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Schnalz

Es kommt selten vor, dass ich mich irre, na vielleicht irre ich mich zu 0,7%, wenn überhaupt und das wär dann schon viel, quasi übertrieben. Doch warum erzähle ich das? Warum mache ich mich mit solcherlei Anmaßungen unnötig unbeliebt?Du, ich weiß es echt nicht.

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Opak

Die von Opak müssen reden. Opak gefällt mir, ist aber auch ein bißchen wie Spex lesen mit 19. Und die vom McDoof behandeln pink gehemdete SuV-Fahrer bevorzugt. Morgen fahre ich mit dem Mitsubishi in die Fußgängerzone und kauf mir den Kaffee bei Starbucks.

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Tretsch

Kurz zum Bahnhof, die Finnin "weggebracht" und dann die Fluten durchpflügt, Kaffee gekauft (4x 0,2 kosten 4,00€, 2x 0,3 gibts für 3,98&. Jetzt rechnen Sie mal), im Parkverbot geparkt, jetzt im Büro. Aufregend, was?!

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Internetgemeindehouse

Wir Internetfuzzies sind wie Leprakranke, Irre, eine Mischung aus Aremorica und exvertierter Gefängsnisinselbewohner, Freaks die längst nicht mehr wissen, welchen Anteil sie an der Gesamtgesellschaft haben. Das wollen wir ja schwerlich wahrhaben, dass wir möglicherweise irrelevant sind.

Es freut mich sehr, dass die ePetition „Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten“ von Franziska Heine binnen kurzer Zeit über 63.000 Unterzeichnete verzeichnen konnte. Da könnte man ja jetzt jubeln, kann man natürlich auch, aber hat man damit jetzt einen wesentlichen Teil des Gesamtvolkes aktiviert oder nur sich selbst? Internetfreaks lassen sich schneller und kompakter aktivieren, wenn man weiß wo man das Stöckchen in den Ameisenhaufen bohren muss. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob das zum Triumpfzug reicht. Letztlich suggeriert es eine gewisse Masse, die es so aber nicht gibt und die möglicherweise keinen Einfluss auf das Geschehen haben wird. Hallo Defaitismus.

Es gibt da so eine 5%-Theorie, die ich natürlich weder veri- und schon gar nicht falsifiziert habe, ich kann das ja einfach so dahersagen, ich hab ja hier dieses Insinternetreinschreibsystem. Diese Theorie besagt, dass alle Teilnehmer an den großen oder wenigstens medienpopulären Bewegungen einen Bevölkerungsanteil von maximal 5% haben. Es waren also nicht die Mehrzahl der Studenten die am 2. Juni 1967 auf die Gasse spaziert sind, sondern ein geringer, von den Medien aufgepumpter, elitärer Haufen. Die Hippies, Punks, Montagsdemonstranten, Zensursulasager, beherzte Sozialisten, St. Pauli-Fans, Blogger, Twitterer, Sackpinscherzüchter… Das ist mal die Avantgarde, mal ein Haufen Irrer, es ist aber keine Gesellschaftsbewegung und wenn es dennoch zu einer wird, dann ist die Bewegung, die Idee, der Anlass tot. In der Masse hat die Bewegung keine Überlebenschance, denn die Masse macht Hackfleisch aus der guten Idee, infiltriert Geschmacksverstärker, Weichmacher, Konservierungsmittel. Die Masse hinterlässt einen schalen Geschmack. Die Masse scheint an der Entwicklung einer Kulturästhetik kein Interesse zu haben, die Masse braucht Geld und träumt von hochmotorisierten Gelände- und Rennwagen. Der Masse ist es wahrscheinlich scheißegal, ob es Internetsperren gibt, solange es kein Tempolimit gibt. Wenn wir also für eine Freiheit in diesem Internet kämpfen, dann kämpfen wir da für uns. Für uns Fuzzies, diesem überschaubaren Haufen an aktivierbarer Klöhngeister und Egoistenshooter. Vielleicht kann man das ändern, vielleicht ist alles ein wenig so, wie es der Ennomane es in seinem Blog am 3. Mai 2009 geschrieben hat. Das finde ich gut, aber vielleicht machen wir uns was vor. Wir sind ja auch wer, aber wir sind nicht das Volk. Ob wir die Elite, die Avantgarde, eine gemeine Gemeinde oder ein Haufen liebenswerter Irrer sind weiss ich nicht. Aber wir sind auf einem anderen Dampfer unterwegs. Wir sitzen nicht alle im selben Boot. Viele Menschen können mit dem Internet nichts anfangen, also fremdeln sie und weil sie unsicher sind, weil sie ahnen, dass da doch was sein könnte, was sie aber nicht verstehen, versuchen sie mit abschätzigen Bemerkungen Ihre Position zu erhöhen, damit wenigstens noch ein herablassender Blick bleibt. Wir müssen diese Menschen mitnehmen, sie aufklären, auch wenn einem angesichts kalkulierter und konstruierter Unverschämtheiten, die Kotze schon am Zäpflein kitzelt. Guttenberg („Es macht mich schon sehr betroffen, wenn pauschal der Eindruck entstehen sollte, dass es Menschen gibt, die sich gegen die Sperrung von kinderpornographischen Inhalten streuben. Das ist nun wirklich einer der wichtigsten Vorhaben in vielerlei Hinsicht.“) müsste es besser wissen, schließlich ist seine Frau Päsidentin eines Vereins gegen Kindesmußbrauch. Dieser Verein müsste ja nun in etwa wissen, wie das geht mit der Verhinderung von Kindesmißbrauch, was bzw. ein ähnliches Sperr-Projekt in Skandinavien gebracht hat und dass man durch berechnende Vermischung von Tätern und Aussenstehenden ein ganz schlammiges Feld bestellt, dem man später niemals mehr Herr wird. Solche Sachen.

Und gerade deswegen müssen wir raus aus der Internetgemeindenseligkeit, in der vieles stimmiger ist, vieles homogener und common sensiger als draußen an den Kassenschlangen im Supermarkt, an den Stammtischen, im Bundestag oder in den Warteräumen der Arbeitsämter. Die richtigen Leute im Fernsehen kann so ein Schritt sein. In der Sendung Zapp auf NDR – „Von der Leyen – Viel Show und wenig Konkretes“ war das überraschend anders. Menschen, die man aus dem Internet kennt haben eine Position eingenommen, man mahnte das wirre Vorgehen der Regierungslaien an. Auch in der Sendung C´t-Magazin im HR-Fernsehen wurden die Vorhaben der Zensursula und ihren Schärgen deutlich in Frage gestellt. Vielleicht gibt es ja noch Hoffnung. Aber Hoffnung, ach, das ist doch eine Erfindung der Mächtigen da oben um uns gefügig zu machen. Wie gehts also weiter?

Nachtrag 10. Mai/19:43 Uhr: Gerade auf Hugelgupf.de gefunden, eine umfangreiche Linksammlung zur Zensursulaproblematik in den Medien.

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Meine Seele ich durch den Schuss

Jetzt! Sage ich mir. Jetzt musst Du handeln. Und dann handle ich nicht. Aus Faulheitsgründen, aus Antriebslosigkeit, aus Gründen der allgemeinen Handlungsunfähigkeit. Nicht immer, aber schon manchmal. Denke ich, Du wärst schon längst Besitzer eines Berges oder eines Morastes mit einer erheblichen Vogelvielfalt, aber Du schiebst Deine Handlungansätze bis zum Rande des Tisches, von wo sie dann hinab falllen auf den Orient(ierungs)teppich von Gisela und Ortwin. So denke ich. Viele sagen, aber Du machst doch so viel, ich aber glaube, da ist noch mehr. Manchmal wünsche ich mir die Aufgeregtheit eines Berkeley Studentes aus dem Jahre 1967 unterlegt mit „Ohio“ von Crosby, Stills, Nash & Young. Was schaffen und es den müden Menschen in die Hand drücken. Eine Fahne für alle oder so. Ein Megaphon mit Parolen. Ein Ansatz zum Denken. Doch die Wirklichkeit ist grotesk.

Ich war grad in unserer neuen Wohnung (hab ich eigentlich schonmal erzählt, dass dies hier ein hyperselbstreferenzielles Blog ist?), ich war noch gebeutelt von „der Krankheit“, da habe ich ein Zollstock aus meiner modischen Macbook Pro 17″-Tasche, gefertigt aus voll originellen Turnmatten, gezogen (ich weiss gar nicht ob das mit der Orthografie immer so hinhaut hh hh h) und habe die Wohnung vermessen. Die Finnin hat ein Zimmer, in das passt meins gefühlte 30mal hinein, doch ich habe mehr Fenster. Ich maß eine Zimmerseite im gesamten und dann nochmal die Teilstücke, also Wand von der Ecke zum Fenster, Fenster, andere Wand vom Fenster zur anderen Ecke, dann addierte ich die drei Zahlen und verglich sie mit meinem zuvor gemessenen Gesamtmaß. Niemals, in keinem der vier Zimmer stimmte die Summe der Teilmaße mit dem zuvor ermittelten Gesamtmaß überein. Ich bin wirklich ein unfähiger Messer, dachte ich da stellte ich da fest. Ich kann mit einem Zollstock (eigentlich ja Gliedermaßstab) zum Beispiel eine Flying V nachknicken und darauf Zollstock-Gitarre spielen. Ich muss nicht messen können. Ich muss gar nichts können. Ich muss auch keine politsch relevanten Gedanken blogposten. ich hab im Jahr ca. 25-30 Deadlines, in diesen Momenten muss ich müssen, da muss ich funktionieren und zwar so, wie früher als Hamburgerhackfleischplattenbrater bei einer weltberühmten Kloppsbraterei. Wenn die Mittagszeit anbrach und die amerikanischen Besatzer-USA-SA-SS-Soldatenschweine zum Einkaufen vorbeikamen. Dann fuhr man Chicago-Turn. Falls Sie mal wissen möchten, was für eine niederschmetternde, menschenverachtende, erniedrigende, mörderische, hitleresque Arbeitsverrichtung der Chicago-Turn ist, dann lassen Sie sich bei meiner Vorzimmerdame einen Termin geben und ich weihe Sie ein. Bitte beachten Sie dabei mein mehrmaliges Zusammenbrechen, die Weinkrämpfe und die Selbstamputationen nicht. Es ist alles nur schwer zu ertragen.

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Oder vergessen sie den langweiligen Chicago-Turn und lesen Sie Peter Sloterdijk auf misik.at.

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Der Eit von Freih

Man könnte zum Beispiel auch auf die Technik der Guten vertrauen und dass die lahmen Typen von Zensursula und Magenta die Sache nicht in den Griff bekommen. Spätestens am Wahltag ist die Sache erledigt. Da hat es sich ausgestopschildert. Bin ich zu politisch? Bin ich zu naiv? Sagts ruhig.

Man wird so unzornig mit dem Alter. Man vertraut auf das Wird-schon. Und das ist gut so. Und das ist nicht gut. Beides stimmt. Man sollte sich nicht auf seine revolutionierenden Nachbarn verlassen und dass der Typ mit dem Che-Shirt was reisst oder die geschwätzige WG, die sich solidarisch gibt mit den Knackern vom Parterre und den Armen und den Schleppscheissigen. Das machen die mit dem Geld ihrer in den Banken und Stahlkonzernen dirigierenden Vätern, die ihrerseits von Freiheit träumen, was für die eine Fahrt mit der Harley die Route 66 runter ist. Freiheit im Sinne von Wolfgang Fierek, der sich das zur Lebensaufgabe gemacht hat von Freiheit zu verkünden. Wie bayrisch bratzt, was Freiheit ist. Eine Lederjacke und dann vorbei an leeren Ölfässern und Nazis mit langen Bärten. Das ist also Freiheit. Die ja alle immer so gerne haben. Früher mal dachte ich Anarchie wär was okayes, dann hatte ich einen faible für Räte, schießlich für Trotzki und dann zu den unseligen Zeiten des Rudolf Scharpings bin ich innerlich gewichen von der SPD und den Jusos, mit denen ich mehr Apfelsaft mit Schnaps gesoffen habe, als man so verträgt. Salonagitprop. Einmal, im Jahre 1990 für ungefähr 11 Tage, dachte ich, dass mir die Konservativen was bringen könnten, bis ich erwachte. Ich wollte gar keine Freiheit, der Gedanke an Freiheit war immer konstruiert oder politisch oder beides, weil ich immer frei war. Ja, werden die Zen-Biuddhisten rufen, das denkst auch nur du. Und jetzt in den eigenartigen unausgegorenen Zeiten des Mannes im Rollstuhl und der Frau mit den sieben Kindern, da kratze ich mir am Bart. Ist mir jetzt alles egal, bin ich zu nachlässig? Müsste mich die Wut packen? Ist Stasi 2.0 auf seine Website kritzeln wirklich eine Aktion mit Substanz? Da demonstriert man sich doch gegenseitig im Clubhaus die Haltung vor. Wie so oft. Mir kommen die Aktivitäten der Ursula von der Layen und ihren Schergen höchst rätselhaft vor. JA, und es hört sich krass dumm und unüberlegt an und man könnte meinen, als müsse man da panisch ausflippen. Es hat aber nicht den Anschein, als habe sich die Frau mit den sieben Kindern mit der Problematik wirklich befasst. Es ist, als säßen „die da oben“ an einem ewigen Stammtisch und handeln nach Laune und ohne jeglichen Sachverstand. Das ist bedenklich, aber das sagt mir auch, dass ein Denken und Handeln analog zu diesen Menschen gar nicht mehr möglich ist. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass mich die Handlungsstränge dieser Menschen irgendwie berühren oder einschränken. Denn: man handelt in seiner Zelle, Bundespolitik hat ihre Wirkung nur als Strapaze für die Sinne, wenn man sich darauf einlässt, aber irgendwie wird man da mit fertig. Ich frage gar nicht vorwurfsvoll, was die Römer für uns getan haben, ich weiss, dass sie uns die Abwasserkanäle, das saubere Trinkwasser, die Lärmschutzwände, Sushi und ein gerüttelt Maß an Sicherheit auf der Gasse ermöglicht haben. Aber auch nur, weil das die Bürger mittragen, weil sie einsehen, dass man sich dafür in jeweiliger Weise engagieren muss. Jegliche Absurditäten wie Internetsperren, werden aber, so glaubedenkehoffe ich verblassen und nutzlos dümpelnd ihren Platz in der Geschichte finden. Man muss sich auf die Zellen konzentrieren, auf die Familein, Follower, Freunde und Clubkameraden. Es zählt der Menschen-, der Sachverstand und der kategorische Imperativ. Das Internet und die Freiheit machen, davon bin ich überzeugt, was sie wollen. PFEIFEN IM WALDE.