir fahrende radrennfahrer stürzte in
eine schneewehe. das kann bob ross nicht gewollt haben. das hätte er
nie zugelassen. ich muss mich geirrt haben.

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schwabenfunk

ich muss dauernd an die schwaben von tjpk
und ihr köstliches paket denken. ich muss an peter, thomas, susanne,
pia, marion, benjamin und wie sie alle heißen, denken. obgleich ich
ja nur zwei sechstel der damen und herren persönlich kenne, aber wenn
die anderen genauso sind wie der halbbruder von r.k. und der andere mann,
der sämtliche dialekte auswendig kann, dann… es muss das paradies sein
dort unten in uhingen am schönen filz (ortansässiges flüsschen,
nicht zuverwechseln mit politischem filz). es gibt l-förmige (in worten
ell-förmige) schwimmbäder, den
cvjm
und gerberbräu. und die herrschaften vom
dSDS
sind stets anständig zu uns und spenden uns zuversicht auch in düsteren
tagen. besonders das frollein marion, dass uns mehr mails schreibt, als alle
unsere zahlreichen lebensgefährtinnen zusammen. und jeden donnerstag
schicken sie uns alle ein päckchen mit heißen spätzle, die
sie selbst geschabt und gekocht haben. darauf freue ich mich heute schon.

um die belegschaft der firma CYMK
unseren lesern einmal näher zu bringen, haben wir unten ein foto
der gesamten belegschaft abgebildet. auch den westflügel des gebäudekomplexes
in dem tkkg
seine furchtbaren experimente durchführt, wollen wir nicht vorenthalten.
die belegschaft von links nach rechts und von oben nach unten:
theo und waldemar schneck / zahlmeisterei – klaus napf / fahrdienstleitung
– wieland witzig / galgenhumor – arthur hechtsuppe / frankiermaschinendienstleitung
– udo unterberg, oswald kleininger-fenchelreu / sanitätsdienst – serge
zwuck, ferdinand oweia, lars vegas / art direktion – hubert „long dong
silver“ hunsrück / farbfächerei – benjamin pfendt / zeitsoldat
– marion hainz / i-mehling, choreographie – thomas joussen / philosphie und
amtsanmaßung – peter karliczek / malerei, zauberei, frikadellenfabrikation
– pia schulze / minnegesang – leo lumpensack / abt. zeitverschwendung und
nervenaufreibung – susanne joussen (zur zeit in gambia) / handlungsreisbrettschneiderei.

so hat jeder seine position. jeder wird gebraucht
im firmenimperium unserer schwäbischen freunde. jeder tag ist wie der
andere. brutalität in der durchführung und kompromisslosigkeit ist
alltag. grausame rituale und finsterstes mittelalter feiern fröhliche
urständ. es ist eine wahre pracht. wir sind sehr verbunden. danke.

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schwedentrunk

die aus dem schwäbischen haben veranlasst, dass wir lauter lustige kaugummis
aus essen zum essen geschickt bekommen haben. das paket ist heute bekomme
und es war wie weihnachten und das bedeutet: r.k., lüdia mai long machten
ein gesicht wie drei tage beerdigung mit regen, sturm und anschliessender
flutkatastrophe. frau williams hingegen strahlte übers ganze gesicht.
das tut sie immer wenn ich was sage. manche behaupten, sie lache mich aus,
doch das glaube ich nicht, das wäre ja… das ist ja… ungeheurlich!
ich werde sie entfernen lassen, dieses luder. so war heute die bescherung.
die hängenden mundwinkel meiner beiden ex- und nochmitarbeiter spielten
eine ungeahnte melodei, so dass freude pur fröhliche urständ feierte.
dein schönes bild. an weihnachten hätte ich das gern genauso. letztes
weihnachten war es so und davor auch. bitte auch dieses jahr wiederholen.
also. die bunten produkte erwiesen sich schließlich als gummistopfen
und kupferne haken, es liegt mir alles wie blei im magen. plumbum. ich bin
satt.

so. was weiss denn ich…

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morgenstünd

morgenstünd hat was extrem lässiges. bin extra und freiwillig um
halb sieben aus dem hause gestürzt um brötchen und gemüse zu
kaufen. das hat spass gemacht. eigentlich wollte ich ja nur brot kaufen, aber
als ich dann beim kräutertürken in der wellritze vorbei radelte
und mir die auskunft erteilt wurde, es sei schon offen… na da bin ich doch
rein in den laden. der besitzer ein westendweit bekannter schwätzer war
auch wieder höchst unzufrieden und motzig und so beschloss ich, das nächste
mal wo anders mein frühgemüse zu erwerben. der mann kennt genau
zwei zustände, entweder fragt er wie ein aufgeregtes huhn durch das halbe
westend brüllend ob ich denn lammkotelett kaufen will oder er ist motzig.
dabei habe ich nur ein einziges mal vor ca. 4 jahren bei ihm lammkotelett
gekauft, das jedoch scheint ihm in bleibender erinnerung geblieben zu sein,
wenn ich nur wüsste warum. jedenfalls handelte es sich seinerzeit um
eine handelsübliche portion und ich habe sogar bezahlt. naja. die leut…
kammer nix machen.

und nun erschleicht mich so eine angenehme müdigkeit und ich werde nun…
ach es ist ja… kennt man das? das kennt man. man (in diesem falle ich) schwafelt
und schwafelt und es passiert einfach nichts. ob dieses oben beschriebene
sackreisinchinaesque ereignis nun hier niedergeschrieben steht oder nicht,
hängt ja auch mit diesem sack reis in china zusammen und ist so sinn-
und inhaltslos, wie das hier jetzt und das folgende und das von morgen oder
übermorgen, nicht zu reden von überübermorgen. mir schwanden
die sinne anfang der 80er jahre, daher die sinnleere. ich kenne ja nun leute
die suchen ganz aufgeregt nach sinn und stampfen nach erfolgloser suche wütend
mit dem fuß auf. das ist eine sinnsuche, die mich lachen macht. man
kann ja auch an gott glauben oder agnostiker werden. agnostiker sein ist wahrscheinlich
das sinnloseste aller daseinsformen, aber auch nicht ganz uninteressant. unser
ehemaliger showpraktikant bull bulla zum beispiel achtet akribisch darauf,
dass sein leben von sinnlosigkeit nur so umrankt und druchdrungen ist. er
ist daher auch der gottloseste mensch, den ich kenne (sagte ich mensch?).
er höhnt und spottet über jeden, der auch nur die leiseste verbindung
zu metaphysik verzustellen versucht und schließlich fällt er mit
dem kopf auf den tisch und schläft ein. das ist ein leben. da möchte
ich hin. dem ganzen dasein das sinnhaben aboperieren und schließlich
noch einem stumpfsinnigen job mit stumpfsinnigen vorgesetzten nachgehen, das
ganze mit literweise wein aus der neuen welt aufgiessen und schwupp di wupp,
ist die menschheit und menschllickeit binnen weniger jahre ausgestorben. dann
ist wieder ruhe und die bakterie an sich, muss sich nicht mehr selber bemühen
die menschheit auszurotten. klasse!

möööööp!

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mein freund ist beruflich ein paradroid

und damit nicht genug. er besteht auch darauf ein roboter zu sein. seine mutter
ist ein mikroprozessor, so behsuptet er steif und fester. sein vater ist glaube
ich gehirnchirurg irgendwo im taunus, genau weiss ich es nicht, aber das ist
auch nicht von nöten.
wir schlugen uns also in der nacht vom mittwoch zum donnerstag mit ein paar
dualen umständen herum und am morgen, kurz bevor wir anfingen richtig
zu halluzinieren, wars geschafft: LP-cover und CD-cover und website
und was weiss ich nocht alles. mille plateaux guten morgen.

dass mein leben irgendeine mischung aus ren & stimpy ist, habe ich ja
schon lange befürchtet. ich ging also heim… ich schleppte mich also
heim, gezeichnet von der nacht und einer nahenden erkältung und freute
mich aufs bett. zuhause schmiss ich wamms und gehrock auf einen haufen, trank
noch einen kräftigen schluck aus der kranheimerhellpulle und legte mich
hin. aber genau in dem moment als sich meine wange ins kühle kissen graben
wollte, fing draussen im hof ein herr mittleren alters damit an granitplatten
mit einer kreissäge in stück zu sägen. kann es eigentlich sein,
dass mich irgenwer verarschen will? gibts wenigstens leute, die das beobachten
und sich dabei kaputt lachen? dann hätte es wengistens einen sinn. dann
wüsste ich wozu das alles gut ist, aber so wird es schwer es zu begreifen.

gute nacht.

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zeit ist was ganz anderes

damit konnte keiner rechnen. die zeit wird knapp und knapper und eines tages
ist sie weggelaufen. sie rennt ja schon recht schnell. wie soll ich da mit
dem schreiben nachkommen. also ist jetzt wieder eine ganze woche vergangen
seit dem letzten klassenbucheintrag. doch statt schelte nun eine lobpreisung
aufs brotbacken.

die finnin, der herr esmex und ich, wir fuhren am donnerstag nachmittag nämlich
zu meinem lieben alten freund boris claudius kaspar kreisle edler von hellborn
um uns in die kunst der brotbackerei einweihen zu lassen. die kunst stellte
sich dann aber ganz schnell als gunst heraus, ’s war sehr erhellend wie die
hefe aufging und festzustellen, dass ordentlich kneten ein wichtiger bestandteil
des backens von täglichem brot ist. brot backen rules, stellten wir fest
und am nächsten tag zeigte uns der herr graf die herrlichkeit der pfalz
und dann die herrlichkeit eines französischen supermarktes. es rockt
ja immer in fremdländischen supermärkten. alleine die vielzahl fremdländischer
verpackungen lassen mein herz hüpfen. aber auch die leckerheit fremdländischer
lebensmittel, die lassen mein herz nochmal so hoch hüpfen. zum beispiel
orangina mit pfirsisch-mandarine-vanille-geschmack oder die variationen von
ziegenkäse. oho. nicht schlecht. sogar das toilettenpapier ist schöner
als hier zulande. genau wie die häuser, die menschen, die bäume,
der himmel, die zebrastreifen, ampeln, sackgassen, würstchen, parkbänke,
gauner, schnapsnasen, zigarettenstummel, schaukelpferdchen… alles ist besser
als hier.

hier ist alles voll blöde, weil einen der alltagsmumpiz noch um den
verstand bringt. zwar alles nicht wirklich schlimm, aber manchmal halt auch
very ohjehesque. und dann kam über nacht auch noch diese erkältungstechnisch
eher unangenehm anmutetende mutation dazu, die mich gerade in die knie zwingt,
weil… blah blah blah.

frau williams ist sehr fleissig. sie macht der arbeit schöne augen,
sie ist der arbeit zugetan, sie ist ein arbeitstierchen, sie ist ein killer
und sie kann was, zum bleistift milchpackungen zeichnen. das muss sie auch,
denn sie ist laktosesüchtig, genau wie wir alle süchtig sind. r.k.
ist fructosesüchtig, während ich ja eher der mitose zugetan bin.
schließlich und endlich bin ich ja ein großer anhänger der
eukaryoten, welche sich zum beispiel hier vorm fenster tummeln und winken.
man kann sie ja nicht alle zählen, das muss man ja auch nicht, aber immerhin.
ich habe schon wieder alp- bzw. albträume. das heißt die alpen
in form von arbeit lasten auf mir, wie eben ein gebirge auf einem zarten menschen
als wie ich einer bin… äh… sind.

nun genug des trögen wortschwalls, ich muss mich beeilen, schließlich
muss ich das schöne geschenk, welches mir gestern meine liebe freundin
doris claudia kaspissima kreisle edle vom hellen borne vorbeibrachte, noch
adäquat in meinem lebensmittelpunkt installieren, damit frau schnick
und die finnin heute abend auch noch augen machen können. augen machen
müssen. ich weiss nicht, aber könnte sein. jetzt jedoch muss ich
frau biggi vom atlier meelbiin anrufen um sie mit fragen zu löchern und
danach setze ich mich auf meinen bock und brause davon. so ist das leben und
so soll es sein.