erledigt. wir sind am ende. fertig. aus. das war?s. naja nicht ganz. das sedanland will noch eine marginale verschönerung erfahren. das will der besitzer so. der besitzer, sein weiblicher eigenartiger adlatus, also dann wohl seine adlatussi und das kiköhn… da wächst kein dickichter urwald der freundschaft, nicht mal ein zartes pflänzchen. so sagen wir mal mehr, mal weniger entrüstet tschüss zum sedanland. zu den eigenartigen, arbeitsamen, stressigen, finstere, fröhlichen, kreativen und liebenden tagen im sedanland. das hat uns viel bedeutet. aber jetzt ist es nur noch eine trostlose höhle. wir haben ihr die seele herausgerissen und in zeitungspapier eingewickelt, wie die gläser aus der küche und die vielen rechner und die erinnerungen. jetzt kommt kühle luft hinein geströmt. es ist nacht. morgen ist samstag. ich bin leer wie ein schokoladenosterhase. bald ist ostern. bald wird es wärmer. naja…
MINOU, WIBKE, KIKI, BULLA, HELMO, GJOERN
mit dem erhängen des groszmoguls am samstag vormittag geht der anfang des neuen büros dem ende zu. das ist unser wunsch. dabei handelt es sich jedoch zur überraschung vieler, nicht um eine öffentliche hinrichtung, sondern um das aufhängen von wundervollen kunstwerken, welche harmlos und niedlich und schön sind und genau so soll die welt sein. am ende wäre jeder dahindörrende in der sahelzone supi erfreut, wenn die welt harmlos wäre. ich frage mich ob jörg immendorff einen computer besitzt. bestimmt nicht. oder doch? der plötzlich so sanfte jörg immendorff. ich kann es gar nicht glauben. so ein lieber mann der herr professor. das war nicht immer so. einen immendorff hätte ich auch gerne im büro hängen. neben vielen anderen dingen. ich bin mal am morgen nach einer reichlich befeierten nacht, im schlafzimmer der eltern einer jungen frau, derren namen ähnlich einer bekannten rockröhre klingt, erwacht und erblickte dort eine ausgstopfte pygmäin. da habe ich aber gestaunt, mich dann gegruselt und anschließend das haus verlassen. draußen schien die sonne und es war herbst, was man am gelb der blätter erkennen konnte. so war das damals. während wir ja heute das neue büro beziehen. da möchte ich mich auch recht herzlich bei den helfern und helfershelferin bedanken: minou, wibke, kiki, bulla, helmo, gjoern boebelsund… danke! beim schlozz und dem r.k. bedanke ich mich hier nicht, denn die können ja froh sein. die sind ja auch froh. das ist alles so komisch neu und frisch herrlich und wir kukken uns im sedanland um und denken, was für?n scheiss. weg hier. komisch. damals hätte ich schwören können, wir wollen da nie weg. niemals. damals habe ich mir überlegt, wie wir wohl eines tages die wohngemeinschaft von oben drüber rausekeln könnten um dorthin zu erweitern. wie könnte man die herrschaften unbemerkt umbringen und deren, von mir höchstpersönlich mit einer stumpfen säge, zersägten einzelteile draus im walde vergraben, ohne dass die instanzen aufmerksam werden. jetzt ziehen wir weiter. näher an den wald ran. da ist?s für die nächsten drei jahre okay. dann ziehen wir weiter. und mit uns die bilder des groszen moguls.
BUERO OHNE NAMEN
och…
dann schreib ich mal was. der groszmogul hat mich freundlich
angehalten. eins zu eins ist es ca. so: im büro ohne namen liegt der
teppich, die wände sind getüncht. ein haufen dreck liegt unten im
foyer. alte schäbige teppiche mit farblichen irrungen und wirrungen
versehen. lampen liegen herum, warten erhängt zu werden. wir warten auf
telefone. warten auf zeugs aus der welt des versandhandels. der
groszmogul selbst und seine erstrangigen kunstobjekte tragen wir
samstag mit der sänfte herein ins büro ohne namen. das kiköhn sagt:
kukk mal der alfmann und das sedanländchen. das gibt?s jetzt gar nicht
mehr. schnüff, sage ich. erkhan stimmte heute auch schon das
abschiedliedchen an. geschnüfft haben wir da. und gesagt, na es war ja
auch gut so. und weisste noch wie?s anfing? mit all dem sonnenschein
und dem pfeifenden love lovner, dem schwermütigen kindskopf . und
weisste noch… zearöbb. und die glühende sonne des jahres 2003, mit
gelegendlichem platzregen und so und wie die finnin zum erstenmal im
sedanland stand. da gabs zum mittagessen wassereis.
jetzt brummt
der laden. er brummt so laut, als wärs ein tinitus im köpfchen. tag und
nacht. manchmal kaum auszuhalten. aber noch sind wir erst am anfang.
man muss sich immer am anfang wähnen, sonst wird?s verzwickt. sonst
wird man alt und staubt ein.
realität: der schlozz steht im büro
ohne namen, steht im sedanland, ist hier und dort. der reisst sich den
kleinen schlozzenarsch auf. fürs gelingen. das macht er gut. und das
kiköhn a.ka. finnin schrubbt sich die hände auf. für ein neues büro.
und hh hh hh… die nerven liegen blank… sagt man so… ist aber
nicht so. denkt man sich halt, weil man nichts anderes weiss. wir sind
auf dem guten weg. und danke telefonanbieter, dass du uns am montag
schon das netz abgestellt hast. das macht ja nichts. wir brauchen doch
kein internet und telefonie ja auch nicht. die kundschaft kann ja
vorbeikommen. das sind so sachen. stammelt sich mein hirn hier rein ins
blogroyalistische dingenskirchen. ich muss holz bestellen. japps…
AUS DEM HINTERGRUND MUESSTE SCHIESS RAHNEN
so! ich muss mal was tun. eigentlich wollte ich diese zeilen ja mit den worten: ?die junge jakobina niedlowskaja schimm zog einen schäbigen lumpen aus einer über und über mit…? beginnen, doch was dann? der umzugsplanungsstress, die aufrechterhaltung des geschäftsbetriebs, das ganze leben machen mir, fern der realität des krieges, schwer zu schaffen. kotze stonk… gott sein dank ist bald april. seit einigen tagen ist frühling. im sedanland selbst ist kaum noch ein klarer gedanke zu fassen. ich führe mit mir ein strenges regiment. nachts am rechner und tagsüber am telefon zum beispiel mit teppichhändlern am sprechen. nach mülheim-kärlich fahren. das gewerbegebiet in mülheim-kärlich ist eine typografische kotztüte. 2km schnurstracks durch einen urwald an logos. eine hölle gestaltet von blindwütigen rotzlöffeln. schlozz, das schlangenfinnöhn und ich. 3 stunden im teppichladen, 2 jungen herkünftigen nord- und mittelafrikanischen herren beim zerschneiden von teppichfilz zugeschaut und uns darauf geeinigt: so freundlich, kompetent und cool wären wir von rosahautfarbenen nicht bewirtet worden. um uns rum schrott in schlingenteppichform. das ertragen, teppich plattgesessen, currywursttopf und schaschliktopf gekauft, fürs büro. englisches weingummi gegessen. russische imbisstände bewundert. kaputtenen rücken strapaziert. die finnin und der schlozz sind tapfere leut. erkhan erweitert indes das cssesque an unserer kleinen, aber richtigen firma. boebelsund ist in freiburg. schröder verlegt den teppich. es ist grad umzugzeit. es wird frühling, langsam. ich finde schon noch worte. später.
das freudentuermchen & der loesungsmittelexperte
?jeden abend in eden labend, stelle ich unseren fucking wasserkocher an und brühe mir grünen tee auf. eine ganze kanne und die kipp ich mir rein. maßlos wie ein wal sich plankton durch die barten siebt, so glu glu glu… läufts teelein im schlunde gleich einem flussbett im tessin hinab. und mein name soll nicht pello osarios martius pankratio anderson von tschakoski zirmoweir sein, wenn wir nicht bald…?
?kwi kwa kwukkk!? sagte das kiköhn und plusterte dabei seine wangen auf. ?was erzählt er da?? fragte erkhan mit vorgehaltener hand den schlozz emil bienenschlau, der ja landläufig der bienenschlauberger vom dienste ist, ?ich glaube er hat den verstand verloren.? ?das ist gar nicht möglich,? weiß der kapellmeister gjoern trond arne boebelsund zu berichten ?ich kann keinen unterschied zu sonst feststellen. das kann also nur bedeuten, dass er entweder nie einen verstand hatte oder aber er hat einen genialen plan. zweiteres ist allerdings nahezu ausgeschlossen.? die anderen nickten und schabten mit ihren tässchen auf den vom schreck in einer nacht- und nebelaktion heimlich auf hochglanz polierten tischplatten. der pompatz indes, von dem man hier auf hintertückische weise sprach, ließ sich nicht beirren: ?… mit einer erfolgsquote von bis zu 1000%. und weil das so ist, müssen wir uns hier auch wieder auf unsere kernkompetenzen zurückorientieren. wir sind doch knackige gestaltungsexperten mit knoff hoff. wir haben doch was auf dem kerbholz. du kleiner vorlauter kettenraucher mit einer garantiert alsphaltfarbenen lunge, du mit deinem körperfett von 11%… schnüff, du wunder-, wunder-, wunderschöner knabe… schneuz… du knetmännchenartiges freudentürmchen in den harschen winden der räudigen zuchten des erkhans und meiner, wo du stets wie die flamme in einer sturmlaterne flatternd, doch standhaft, deine bestimmung in dieser rauen see gefunden hast. du boje du. und du erkhan, der du ein begnadeter herausfinder und lösungsmittelexperte bist, welcher in den zeiten von spenunzenknappheit und zerzauster lebensumstände, voll windiger karlheinzen, ungelöster torwartfragen, von hessisch sprechenden anzeigenwerbern, umweht von popkulturellen verbrechen, philisterhaften stirnigkeiten, von alten männern mit wehenden weissen haaren, die dir in megaphonischer urgewalt den immerselben sermon in dein ohr belfern, in zeiten, in denen brennende flöße die strudeligen ströme fiskalischer katarakte hinuntertreiben und an den ufern unserer nach freund und wonne schmachtenden seelen infernale feuergarben… und äh…?
LEERE
minimum. wir werden mal die streichbrigade zusammentrommeln. was mich wundert ist, dass wenn man auf dem markt nach mitarbeitern oder mitarbeiterinnen sucht, dann ist der markt wie leer gefegt. wahrweise haben studenten wahnvorstellungen, in deren gegenwart sie gehaltsvorstellungen von 50,00 euro/h haben. ein paar teelöffel vitamin c helfen bisweilen bei psychedelischen drogen. ansonsten beschäftigen sich der schlozz und ich mit umzüglichkeiten. man muss jetzt die wände streichen. minnie maus problematiken von fruh bis spat. teppich legen und so. halberstadt wäre da eher eine problematik. aus verschiedenen gründen könnte man konstantin wecker auch mal einen auftritt verbieten. er geht einem auch auf den wecker. willi ging ja noch. am anfang, aber nicht die nazis, die haben hier nichts zu verbieten. das ist immer grande problematik. ich könnte kotzen. deutschstunde. aber wo sind mein gedanken, wenigstens die wirren? nehmen wir mal an man gäbe mir ein thema vor. irgendeins. da könnt ich mir was aus dem ärmel schütteln. ich kann nicht denken. grad fällt ja auch kein schnee, sonst könnte man fabulieren. ohne schnee… keine chance. vielleicht wieder im april.
EIN PRUNKVOLLES DASEIN
aua. mein kopf sagt peng und aha. es ist später geworden. wie jeden abend. und wenn mich mal jemanden fragen würde, was ich eigentlich so mache, ich meine jetzt so rein berufstechnisch, dann wüsste ich oft gar keine originelle antwort. ich zupfe am laken. ich bin verantwortlich für den knick im kissen. die anderen machen was ganz anderes. und dann sitze ich eigentlich im geiste längst in einem betonwürfel in einem land ausserhalb der deutschen industrie norm. mit der finnin und mit vermeindlichen und unvermeidlichen schafen. meeeh. muck. jetzt sitzt also ein habilitierter weltraumforscher im nachtprogramm und eben noch dachte ich auf wundersame weisse, es handelte sich sicherlich um den protagonisten einer speziellen schwulenbewegung. man mörtelt sich aber auch gemütliche vorurteile ein. sicher hat sich die texteinblendung geirrt. könnte aber auch sein, dass der herr im fernsehen auf beiden gebieten federführend ist. dann stimmts wieder. und die spekuninze… die podalzie… also die blume, die hier vor mir neben dem guten alten G3 ibook und dem stimmungsvollen 5 armigen kerzenständer der claudia heimann, welche inzwischen in stockholm weilt und mich erst kürzlich über ihre aufenthaltstermine hier im nizza des nordens, das ja weit südlich der schwedischen hauptstadt liegt, welkt. sie steckt in einer limoflasche (die blume), von welcher ich mal dachte, deren inhalt sei das leckerste was der herr uns liederlichen erdwürmern geschenkt hat. kurz darauf frug ich mich, ob ich mich wohl täuschte und nur von der schönen form der flasche, dem sorgfältig gestalteten und auf alt gemachten etikett, sowie dem flirrenden sommerwetter damals beeinflusst, ein fehlurteil abgab. heute denke ich, demnächst, wenn wir mal wieder in wissembourg in unserem lieblingssupimarkt sind, kaufe ich zwei neue flaschen (dann haben wir vier) oder ich kaufe drei flaschen (dann sind es fünf) und stimmts wieder illuminatentechnisch und wir können eine installation aus fünf leeren limoflaschen mit schnappverschluss entwerfen. oder wir können ein zweiglein thymian hineinstecken und mit preisgünstigem olivenöl aufgiessen und südfrankreich spielen. ach es gibt so viele möglichkeiten sich ein prunkvolles dasein zu gewährleisten.
ZWISCHENSTAND
ach so, ja. hurra! wir ziehen jetzt um. weg aus dem sedanland. dann wird?s kein sedanland mehr geben. ich habe schon einige potentielle nachmieter gesehen… ein sedanland wird es so nicht mehr geben. abgesang. in den vergangenen tagen gings so: wir haben also lösegeld bezahlt, unseren lieblingspraktikanten von allen praktikanten in den ruhestand verabschiedet und im mittleren kreis dann das sedanland mit benzin übergossen und angezündet. wenigstens im geiste. im geiste sind wir stark. das waren die letzte tage. ist ja auch ausser viel, viel arbeit nicht viel passiert. wir müssen mal den zeitpunkt finden die ersten schritte in der neuen heimat anzugehen. farbe an die wand, boden rein, b und o rein, das eisfach auffüllen. heute hat der schlozz ca. 5 stunden mit der telekom und mit 1&1 telefoniert, weil der umzug von 1&1 nach deren angaben ungefähr so vor sich gehen soll: die schalten uns ab und drei bis vier wochen später drüben am fuße der düreranlagen schalten die uns wieder an. wo wir derweil ein netz herbekommen? ditt kann ick ihnen nicht sagen. ditt wees ick do nich. wattfrahnsenn mich? ja leck mir am arsch. is doch mia ejal. eins und eins mit mach zwei auf den mond schiessen. die telekom ist zur zeit irgendwie kooperativer. wer hätte das gedacht?! so zwiebeln wir uns durch den schnee. wir krümmeln uns. im sedanland siehts aus… habe heute mal gespült. im neuen haben wir eine spülmaschine. und glasbausteine und kamin und platz und foyer und eine eigene treppe und eine eigene tanzschule unten drunter und ich besuche den taekwondo kurs für anfänger und einmal am tag geht?s in den wald bei tschakoski glomm. leck mich am arsch. und die herrschaften vom sedanplatz können uns die einfahrt komplett zustrullen. es ist mir egal. hat sich eh nie jemand drum gekümmert. und hier im hause ist ja auch jedem alles egal, ausser man steht mit der karre in der einfahrt. und die pakete können sie in zukunft wieder bei der post abholen. ein danke gabs auch nie dafür. der symphatische paketbote zieht mit uns um. er ist der beste paketbote aller paketboten. der ist klasse.
der kommt mit uns. was auch wegfällt sind dialoge wie: ?brauchste was vom kiosk?? ?oh ja!? ?kannste mir was mitbringen?? man muss jetzt weit laufen zum nächsten lädchen. wer schenkt uns ein bäckerfahrrad? ach was, wir kaufen eins. alles ist irgendwie so möglich. wir hören den swing in unseren köpfen. fahren opel blitz mit einem haufen schwarzkohle hinten drauf. mir ist ganz anders.
aichmophobie
als sie ihr betriebseigenes schwimmbecken wegen des verlustes des schreckes, der sie in richtung der ehemaligen krusischen volksrepublik samunira shing verließ, voll geweint hatten, ward einen moment stille. der himmel glutrot, die leise wiegenden pappeln warfen pappeltypische schatten auf feld und flur. die kraniche standen bewegungslos am himmel, was so unrealistisch aussah wie es war. das war der moment, als der kleine schlozz emil bienenschlau mit einer arschbombe die frühlingssaison eröffnete. ?hurra!? schrie der schlozz und ?boing!? antworte das wasser brüskiert, da es vor lauter tränensalz und der wunderlichen phanatasie des autors ein eintauchen nicht zuließ, und deshalb der schlozz wie ein flacher stein über die wasseroberfläche glitt und am fuße eines nahegelegenen kakteenwaldes zum stillstand kam. ?das war knapp, wo ich doch an aichmophobie leide!? ?ich auch, ich auch!? rief pello osarios martius pankratio anderson von tschakoski zirmoweir. ?ich nicht?, herrschte r.k. die verweichlichte phobienmeute an und zog sein schwert. ?ohoo! ihr wollt es wissen… na dann habe ich hier die richtige antwort!? replizierte taschkoski zirmoweir die kühne aufforderung zum kampf und zog aus seiner hosentsche einen exakt 235cm langen stab aus reinem pilltrischem sürenium. ?wuff… klong! klong!? schepperte das r.k.sche schwert auf das über und über mit quardrischen mäetonen besetzte kampfstäbchen des mannes, der diesen soeben gezückt hatte. ?hoo hoo hoooo!? rief er, in der tradition eines amerikanischen kaufhausweihnachtsmannes der späten fünfziger jahre des vergangenen jahrhunderts. so schlugen sie einige zeit auf einander ein und während r.k. meisterlich das schwert führte, denn er war ein meister mit über tausendjähriger tradition auf diesem gebiet, fuchtelte der p.o.m.p.a.t.z. schwerfällig, fast gelangweilt sein pilltrisches stäbchen und las dabei im sankoraskischen anzeiger. ?schaut mal hier, was sie hier schreiben…? rief er rüber zu der meute, die sich über die reste der vom schreck hinterlassenen sudvorräte her machte. ?du solltest dich lieber konzentrieren, sonst schlag ich dir den kopf ab.? empfahl r.k. während der aufgeforderte salz und chili auf ein wurstbröchen streute und aus der zeitung vorlas. ?hier steht… wenn ihr mir mal kurz eure ohren schenken würdet… hier steht…. wartet mal…. (murmel) kann sich nicht… haben es daher… ah hier… hier steht also: ?…so werden sie schon in wenigen wochen das sedanland aufgeben, es verrotten lassen und nach buljan sankorask übersiedeln, wo sie sich mehr und ohne vierspurig angelegten lärm mehrsspänniger kutschen auf ihre pinseleien und schnitzerein konzentrieren können. zudem dienen sie bockigen nachbarn nicht mehr als wegelagerer und seit dem weggang des bezaubernden love lovners ja auch nicht mehr als charmante plauderer und kaffeetrinker auf dem schmalen terrässchen, welches ihre grenze zum alfland zierte. sie werden uns womöglich fehlen, der schaden ist in diesen stunden noch nicht absehbar.?? ?kwi kwa kwuuuk… das sind ja wir!? rief das kiköhn und fiel in einen mehrstündigen komatösen schlaf mit folgendem traum: es war frühmorgens und die sonne schien wie gestört vom firmament hinab an welchem sie ja mit einem faden befestigt war, damit sie nicht hinunterplumpste, als der kapellmeister gjoern boebelsund mit einer 700 mann starken marschkapelle die vierspurige hauptstraße hinunter defilierte und so für ordentlich tschingderassa bumm sorgte. doch das ungeheurliche folgte als die hundertschaften unten am ende der hauptstraße, am platze der sankoraskischen einheit angekommen, mit ihren körpern das konterfei des herrn schreck nach bildeten. schweißgebadet schreckte das kiköhn aus seinem traum und blinzelte fröhlich in die sedanistische abendsonne.
mehr über die bedeutung dieses traumes, demnächst hier auf diesem monitor.
der schreck in unseren gliedern
?aber… aber…? schluchzte der schlozz emil bienenschlau verzweifelt und brach in bittere tränen aus. ?kwi kwa kwuuuhuuuhuuuk? weinte das kiköhn. ?ich ziehe es in betracht, mich selbst zu entleiben!? drohte r.k. und ?komm, o tod, du schlafes bruder, komm und führe mich nur fort. löse meines schiffleins ruder, bringe mich an sichern port. es mag, wer da will, dich scheuen, du kannst mich vielmehr erfreuen. denn durch dich komm ich herein zu dem schönsten jesulein…?? sang der kapellmeister boebelsund im tiefsten bariton. ?was für ein schönes lied… aber huch es handelt ja vom tod… wie gruselig…? gruselte sich frau glück, die via satellit aus brasilien zugeschaltet war. ?schau nur schreck, ich schenke dir meine sammlung dreister behauptungen und obendrauf noch ein paar einstweilige empörungen. hier, hier und hier die neunteilige serie verwegener fehleinschätzungen pack ich auch noch bei… ach was hab ich denn hier noch… sieh doch nur… eine bleierne ente aus meiner zeit in den säureminen bei tschakoski glomm…?
?ach, das ist uns aber jetzt unangenehm.? sagte der schreck verlegen und duckte sich unter sein tischlein, auf dem der kiköhnische ananaskuchen stand. ?ihr wisst doch wie bescheiden wir sind. mit uns darf man doch nicht so ein halligalli veranstalten, das strapaziert unsere egos aufs unnötigste.? meinte der schreck über seine manigfalitgen egos zu wissen und stieß mit dem kopf an die tischkante ?popp!? sagte die tischkante zu des schreckens köpfchen. ?aua!? rief der schreck.
?lassen wir die zeit bei uns im sedanland doch noch nochmal revue passieren…?
sie warteten einen moment und dann erschienen an der wand auch schon die ersten bilder. damals vor 6 monden in der herrgöttlichen früh, der pompatz hatte den letzten hirnverlorenen traum noch nicht zu ende geträumt, da riss ihn eine dunkle ahnung aus dem bette. man könnte sagen, da wo andere einen traum haben, da hatte der pompatz eine dunkle ahnung. er stand also auf und kratzte sich am bart ?wie geschieht mir. ich könnte doch noch einige takte schlummern. immerhin bin ich der chefkoch des sedanlandes, was trübe mich also zu dieser verdammten stunde hinüber ins tal der tausend türschlösser? welche ungeheure macht zupft an meinem ärmel, dass ich kaum halt finde hier auf dem würmerteppich vor meinem puddingbettchen. aaaahhhh… dunkle macht… lasst mich wenigstens noch schnell ein höslein überstreifen, die nachbarschaft ist sonst doch sehr entgeistert.? und so zog es ihn am morgen des 1. tag im 9. monat des 5. jahres nach der jahrtausendwende in das lande der sedanischen mirtonäen welche vor 700 septischen zyklen hyroniwheer dem staaks vom volke der poseunen in der schlacht bei kartorseir plepp in die hände fiel. ?ich bin zu früh. ich bin zu früh. ich weiss nicht warum, aber ich bin zu früh!? murmelte der pompatz auf dem wege vor sich hin. die sonne funkelte wie wild und es ward ein schöner morgen mit fiel knemm im blong. das wusste er wohl zu schätzen, der pompatz, der mit bürgerlichen namen pello osarios martius pankratio anderson von tschakoski zirmoweir hieß. ?und das mir!? fluchte er und schloss die 61 schlösser auf, die er gestern abend kurz vor untergang der sonne bereits persönlich zugeschlossen hatte. ?klicke di klack? und ?rassel? sowie ?sibbrissel? schallte es durch den hof nach draußen zum alfmann, der schon wieder betrunken an der bushaltestelle saß und passanten ungemessene phrasen an den kopf warf. ?uff, endlich auf.? sagte pello osarios vor sich hin, riss die rouladen hoch und erschreckte sich fürchterlich, denn der schreck, mit dem um diese zeit niemand hätte rechnen können, stand grinsend im weissen t-shirt und mit eigenartigem, ja hobbitähnlichem, jedoch faszinierendem, irgendwie zeitlosem, vielleicht etwas maniriertem schuhwerk vor ihm und hielt triumphierend sein two-by-four in die höhe. ?ja so leute kenn? ich. wie wärs wenn sie eintreten?!? sprach der pompatz und bat den schreck hinein. ?wir sind nicht alleine gekommen!? sagte der schreck und pello osarios martius pankratio anderson von tschakoski zirmoweir schaute sich um. ?wie sie meinen!? sagte er und fand ansonsten weit und breit niemanden anderen ausser den schreck. „wir sind sicher sie brauchen ersteinmal einen frischen sud. setzen sie sich hin, machen sie sich es in ihrem eigenen sessel bequem. wir setzen erstmal einen dampfenden sud auf, anschliessend erwerbe ich auf dem näherlichen türkenmarkt ein paar fläschchen brauner brause und dann, ach wir sind ja so voller elan, servieren wir ihnen eine köstliche schlachtplatte, welche wir beim nahegelegenen schlachter bereits bestellt haben. machen sie es sich gemütlich, legen sie ihre quadratlatschen auf die tastatur ihres… räusper… apple-computers, wir sind ab jetzt für sie da. sie dürfen uns nur nicht nach unsren fähigkeiten fragen. da sind wir etwas absonderlich, geradezu bizarr, abgespaced, full kränk, wenn sie verstehen was ich meine. aber das sollte sie nicht weiter stören, achten sie nicht darauf dann kommen wir gut miteinander zurecht.? der schreck tat wie angekündigt und bald hatte der pompatz ein reichhaltiges sortiment feinster spezialitäten auf seinem tischlein stehen und wusste nicht wo er anfangen sollte. der schreck hatte sich inzwischen vor einen der zahlreichenen monitore gesetzt, blickte hinein und fing an zu kichern wie vom wilden sputzebär mit einer pfauenfeder gekitzelt. ?was denn???? rief der pompatz verblüfft. ?och nichts!? sagte der schreck und schob seine unterlippe vor. so sollte es ab jetzt jeden tag sein. bis zum morgengrauen des 181. tages.
?und dann?? rief das kiköhn. ?dann ist heute! der morgen des 181. tages, an welchem uns der liebliche schreck verlassen wird. schaut auf den kalender. oh ach und weh, welch klageslied passt nun in meinen zymerischen schmerz…? klagte der schlozz. ?ich wüsste da eins…? freute sich gjoern boebelsund ?zwo, drei, vier…? ?still!? rief r.k. ?es ist mir nicht nach gesang. mir zittern die knie vor tränensackigkeit. selbst mein schwert hängt schlaff in der scheide. mir ist ganz flau.? ?ich werde nie wieder feste speisen zu mir nehmen können vor schmerz.? jammerte emil bienenschlau. ?naja vielleicht höchstens hier… die nummer 5 mit peperoniwurst.? ?pizza, igitt! wer hat lust auf eine schüssel dampf?? rief frau glück. ?für mich einen morafischen pudding!? plärrte das kiköhn aufgeregt. ?zeig mal den bestellzettel. ich esse alles.? schnalzte der pompatz. r.k. klimperte in seinem portemonaie herum und seufzte dann ?ich nehme die nummer 17?. ?the krusty krab pizza is the pizza for you and me! the krusty krab pizza is the pizza…? sang der kapellmeister. so zankten und freuten sie sich und das allmittägliche mehrstündige ritual des speisenbestellens nahm seinen lauf. der schreck nahm indes sein two-by-four, packte sein bündelein und fuhr hinaus in die wärmende mittagssonne, die allee der kosmopilaren hinunter, weg vom sedanland entlang der gemmlichen fluren in seine heimat wo sein weib i-riz schon auf ihn wartete und er war glücklich.





