der zweite von rechts, der mit dem kreuz, das bin ich. ich der ich mich nur von kräutern und äpfeln ernähre. ich armer tropf. schade, dass ich nicht dr. terror bin, dann gings mir gut. dann hätte ich erfolg auf der ganzen linie. aber so. als gefällter baum muss man sich in acht nehmen. in null komma nix steht das sägewerk vor der tür und will einen in bretter verwandeln. das kann ich nicht gebrauchen. zum schluss endet man als regalbrett und muss so sachen tragen wie diddelmäuse und bücher über zweckentfremdung. nicht mit mir. aua.
so. der papst und harald juhnke sind mit dem kanu über den großen fluss gefahren. ob sie ähnliche ziele haben? sie haben ja beide nicht immer alles richtig gemacht, waren aber durchaus sympathisch, weil sie sich selbst ähnlich waren. das zählt eine ganze menge. das ist mir gestern abend bei der helmut-kohl-dokumentation im ersten und dem gero von boehm interview auf 3sat auch wieder aufgefallen. der mann hat seine prinzipien. zwar ist er ein größenwahninniger spinner, aber dafür ein erdiger spinner. einer der noch bei sich zu hause wohnt. einer der seine eigenen wahrheiten definiert hat und sich strickt daran hält. ehrenwort goes weltherrschaft. und pikiert und abfällig war er zwischendurch (thema: ard) der helmut kohl der auch einer war, der ewig schien. aber als er zum schluss ganz kleinlaut versprochen hat, dass er auch jetzt nach dem tod seiner frau für sie da sein will, da war ich sogar ein wenig gerührt und hätte ihn gerne umarmt und gedrückt. jetzt, beim heute weltweit beginnenden hans-christian-andersen-jahr, das sind märchenerzähler doch tres chic. jetzt soll er doch nochmal erzählen wie es damals war 1989, als er der größte war.
papa john paul 02
ich bin semi-ergriffen von den vielen "gläubigen", die sich in diesen stunden auf dem petersplatz in rom tummeln. semi-ergriffen deshalb, weil ich, der ich kein zyniker sein möchte, sensationsinteresse vermute. aber auch… ach man möcht sie alle drücken, weil sie gar nicht wissen was sie jetzt hoffen sollen. soll er jetzt sterben, dann wäre sein leiden beendet oder soll er leben, weil man ja unbedingt leben muss. das scheint um jeden preis das erste dokma der christlich motivierten zu sein, wie man in diesen tagen am unfassbaren umgang mit terri schiavo feststellen muss. eigentlich eine privatangelegenheit wird nun das sterben dieser menschen in den medien mit brennpunkten und sondersendungen bis zum exzess zelebriert. der höhepunkt heute morgen: der unsagbare cherno jobatey gewinnt die betroffensheitsweltmeisterschaft und laviert sich in zdf-hafter sachlicher dümmlichkeit durch eine hoffentlich-passierts-während-der-sendezeit-sendung zum thema sterbender johannes paul II. da gewinnen die gewaltphantasien oberhand und ich muss dringend umschalten. da lob ich mir peter klöppel von rtl. der nämlich hat es fertig gebracht, trotz einer nahezu an die perfektion heranreichenden betroffenheitsmine, sachliche und faire berichterstattung abzuliefern. gar nicht ertragen könnte ich in diesen stunden johannes baptist kerner, ulrich wickert und jürgen fliege. danke.
ralf rattenschwanz
da, wo ich herkomme, aus den slums, da gab’s mal einen, den nannten sie
ralf rattenschwanz. der hieß natürlich nicht genau so, aber so ähnlich.
wie kann ich an dieser stelle nicht verraten, denn sonst schimpft er
mich noch aus und ich werde hernach von ihm verklopft. das muss nicht
sein. diese herr rattenschwanz fuhr stets mit einem fahrrädchen,
welchem die bereifung fehlte, durch die gegend. und da es dort wo ich
herkomme (slums) damals viele baustellen gab (bauboom der siebziger
jahre), da haben wir straßenkinder halt immer auf den baustellen in der
nachbarschaft (hood) gespielt. manchmal wurde jemand in einem erdloch
(earthhole) verschüttet, manchmal lief man durch frisch aufgeschütteten
beton oder man erwarb sich einen u-förmigen gegenstand aus eisen, der
ungefähr diese form hatte: ,–, naja so ungefähr. jeder musste so einen
gegenstand haben, wer keinen hatte war ein versager. um’s gleich vorweg
zu sagen, ich hatte einen. nicht dass da missverständisse aufkommen.
also, es waren unbeschwerte zeiten im schlamm (slum). bis man auf die
reifenspuren von ralf rattenschwanz aufmerksam wurde. sie waren
überall. zwei rillen verrieten das rad ohne bereifung. da wurde es
mucksmäuschen still und alle kratzen nervös mit den füßen auf den
boden. eigentlich hat er nie jemanden was getan, aber es ging eine
interessante messerstecherlegende um und so war man auf der hut.
um nicht auch in messerstechereien verwickelt zu werden und wenn wir
nicht auf baustellen spielten, dann spielten wir auf müllhalden. ich
erinnere mich, dass wir oft mit unseren klapprädchen zur müllhalde an
der mainzer straße gefahren sind, um uns dort im müll zu suhlen. das
war schön und weit und breit ward nimmmer ein ralf rattenschwanz
gesichtet. wir waren die kings of the müllhalde. und was wir alles
gefunden haben…
da haben wir den katzensalat
da preist man die katze als elegantes vieh an (siehe eintrag vom
30.03.2005) und dann muss man das gegenteil feststellen (siehe bild
unten). das tut schon weh. ich glaube so eine katze hätte ich ca. 98,90
% weniger lieb. und wenn sie aussähe wie stalin? man hat sich in seinen
politischen verwirrungen ja schon immer schwer getan, aber eine stalin
katze hätte ich nur 98,83 % weniger lieb. eine willy brandt katze
dagegen hätte ich ungefähr genauso lieb, wie eine katzen katze. während
ich hingegen eine augst bebel katze langweilig fände. ebenso wie eine
philipp scheidemann katze. eine horst köhler katze wäre auch grauenhaft
und würde den ganzen tag nur dummes zeug reden und wäre obendrein auf
dem cduauge blind. kein wunder, katzen würden ja auch whiskas kaufen…
whisky saufen… cdu wählen. so ist’s richtig. so ist’s natürlich nicht
richtig, aber so stimmts. richtig wäre, wenn katzen die spd
umstrukturieren würden und aus der spd eine richtig coole partei machen
würden mit lauter leuten die voll was auf dem schläger hätten. richtig
coole säue. so richtige motherfucker mit schwarzen anzügen und minipli.
so welche, die richtig was wissen und was können und wenn sie mal was
nicht können, was ja gar nicht so schlimm wäre, aber dann würden sie es
einfach zugeben und dran arbeiten, dass es besser wird.
habt ihr heute den wolfgang clement gesehen und wie er die neuen
arbeitslosenzahlen verkündet hat und anschliessend behauptet hat, dass
jetzt die talsohle durchschritten sei. da hat man genau gesehen: der
hat’s selbst nicht geglaubt. der war einfach nur müde so einen scheiss
zu erzählen. es gibt ja gleich mehrere wahrheiten. die talsohle sieht
mit sicherheit anders aus. man schaue sich mal diverse vororte von rio
de janeiro an. da wird eine talsohle nach der anderen durchschritten
und auch am horizont: nix als talsohlen. aber wenn wir eine hitlerkatze
hätten, wenn’s die wirklich gibt, vielleicht wär dann alles anders.
vielleicht würde die ja auch autobahnen bauen oder katzenklos oder
kartoffelklos.
ginger spice
hui sind ketzchen aber süß. so süß und obendrein arrogant bis dort
hinaus. genau das gegenteil dessen was ich bis neulich an hunden so
gehass… so gar nicht mochte. die nämlich machen genau was man will.
jedenfalls meistens und auch da nur in meiner phantasie, aber so ist es
trotzdem (motz). ketzchen jedoch haben ihren eigenen willen. sie tappen
herum und suchen nur das angenehme am dasein: gähnen, schnurren,
pfurzen und einem zerfetzte mäuse mit abbem kopf vor die füße legen.
wie außerordentlich süß das jetzt schon wieder ist. so süß. katzen sind
dandys. wenn sie bücher schreiben würden, dann welche mit titeln wie
„das bildnis des dorian grey“ oder „stromlinienbaby“. sie wären nie
zuhause und trügen gamaschen über den lackierten schuhen, wenn sie
menschen wären. sie führten zum nadelstreifen anzug einen spazierstock
mit wolfskopfgriff mit sich, in dessen hohlraum sich ein halbes pfund
kokain befände. sie hätten einen therapeuten, dem sie bei der kleinsten
falschen bemerkung in die knie schiessen würden. sie wären reich und
besäßen große villen und weiber und yachten so groß wie katzenklos die
so groß wären wie fußballfelder. wären katzen schauspielerinnen so
wären sie gwyneth paltrow oder marlene dietrich oder ava gardner. wäre
sie sängerinnen dann maria callas. katzen würden die grünen wählen,
jedoch nur um die cdu zu ärgern. eigentlich wählten katzen die cdu,
wenn die cdu nicht so hässlich wäre. katzen könnten karate und wären
meistererliche schwertkämpfer. sie gewännen eine oder mehrere
goldmedaillen im keirin, sie wären schön, klug und ungeduldig. sie
hätten sich das rauchen abgewöhnt und sie kämen gerade aus dem urlaub.
was fällt mir noch absonderliches zu katzen ein? ich werd mir eine
zulegen und ich werde von jana zett und der finnin in den hintern
getreten bekommen für meine frechheiten. hilfe. jetzt hab‘ ich aber
ängst.
leute gehen fertig
in deutschland, sowie auch in england, schottland und in der schweiz und ich vermute auch in belgien, polen, der soffjetunion und in der scheschei sind eisenbahnen eine legende die lebt und manchmal auch gar nicht tot zu bekommen ist. herr mehdorn ist zwar sehr fleissig dabei die welt der eisenbahn in der bundesrepublik deutschland (wird man heute eigentlich immer noch vom verfassungsschutz erfasst, wenn man brd schreibt?) zu ruinieren, aber bisher laufen immer noch auf allen kanälen rund um die uhr sendungen von und mit dampfloks, dass es eine wahre pracht ist. ich selbst bin als kleiner junge öfter mal mit einer dampflok in den westerwald gefahren. da haben aber keine menschen am bahnhof gejubelt und mit hakenkreuzfähnchen gewunken, das war ganz normal, dass man da mit der dampflokomotive zur omma fährt. normale härte. da hatte die eisenbahn noch holzbänke und stehabteile (oder fabuliere ich mich hier in ein nichtvorhandenes kollektives gedächtnis hinein?). auf jeden fall hats arg gequalmt und man musste vorm tunnel immer das fenster zu machen. und es hat auch nicht gequalmt, sondern gedampft. wird heinrich mehdorn eigentlich von der lkw-lobby geschmiert? oder von der erdöl-mafia oder vom adac oder von der automobil industrie, von ryan air? da könnte was dran sein, denn zugfahren ist der letzte dreck. man weiss nie was es kostet und schon gar nicht wie lange es dauert. ich fahre ab und zu mit der bahn mal nach mainz und das reicht mir dann auch schon für länger. ich kann die farbe türkis nicht ertragen. früher, und da war beileibe nicht alles besser, da konnte man noch das fenster öffnen und die sitze zu einer großen liegefläche umklappen. das hatte auf klassenfahrten dann was kuscheliges, wenn man mit seiner flasche "mc two" zwischen ingrid b. und andrea s. lag und draußen der kölner dom im nachthimmel verschwand. ich habe gehört, dass eine fahrt von wiesbaden nach ffm nahezu oder sogar über 10 euro kostet. 10 euro? wie bitte? kann man dafür nicht inzwischen nach stockholm fliegen? auf jeden fall kann man da mit dem eigenen auto fahren, wenn man eins hat. oder man ist millonär und will mal etwas total abgefucktes und crazy seiendes erleben: beim bummel von der ersten klasse durch die elendige zweitklassigkeit und zurück. das regt mich alles auf. ich muss härter werden. viel härter.
ostern in yorckshire
nicht jedes mal an ostern ist es so schön kuschelig wie heuer. zum beispiel 2003 in diesem komischen jahr, das einerseits wunderbar war, andererseits diese zwei grauenhaften monate april & mai inne hatte, die mich ja fast um den verstand gebracht hätten, andererseits hätte einerseits ein andererseits einseitigeres dasein einerseits auch zum stillstand geführt und dann wäre vieles gar nicht so gekommen, wie es schließlich kam und kommen musste. deswegen hat alles doofe auch sein gutes.
jedenfalls ist das gar nicht so unoft so. oft genug. diese ostern waren
süß und lieblich. wie sich’s ein quasi erwachsener mann so vorstellt.
wir aßen viele kräuter und meeresbewohner und hatten uns insgesamt alle
ziemlich lieb. das wetter war ja auch ganz schön und irgendwie ist gar
nix aufregendes passiert, auch das kommt mir ziemlich zu pass.
r.k. war traditionell wieder skifahren in kitzbühl.
mit uli hoeneß und wibke phantasmagoria klükk. es war extrem
interessant, da uli hoeneß die anderen beiden in die geheimniswelt der
schlitzöhrlichkeit einweihte. jetzt wissen sie bescheid. wir können uns
auf was gefasst machen.
ludmila die praktikantin mit dem schier unzügelbaren drang zur
gestaltung haben wir an die leine gelegt. sie hat keinen zugriff auf
computer oder malstift. so hält sie erstmal still. sie ist jedoch
bestens versorgt mit quappen, mus und gebräu. da muss sie nicht darben.
jana zett ist aus transylvanien
zurück. sie scheint genesen, ich kann es aber noch nicht mit sicherheit
sagen, denn noch ist ja heute, noch ist nicht morgen. morgen wüsste ich
mehr, wenn ich mehr wissen würde können können, aber ich bin ja beim
akupunkteur und lasse mich zum aufrecht gehenden pieksen. jana müsste
aber aus transylvanien zurück sein. sie schrieb mir a) ein gutgelaunte
shortmessage und b) eine multimediamessage deren text ich zwar lesen
konnte, deren mulitmediale herrlichkeit mir jedoch verborgen blieb.
mein mobiltelefon ist ja nun auch schon zwei jahre alte, zwanzig mal
runtergefallen und da muss es auch nicht mehr alles können. das kleine
drecksding.
eric unser dynamischer mann von der linken rheinseite ist mit seiner
arbeit so weit fertig, er muss nur noch irgendeinen roten knopf drücken
und dann könnte man mit den terminen loslegen. ich hoffe man legt mit
den terminen dann auch los. gibt’s überhaupt termine in einer stadt, in
der gar nichts passiert. ich hoffe es sehr.
und meine hufeisendaseinberechtigung ist noch nicht abgelaufen. ich bin
noch immer nicht über’n berg. ich bin quasi noch im tale, wo die
apfelbäumchen blühen und die vöglein zwitschern. das haben die liebe
finnin und ich ganz genau gesehen. das war unser ostern. im kopf und im
herzen. die meisten träume werden wahr. ich weiss das.
lemmke
hach wie wird mir in der schräglage. man bemüht sich halt. die anderen bemühen sich auch. die sind alle ganz prima. die und die technik machens möglich, dass man sich auch als hufeisenmagnet wie ein kompletter mensch vorkommt. aua. wir sind schon ’ne dufte truppe. ich müsste mal jemanden zum hühnerbrühe kochen abkommandieren, aber das kommt ja gleich wieder so despotisch. man müsste da mehr machiavellistischer denken. dann käme es noch darauf an, dass die anderen sich in ihre zugeteilten rollen fügen. da hat man’s ja seit der aufklärung eher schwer, wo doch jeder arbeiter mit selbstbestimmtungsgedöns angeschissen kommt. die gewerkschaften sind schuld. an allem. und natürlich die spd.
bei uns in der firma gehts drunter und drüber. es klingele laufend das telefon, sagt man mir. das ist ein gutes zeichen, sage ich mir selbst. ach ja und das habe ich ganz vergessen, seit dem 15. diesen monats haben wir eine neue mitarbeiterin an bord des ausflugdampfers royalkomatösia: ludmila. kommt aus der mainzer schule. die wiesbadener hatten wir ja jetzt schon zu genüge. die waren alle sehr unterschiedlich in der anmutung. da glich wirklich kein ei dem anderen. keine linie zu erkennen. alles rabauken von unterschiedlichster arbeitsauffassung. es passte jeder in seine zeit.
knurps. knurps ist auch so ein geräusch. obelix macht knurps wenn er ein wildschwein verschlingt. nur frage ich mich, wann macht es denn da knurps? wenn man einen knochen zerbeisst doch nicht etwa? dass der knochen zerbeisst? das macht der doch nicht. der hat doch eine vorbildfunktion. wenn das kleine kinder sehen, machen die das doch direkt nach. da kann man seinem kind ja kein wildschwein mehr vorsetzen, das ist im stande und isst die knochen auf. das hat der feine herr jetzt davon. knurps. mir wird speiübel bei dem gedanken, dass auch die hühnerbrühe knurps machen könnte…
pfrühlingszwiebelmonarchie
huhu leseratten. es ist frühling und der autor liegt am boden. ca. 45cm darüber. er konnte sich grad noch aufs bette schleppen, die undynamische sau. ich glaube ja jetzt an die chinesische heilkunde, darum wird alles wieder gut. heute jedoch am frühlingsanfang, da ist larmoyanz ein großgeschriebenes wort, welches auf meiner stirne ruht. ich, der ich einmal in der ersten und dann in der dritten person schreibe und umgekehrt. er weiß sich nicht zu entscheiden. das erinnert mich irgendwie an die anfangsszene von „asterix und die trabantenstadt“. während andere nämlich die spinne gelesen haben, habe ich mir das comicum latinum groteskum erworben und fort an konnte nix mehr schief gehen. dass ich nicht lache. also frühlingszwiebelanfang ist also heute. für mich ist das immer der 21. sommer, herbst, winter, frühling immer der 21. des jeweiligen anfangsmonats (jun, sep, dez, mär). in meiner welt ist das so. da wird vieles vereinfacht dargestellt, damit ich’s auch verstehe, denn siehe oben, ein richtiges latinum hab‘ ich nicht. und falls ich doch manchmal einen klassenbucheintrag nachlese frage ich mich ob ich… naja. aus dem kopp in die datenbank. das ist mir das liebste. ach und eintracht frankfurt hat heute gewonnen. und auch sonst… bis auf den vermaledeiten rücken, ist alles ganz okay. es könnte schlimmer sein. es war schon schlimmer. leider kann ich den blauen himmel nur vermuten. ich sehe nur ein ibook und das da:
zerfleischt zu sein bedarf es wenig
müssen eigentlich schäferhunde immer irgendwen zerfleischen oder geht es auch drunter? ist das zwanghaft? eine neurose? unterdrücktes welpenerlebnis? zerfleischen kann ganz schön ins geld gehen. schäferhunde sind schweine. ich persönlich finde die meisten hunde sind nichtsnützige arschgeigen. was ich noch gut finde sind plüschhunde, tim-und-struppiesque hunde und teckel. nein teckel nicht, war nur spaß. schäferhunde sind grauenhaft. nicht umsonst heißen sie deutsche schäferhunde. früher hießen schäferhunde blondie. schon die besitzer dieser hunde sind arschgeigen, ebenso wie gerd hauke, früher schauspieler heute hundenarr. schon, dass hunde anhänger des zerfleischertums sind, ist grund genug sie zu hassen. zerfleischen ist das gemeinste was es gibt. wer zerfleischt sonst noch? katzen, goldfische, kakerlaken, äffchen, drakoner pferde? auf gar keinen fall. ach ich bin sauer.
als ich vierzehn war schenkte mir ein junge dame, auch sie war ungefähr vierzehn, einen stoffhund mit der wahrscheinlich nachlässig formulierten bermerkung, ich dürfe ihn nie wegwerfen, das sie sonst stürbe. aus vielerlei umsichtigen gründen, man weiss ja nie, habe ich mich stets daran gehalten und ihn nie entsorgt. so sitzt er heute immer noch in meinem kleinen zimmerchen und blickt mit feuchten hundeaugen treuherzig vor sich hin. dieser hund würde niemals irgendetwas zerfleischen, selbst wenn er könnte. mit den jahren ist er mir ein guter freund und ratgeber in alltagsfragen geworden. oft orakelt er spezielles oder er wiegt seine ohren im wind. er hält nichts von karieten zebras und kennt auch keine blonde fee aus tokio namens lola. mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit ist er vegetarier. helm helmo hat einmal vermutet, er könnte auch der imperator sein, doch das war dem stoffhündchen unangenehm, so verwarf helm helmo diese theorie wieder. eines tages wollten wir ihn mit einer freundin verkuppeln, die war darauf hin sauer und suchte ein berliner ladengeschäft der h&m-kette auf, um sich den frust von der seele zu kaufen. da war das hündchen traurig und bat mich von derlei aktionismus abstand zu nehmen. ich habe ihm versprochen dies zu beherzigen.





