wir schnäuzen alle in eine karlsberger oblade, denn wir wollen sparen. man darf die ressourcen nicht unnötig strapazieren, so befindet sich der trauerschleim von herrn bee auch an meiner knollennase. ein schönes gefühl, das heute abend mit einem wodkahaltigen getränk hinunter in den tiefen schlund des vergessen gespült werden muss. ich meine den trauerschleim. frau lorenz können und wollen wir nicht vergessen. diese rotzfreche göre, die uns einen um den anderen tag das leben und vor allen dingen das design erklärt hat. wo wären wir ohne sie? vielleicht auf dem zenit, vielleicht aber auch im fegefeuer. nicht immer, eigentlich selten habe ich genau verstanden, was sie alles erzählt hat, sie war… ach mensch, sie ist ja auch immernoch abwechselnd so quirlig wie ein junges reh und dann auch wieder ruhig wie eine wanderdüne. man konnte es nie vorher wissen, aber dies ist mir ja nicht fremd. wenn man morgens das sedanland betritt, dann ist es immer ein abenteuer. die eigene firma hängt einem manchmal zum hals raus und dann wieder möchte man sie und ihre Geschöpfe mit ins bett nehmen. mal so, mal so. mal hüh mal hott. mal eis mal feuer. mal himmel, mal hölle. mal burger king, mal mc donalds, mal lammfilet mit thymian, mal heiße sojamilch mit aufgeweichten cornflakes. mal tschechien, mal slowakei. mal bimmel, mal bommel.
good bye ddr. jetzt müssen wir tapfer sein. schon die nächste praktikantin kann der letzte scheiss sein. bisher hatten wir ja glück, gut der patrikant hat lieber trashposter heruntergeladen, statt zu arbeiten, aber auch er war einer der in die zeit passte, denn haben wir damals nicht alle trashposter heruntergeladen und: was sind überhaupt trashposter? oder lüdia mai long, mit dem segelboot und alle segel geflaggt in die brüllenden vierzigern und dann kokosnüsse schlachten auf den kerguelen. oder bmw williams, die eines tages aufstand und das haus verließ und man später merkte, ihre praktikumszeit scheint abgelaufen. sie hat kein wort zu viel gesagt. die waren alle ein spiegel der royalen seele. alles zu seiner zeit. royalkomm auf dem weg erwachsen zu werden. wir bekommen heute noch mails und briefe die an frau williams gerichtet sind und besonders der aldi-newsletter ist uns sehr ans herz gewachsen. man wird also erst in monaten merken, was wir an frau lorenz hatten. wie wird es am montag sein? man hat uns die tschechische seele herausgerissen. ich gehe davon aus, dass r.k. uns vepro, knedlo, zelo und moravsky vrabec (mährischer spatz) zubereitet, sonst werden nie mehr lachen können.
grimm grumm gromm
wenn man sich mal diesen idioten anschaut, der gerade schon wieder im fernsehen von terrorismus erzählt, dann muss man sich doch einfach eins ums andere mal fragen: wie konnte das passieren? früher habe ich immer gedacht… aber vergessen wir das. früher ist ja gottseidank vorbei.
jetzt bin ich erheblich unter druck geraten. unser mann für die grobe bratwurst, herr schreck fordert regelmäßigere einträge in das medium, an dem du lieber leser gerade sitzt und verwundert aus der wäsche schaust. warum werden eigentlich alle möglichen filmtitel bis zur unkenntlichkeit ins deutsche übersetzt (dragnet: schlappe bullen beissen nicht) und dann heißt der film über die brothers aus hanau hierzulande brothers grimm? vielleicht hat herr schreck darauf eine antwort. er möchte bitte mal darüber nachdenken oder unser ehemaliger mann für gebratenen kaffee in der pfanne, bull bulla. der weiss ja bescheid im bereich des anglizismus. er ist ja schließlich selber einer. aber mal unter uns, es ist eigentlich auch egal.
die webloggerin vom ende des augenrings versucht mich in ihrem blog zum suppenkasper zu machen, bloß weil ich ihren flur abgebildet habe. vielleicht bilde ich doch noch etwas ganz anderes von ihr ab. ich habe massig fotomaterial. das reicht bis zur übernächsten wm im eigenen land. sie hat von ihrer der-flur-ist-zu-eng-ausrede abgesehen und geht nun lieber auf den geburtstag einer katze. ich glaube sie hat den verstand verloren. aber sie sagt, ihr vater habe schon ein geschenk gekauft. die beiden stecken doch unter ein und derselben decke. die sind doch ein kopf & ein arsch. zwillinge seit der geburt getrennt. ich würde es meinem vater noch nicht mal erzählen, wenn ich meinen doktor in atomphysik gemacht hätte, weil er auch dann nur brummen würde um anschliessend einen tiefen schluck aus seiner pfeife zu nehmen. der vater der bloggerin weiss hingegen alles. brühwarm erzählt von der bloggerin persönlich. aber der vater findet alles niedlich. das ist ja überhaupt die größte frechheit aller zeiten. da bemüht man sich tag und nacht ein cooler drecksack zu sein. ein motherfuckerseiender pimp of the year und dann kommt der mann und findet es niedlich. ich weiss nicht, was ich dagegen unternehmen könnte. der herr… also jetzt nicht der herr, sondern dieser herr könnte mir aber mal verraten ob er auch den präsident der vereinigten staaten von amerika niedlich findet. falls ja, werde ich ein 17-jähriges schweigegelübte ablegen und zedern im libanon pflanzen. falls nein, mache ich einfach so weiter wie bisher.
sing sing
dass ich zwei einträge mit dem datum des 1. oktobers versehen habe, liegt nicht an meiner (durchaus faktischen) geistigen umnachtung, sondern an der unendlichen freiheit, die ich als autor dieser zeilen geniesse. ave maria. so siehts aus. freiheit die ich meine. vielleicht, aber das weiss ich jetzt noch nicht, schreibe ich auch diesmal 1. oktober, aber das kannst du vergessen. ich bin doch kein freiheitsüchtiger vollidiot.
an dieser stelle möchte der lieben und von mir sehr geschätzten und verehrten finnin einen gruß nach sing sing entrichten. dort sitzt sie in schwere ketten gelegt und fristet ein dasein als Gesetzesbrecherin. ich werde mir gleich im discountmarkt eine backmischung marmorkuchen, sowie eine feile kaufen. schon bald ist sie wieder frei. ich werde sie mit meinem Citroen Traction Avant am fuße der gefängnismauer abholen. ab da werden wir ein leben auf der flucht führen. aber auch eins was uns noch mehr zusammenschweisst. ein leben in saus und braus und gleichzeitig reduziert auf die liebe im einklang mit der landstraße. wir zwei. wir sind schon zwei. wir halten zusammen.
eben erreicht mich die nachricht von der webloggerin vom ende des rings, dass ihr flur so eng sei, dass man deshalb nicht in ihrer wohnung am freitagabend apfelwein trinken und talkshows schauen könne, sie habe schon blaue flecken davongetragen, so eng sei der flur. gleich will sie mir fotos schicken. jedoch nicht von ihren blauen flecken, sondern nur vom flur. die blauen flecken wären sicher pikanter in der anmutung gewesen. schade. aber dann schrieb sie mir, dass sie sich für diesen flur schämt. ich darf keine fotos veröffentlichen. daran halte ich mich. ich bin ein ehrenmann. ich gebe ihnen mein ehrenwort, ich wiederhole, ich gebe ihnen mein ehrenwort, dass die gegen mich erhobenen vorwürfe haltlos sind. so ein ehrenmann bin ich. wenn das der vater der webloggerin vom ringende sieht, entfährt ihm bestimmt wieder ein ?niedlich!?. da mach ich mir nichts vor. wir niedlichen hier. wir kleinen süßen frätze. wie wir hier im sandkasten hirngespinsterburgen aus wahrnehmungsstörungssand bauen. heisa. ich höre popmusik. ich glaube pop hat mehr für die menschheit getan, als johannes brahms und die ganze klassische musik zusammen. heisa. ich glaube schon. popmusik hat schon sehr viel angerichtet. man denke nur an weihnachten vor 1985 und seit dem. last christmas hat schon viel angerichtet. man kann es finden, wie man will. weihnachten ist tot. wir laufen in langen mänteln durch den schnee und spannen unseren besten freunden die freundinnen aus. anschließend setzen wir uns vors kaminfeuer und ertränken die wahrhaftigkeit in colarum. das ist die kopfweihnacht seitdem. seit den ewig währenden achtziger jahren. verfluchte achtziger jahre. man schaue sich nur an, was sie uns gebracht haben: dreiecke, kindermilchschnitte, rainald goetz, den prenzlauer berg, das lied last christmas und einen zu engen flur.
das gör und der lässige hund
miles davis. ascenseur pour l’echafaud. es ist ja schon wieder nachts. wird zeit, dass es morgens ist, damit ich wieder in die hölle von dien bien phu gehen kann um mich dem exemplarischen gefühl auszusetzen, der herr über eine milllion fliegen und würmer zu sein. nein, das kann es doch nicht sein. da muss doch noch was anderes sein, da draußen. ich frag mal nach. gern bekomme ich hierzu auch dumme antworten. aber auch welche bauernschlauer natur, dann ebenso zahlreich eine gegenfrage als antwort. ich frag lieber doch nicht nach.
in meinen kreisen herrscht der stillstand in allen bereichen, aber besonders in den technischen. über jede technische errungenschaft wird endlos diskutiert, es bilden sich gruppen entschiedener gegner von zum beispiel anrufbeantwortern, computern, modems, mobilfunknetzen, elektrischen dosenöffnern, geschirrspülmaschinen, espressomaschinen, fernbedienungen, fernsehgeräten, eisernen lungen bis hin zur wirklich nützlichen atombombe. alles wird zunächst einmal abgelehnt, bis dann beispielsweise die einst größten mobiltelefonantagonisten inzwischen ihre komplette kommunikation mit der aussenwelt mit short messages abdecken, während sie selbstgebrühten espresso saufen und keine folge von „king of queens“ verpassen. und das weiss ich auch nur, weil ich sie dabei via webcam beobachten konnte. dementsprechend war ich auch bisher der einzige in meinem engeren bekanntenkreis, der sein ganzes leben eins zu eins im weblog der geknechteten menschheit darreichte. das ist seit vier tagen anders. ich bin nicht mehr allein. eine junge dame aus der nachbarschaft am ende des rings veröffentlicht nun auch ihre alltagstauglichen abenteuer im blog. so erfähre ich heute zum beispiel etwas über ihre Gräuel vor unterschichtenfernsehzuschauer in ranzigen discountmarktkassenschlangen oder über abgeknickte scheibenwischer. das wird sicher noch interessant. leider möchte sie ungenannt bleiben. ich werde vielleicht mal einen link nach rücksprache auf den blog legen. sie ist sehr schüchtern. sie ist aber auch sehr frech. rotzfrech ist sie. ihr sympathischer herr vater hatte sicher ein schweres leid mit ihr zu ertragen. so was ungezogenes. ihr vater hingegen, das ist einer… ein lässiger hund ist das. dass der eine so rotzfreche göre in die welt gepflanzt hat, ist aus meiner sicht ein wunder. sicher hat er sich oft gefragt was die gestirne ihm damit wohl sagen wollten. eines tages baute er sich ein boot aus zeitungspapier und kokosnüssen und versuchte zu fliehen, er ruderte sich die seele aus dem leib, doch das aufsässige mädchen band zuvor das fluchtbötchen am kai fest. so musste der arme, jedoch lässige hund bleiben und den rest seines lebens an der seite dieser winzigen, müpfigen und doch auch sehr bestrickenden range fristen. manchmal besuchen die beiden uns im sedanland. dann gibt es grüne soße und selbstgebrannten apfelwein und wir stoßen auf die alten zeiten an, als die junge frau noch die geliebte eines sehr berühmten rechtsanwaltes war. hab ich zuviel verraten? ich denke nein.
wurstsaft auf capri
ich war auch nicht bei der nva. soviel kann ich sagen. ich war auch nicht beim bund, höchstens beim bunt, wenn nicht sogar beim kunterbunt. mein chef sah aus wie james brolin in der serie ?hotel?. deswegen musste ich zum bleistift auch gerne mal… wie erkläre ich das jetzt? also: die rasenflächen des blindenheimes waren von einer betonabgrenzung umrahmt. eines tages musste mit einem küchenmesser einen ca. 3,5cm breiten und 7,0cm tiefen graben zwischen rasen und betonumgrenzung ausheben. das war vielleicht klasse. und wie wird es mir gedankt? man behauptet heute ich sei einer, der herunter geschmissene gurkenscheiben verspeise. vor einigen jahren bezichtigte man mich gar wurstwasser aus bockwurstgläsern zu trinken. das ist eine schlimme verleumdung. andererseits hat die hier aufgespielte empörung mit meiner sozialen konditionierung zu tun. in meinem gesellschaftlichen gesichtskreis gehört das verschmähen von wurstwasser zum guten ton. doch warum eigentlich? gerade habe ich das dringende gefühl einen kräftigen schluck aus der wurstwasserpulle nehmen zum müssen. leider ist mir dies aus verschiedenen gründen nicht möglich. demnächst werde ich aber beim einkauf im discountmarkt dran denken. bockwurst im zarten saitling. lecker. eben hat der sohn von horst buchholz wiesbaden gesagt. jetzt werden wir hier berühmt. vor einigen jahren habe ich mit einem freund in einem keller eine flasche ketchup gefunden, derren haltbarkeitsdatum zwölf jahre zurück lag. wir kochten also bockwürste im zähen saitling, verspeisten sie zusammen mit zwölf jahre altem ketchup und kamen uns vor wie der selige käptn haddock.
der weblogerin vom ende des ringes würde ich an dieser stelle empfehlen das nächste glas kapern einfach zu öffnen und sich direktemang in den schlund zu kippen. ein einmaliges geschmackserlebnis. lange jahre durchlebte ich ein kaperndrama, dass auf meine geradzu abgrundtiefe leichtgläubigkeit zurückzuführen ist. mein großvater nämlich kolportiere, kapern seien fischpopel. da ich auch nie zu den leuten gehörte, die popel verspeisen, auch nicht die aus der eigenen nase gepflückten, kam der verhärteter nasenschleim von fischen für mich nicht in frage. heute denke ich anders darüber. ein leben ohne kapern wäre für mich ein verlorenes leben. das kapern von schiffen gehört heute für mich zum alltag. ich bin sozusagen der roland koch der weltmeere. schon bald werde ich bundeskanzler sein und kurz darauf die weltherrschaft antreten. wenn sich nur nicht mein enterhaken ständig in meiner unterlippe verfangen würde… es könnte so schön sein.
auf dem zeltplatz des grauens
grübel. blöd, dass ich mir nicht wünschen kann, dass ich weniger zu arbeiten und somit mehr freizeit habe. ich habe vor einiger zeit ein geschäft aufgemacht. das würde niemand verstehen. man würde mich steinigen, wie es in unserem kulturkreis üblich ist oder man würde mir glühende kohlen in den hintern schieben. auch das würde ich verstehen, denn ein geschäft aufzumachen um sich anschliessend weniger arbeit zu wünschen ist geradezu aberwitzig. nun sehe ich das ein und scheeme mich dafür, dass es eine wahre freude ist. zum beispiel r.k., dem geht es gar nicht so. der ist immer sehr konzentriert und knistert vor freude ob der vielen arbeit. er geht gerne auch am wochenende ins büru und schufftet tag und nacht für den erfolg. mich sollte man lieber häuten und meine gedärme den killerameisen zum fraß vorwerfen, weil ich so eine faule sau bin. r.k. ist nie faul und nie hat er keinen bock auf?s büro. ebenso herr bee, der ja meistens im eingangsbereich zeltet um morgens der erste zu sein. auch unser kurzgeschorener praktikant herr schreck ist schon in der herrgottsfrüh glucksend und grinsend dabei zu beobachten, wie er sich an den fakten zu schaffen macht. von den restlichen mitarbeiterinnen ganz zu schweigen. streberinnen wie sie sich nur ein ganz abgefeimter schleimer ausdenken könnte. aufrechten ganges, im pastellfarbenen kostüm und stets mit einem polierten äpfelchen im handtäschchen, so kommen sie allmorgens herein geschneit und singen die nationalhymne. also was soll ich mir wünschen? einen anderen planeten, ein lebkuchenhausboot auf einem flüsschen aus reinstem kakao oder lieber 1.000 peitschenhiebe auf die fußsohlen, weil ich so ein menschelnder nichtsnutz bin? vielleicht nehme ich doch lieber das lebkuchenhausboot. ein leben im lebkuchenhausboot könnte ich mir als gar nicht so sehr unangenehm vorstellen. wäre ich bewohner eines lebkuchenhausbootes, hätte ich bestimmt jede menge verehrerinnen, was ich jedoch vorher mit meiner geliebten finnin absprechen müsste. vielleicht hätte sie ein argument, dass gegen die verehrerinnen spräche. ich hätte gewiss ein einsehen, denn die finnin ist mir lieb und teuer. es wäre vielleicht ratsam meiner phantasie vorab ein lebkuchenhausbootleben ohne verehrerinnen zu empfehlen. zudem dünkt mir, dass so ein dasein besonders im hochsommer gewisse schwierigkeiten mit sich brächte. bestimmt hätte ich es schnell leid meine socken in einem morast aus zerlaufener schokolade und aufgeweichten obladen zu suchen, gewiss gibt es auch ein gesetz, dass das leben in aus lebensmittel hergestellten wohnräumen verbietet oder extrem einschränkt. zweifelsohne käme ich ständig mit der obrigkeit in konflikt und müsste auf montagsdemonstrationen für meine rechte kämpfen. bestimmt müsste ich dann mit dem dort stets anwesenden herrn lafontaine über john maynard keynes diskutieren und da wäre mir herr lafontaine sicher überlegen. was habe ich mich gefreut als herr lafontaine vor einigen jahren mit einer besonders populistischen rede auf einem spd-parteitag in mannheim, dem unerträglichen herr scharping den parteivorsitz entrissen hat. was ist nur aus herrn lafontaine geworden?! abgesehen davon frage ich mich gerade… wo waren wir stehen geblieben?
das wutmäntelchen
leg doch mal dein wutmäntelchen ab du alter bastard, sage ich mir selbst. und dann sage ich zu mir folgendes: ?ich hab das mäntelchen der wut doch gar nicht an. es ist mir viel zu eng. ich trage es nur manchmal auf dem arm umher oder ich lege es mir um die schultern. das ist alles. ich pflege das mäntelchen, weil es bei bestimmten prozessen hilft, aber lieben tue ich das mäntelchen nicht. man braucht es halt. oder man belügt sich selbt in fremde philosphien hinein und behauptet zum beispiel buddhist zu sein oder existentialist und wedelt mit stirner und schelling. sind punks eigentlich wütend oder gleichgültig oder dumm oder feige oder unformierter teil eine jugendbewegung? hihihi. waschlappen.? waschlappen sage ich und blicke hinaus ins dunkel der nacht. ins wiesbaden der hinterhöfe. mein lounge- und proseccogeiler nachbar schläft oder er sitzt im flugzeug nach irgendwohin wo?s lounges und prosecco gibt. ach ich wünsche ihm viel glück auf seiner parfümierten suche nach den glattpolierten oberflächen dieser erde. er ist genau richtig in dieser stadt, er kommt aus münchen. er ist wie die figur einer dailysoup. ganz schlechte bräunung, ganz dämlich verzupfte augenbrauen und hirnverbrannte telefonmonologe. ein leben abseits der bratwurstmatrix und schon abseits der ghettoboxermatrix in der wir (pluralis majestatis) hier leben. psyschich. versuche ich den unterschied zwischen denen und mir aufzuspüren, aufzuschreiben, bewerten und die gewonnen erkenntnis als fragenkatalog in meinen gedankenapparat einzubauen. ich die rampensau. ich die sau. ich jetzt bei mir. ich dann da drüben weit weg von mir und denen und dann wieder mittendrin. ich, wie es wirklich war. aber die wirklichkeit ist ganz einfach: zum beispiel ist meine waschmaschine kaputt. ich befürchte auch, dass der sandwichtoaster der lieben finnin nicht mehr so richtig funzt. ganz schreckliche ghettoproblematik. so ist die nacht auf den montag. so ist es jeden tag.
carmen oder bin ich das arschloch der achtziger, der neunziger j
kritiker sind ja von hause aus schon mal nicht unbedingt personen, denen man im marvelcomic einen charakter widmet. kritiker sind irgendwie auch würstchen. manchmal sind würstchen ja ganz lecker. ich sehe also einen kritiker (denis scheck) und den schriftsteller (die arschgeige wolf wondratschek), in einer sendung, die von einer der widerwärtigsten und erbärmlichsten erscheinungen im deutschen fernsehen (amelie fried) plus el symphatico giovanni di lorenzo moderiert wird. da hat dann der schriftsteller seinen naturgemäßen degout, seinen ekel, seinen hass, dann aber auch wieder seine selbstverständliche blasierte indifferenz bezüglich des kritikers erklärt und ihn damit dann in die dunkle, stinkende ecke der bedeutungslosigkeit gestellt, worauf ihm senta berger auch noch eine hühnersuppe kochen wollte und sich die schleimbeutelige amelie fried gegen den kritiker entschied, weil womöglich die arschgeige (wolf wondratschek) auch nächste woche noch mit seinem gesappel struppige katzen hinter dem kohleofen hervorlockt, während der leider nicht besonders ansehliche kritiker ja in der fernsehlandschaft ohnehin eher die arschkarte gezogen hat. analog zum interesse des schriftstellers am boxport hätte ich da am liebsten meine 27-unzen boxhandschuhe aus dem spint geholt und dem schriftsteller geradewegs einen leberhaken mit äpfelchen und zwiebeln über- oder untergebraten um ihm anschließend in großen lettischen lettern den satz ?die würde des menschen ist unantastbar? auf die dichterstirn tätowiert. vorher hätte ich die boxhandschuhe ausgezogen.
ich bin die mutter meines vaters
die supernanny kommt aus wiesbaden. hab ich gerade bei harald schmidt gesehen. sie hat dies erzählt und anschliessend wurde sich über das nachtleben meiner wunderschönen, arschbekloppten heimatstadt lustig gemacht…. nein ich kenne diese dame nicht, aber ich verleugne sie jetzt auch nicht, weil sie das nachtleben in berlin besser findet, als das in wiesbaden, was sie seinerzeit aber nicht gemerkt hat, weil sie ja, wies sie selbst sagt, noch heranwachsend war. man kann, und das sage ich aus erfahrung, aber auch schon im präpubertären menschenalter folgendes feststellen: wiesbaden hat kein nachtleben. die frage wird später mal sein: hat wiesbaden überhaupt leben oder sind wir hier vielleicht der mars von hessen. noch nicht mal guido westerwelle kommt aus wiesbaden. das ist hart. obwohl guido westerwelle wirklich sehr wiesbadenesque wirkt. wenn man jetzt feststellt, dass ich wiesbadenbashing betreibe, dann kann ich nur sagen, ja es stimmt, ich bashe wiesbaden, dass es eine wahre freude ist. wiesbaden ist eine arme sau. man sollte sie schlachten und einen schinken aus ihr machen. dann hätte jeder was davon, außer muslime und die finnin. beide verzehren kein schweinefleisch aus unterschiedlichen gründen. gerade erzählt philip boa, dass man in sich sehnsucht und heimweh entdeckt, wenn man nachdenkt. ich glaube er hat recht und weil ich solches heimweh nach einer heimat habe, strecke ich nun meiner heimatstadt wiesbaden die hand entgegen. ich möchte wieder gut freund sein mit der stadt in der ich lebe. mit der ich schon so viel erlebt habe (nicht so viel wie in berlin, aber schon ganz schön viel). diese klitzekleine kackstadt, die sich so gerne aufplustert wie ein rebhühnchen, obgleich es doch niemand sieht, noch nicht mal die da drüben in mainz, die spinner. man sagt, in mainz habe man die kühlschränke voll, in wiesbaden die kleiderschränke. na da sollten die mal einen blick in meinen nicht vorhandenen quasi-virtuellen-ikea-karton-übereinandergestapelten kleiderschrank werfen. ich besitze ungefähr 20.000 t-shirts und drei hosen, sowie zwei paar schuhe. das mit den kleiderschränken stimmt schon mal nicht. und der rest ist auch konstruiert. stimmt nix davon. deshalb ist guido westerwelle diese menschgewordene schwampel auch in bonn geboren und john mc enroe in wiesbaden. wiesbaden hat zum beispiel den balkan grill. der dort käuflich erwerbare balkangrillteller gehört zu raffiniertes speisen des ganzen kosmos. auch der dönerteller ist gesund und schmeckt gut. man kann seine schmackhaftigkeit nur mit heißer sojaschokomilch zerstören. oder heißt es schokosojamilch? schon oft hat frau glück mich belogen. warum nicht auch jetzt. frau glück kommt aus schwäbisch hall.
zurück zur realität
eigentlich verbietet es sich ja für einen guten journalisten, wie ich es auf gar keinen fall bin, nicht über jamaika zu schreiben, jamaika ist in aller munde. da ich aber selbst auf gar keinen fall ein guter journalist, geschweige denn überhaupt ein journalist bin, muss ich mich auch nicht weiter mit dem unerhörten inselstaat jamaika beschäftigen. frau glück war mal auf jamaika, sie findet jamaika bestimmt ?mmmmmmhhh? und ?sehr sehr gut?, aber sie findet ja auch cornflakes mit heiße soja-schokomilch ?sehr sehr gut? um nicht zu sagen ?sehr sehr lecker?. mir ist jetzt noch schlecht und ich habe das gefühl, frau glück ist auf dem weg ins gesellschaftliche abseits, wenn sie sich weiterhin derart grausame mahlzeiten zubereitet. frau glück, schämen sie sich für ihre geschmacklichen irrungen und wirrungen. sie wissen ja wie das sonst endet.
der komatöse zustand, der sich seit den wahlergebnissen und dem anschliessenden wahrnehmungsstörungsexzess des kanzlers (ich nenne sie ab jetzt nur noch herr schröder), extrem verschlimmert hat, löst inzwischen in mir das gefühl von schwerelosigkeit aus. ich wähne mich im schutze der dunkelheit des kosmos. mein name sei juri gagarin. eines tages also laufe ich (juri gagarin) über eine bunte blumenwiese. ich laufe sozusagen eine leicht abschüssige wiese hinunter (die szene erinnert visuell in etwa an den titeltrailer der serie ?unsere kleine farm?) und winke meinen warteten mitarbeitern zu, die alle in frauenkleidern unten im tale stehen und angestrengt in den weltraum starren. dort vermuten sie mich (juri gagarin), der ich aber in wirklichkeit die wiese hinunterlaufe und laut rufe, jedoch deshalb kein gehör finde, weil die rufe von einem wilden monster verschluckt werden. das monster trägt ein apricotfarbenes kostüm und verfügt über die rhetorische bildung einer brandenburgischen reusenflickerin. ich, im brioni-anzug und ausgestattet mit feinstem größenwahn, reite inzwischen ein weisses ross namens vostok. allmählich schwebend, gleitend enfernen wir uns vom planeten erde und erleben droben in dünner luft den aufstieg und fall der deutschen parteienlandschaft. bevor ich in die unendlichen weiten entschwebe, fängt mich der ganz in orange gekleidete mönch r.k. mit einem lasso ein. er erwischt mich gerade noch am linken fuß und zupft so arg, dass ich vom pferd rutsche, welches sich auf?s eigene gewicht reduziert geradewegs zum mond bewegt. bewegt ist gut… es fliegt mit einer geschwindigkeit von 30.000 km/h davon. ich jedoch bleibe in ungefährer erdnähe. r.k. der ausgemerkelte mönch, schafft es jedoch nicht mich zurück auf die erde zu ziehen und wird von mir über die grasnarbe einer verwunschenen elfenwiese geschleift. kurz bevor wir davon flattern schnappen herr schreck und herr bee das seil und glücklicherweise können sie mich so unter aufbringung all ihrer kräfte zurück zur erde ziehen wo schon ein mittagsessen auf mich wartet. kurz bevor ich die besinnung verliere, sehe ich wie frau glück mit einem diabolischen grinsen sojaschokomilch in einem kupferkessel über einem offenen feuer erhitzt.








