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[bayernliga]

nah der alpen, da gibts ein kleines kaff namens münchen. wir werden
es jetzt lieben. von ganzem herzen. und weil das ehedem schon schwerer war,
mussten wir uns erstmal in typisch folkloristischer
ureinwohnertracht
dran gewöhnen. münchen ist ein schönes
dorf.

wenn du also mal mit deinen freundinnen an einen see fahren willst und die
wollen nicht, wenn love lovner so tut, als würde er was arbeiten und
wenn junge damen in reizender landschaft plötzliche eine autopanne vortäuschen,
dann ist was im busch. dann gibts eine faustdicke überraschung. so war
es auch am wochenende. die damen und herren zelebrierten den abgang. wir sagten:
tschüss anna. denn sie geht nun für 24 monate hinunter ins tal.
ins sehr wohl schöne tal, aber wir können dann nur winken oder uns
das notebook schnappen und hinterher reisen. love lovner studiert schon die
zugfahrpläne. zu liebenswürdig und verdient.

da hätte die finnin allerdings die hände über dem kopf zusammengeschlagen,
wenn sie diesen folkloristischen unfug hätte miterleben müssen.
in münchen steht zwar ein hofbräuhaus, aber man muss ja nicht alles
zum lied thematisieren.

aber nun. wir sind alle traurig, doch kommt die junge dame ja bald zurück
in die glanz & gloria hauptstadt wiesbaden und dann wird getanzt und gesungen,
wie weiland bei lurchie dem salamander.

tschüss anna.

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[folklore im himmel]

kreisch. ich hoffe beim aus den fingern saugen ist was rausgekommen. wär
ja schade. mensch und draussen greint die sonne, als wenn sie nicht ganz dicht
wär‘. hängt da den ganzen tag am firmament rum und schafft nix.
liebe sonne. ditt machste aba jut. danke.

so war das heute. sonnig wie die sommersonne über lahti. mir bleibt
nichts anderes übrig, als ausser mir zu sein. und obendrein kam noch
der besuch aus berlin. der herr der die bilder im sedanland malte kam vorbei
und es wurde immer bunter. die hiesigen buben haben fleissig gearbeitet. ich
eher nicht. ich geb’s ja zu. und jetzt ist die zeit knapp, denn es geht nach
portugal in ein mainzer restaurant. oder so ähnlich.

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[münchner geschichten]

mit den hiesigen buben ins rheinhessische gedüst und wieder zurück
gedüst. zwischendurch die stylischste familie auf gottes erdboden besucht.
kluge kleine mädchen mit duften eltern und duften einrichtungsgegenständen.
ihr würdet augen machen, ich sach’s euch. aber dann wirklich zurückgedüst.
r.k. musste zum bahnhof.

mir ist hingegen ganz anders gewesen und im laufe des tages wurde mir ja
noch mal extrem gänzlich anders. saug dir was aus den fingern.

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[meschiko]

schreib, schreib, schreib, kritzel. kreisch. plötzlich habe ich einen
einfall. noch plötzlicher ist er wieder weg. ich fuhr für die herren
schawerma einholen. damit sie satt sind. ich hatte hummos. ist das nicht höchst
interessant? sag ja. so war das halt eben und jetzt ist es wieder wie immer.
hahahahahahaha. von wegen. gar nichts ist wie immer. aber das ist ja auch
wie immer, dass nichts wie immer ist. immer ist das so. es ist jedoch sehr
mittäglich. so ruhig. so sanft draussen. die ausserirdischen halten die
klappe. das tut gut.

mute ich marginal durchgeknallt an? dann raus mit der sprache. schreibt und
tut kund. ich kann’s vertragen.

heute am mittwoch. es ist immer dann mittwoch, wenn r.k. darauf besteht,
etwas zu essen zu bestellen. da braucht man nicht auf den kalender zu schauen.
mittwochs wird bestellt. und wenn der herr boritz da ist, dann wird erst recht
bestellt. rund um die uhr. eins nach dem anderen. bis das sedanland platzt.
der herr boritz bestellt sich noch um kopf und kragen.

jetzt jedoch kommt’s mir so wäre, als wären wir alle mexikaner
mit leichtem italienischem akzent. zugezogene. rub rubner… verzeihung, love
lovner ist der mexikanischste von uns allen. caramba. ein mexikaner wie er
im buche steht. viva senor love lovner. r.k. und ich jubeln beifall. schmeissen
unsere sombreros aus dem fenster. schreien und kreischen was das zeug hält.
sind ausser rand und band. und das hat seinen grund. das hat seinen guten
grund.

olé!!!

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[laotische zustände]

mir schwimmt alles weg. bei dem regen. aber es regnet ja gar nicht. doch.
rub rubner möchte ab nun nur noch love lovner genannt werden. r.k. und
ich sind da eher für realitätfremd realitätsfremdner. so müssen
wir ihn nennen unseren kleinen sonnenschein. das wäre ein angemessener
name.

wir haben ein auge drauf. fremdvibrationen sind hier stets ein problem. mir
fehlt ein kaffee im kaffeewäldchen mit der kunstexpertin. ich schlürfe
den hier neben mir, hier in unserem island in the sun.

mir fehlt dafür jetzt nicht mehr der herr boritz. denn der ist jetzt
da. sitzt hier. flüstert mit den anwesenden und arbeitet fleissig mit.
wir haben ja schliesslich zu tun. die sache scheint sich zu lohnen. aber nun
ist der abend im prinzip angebrochen. wir grasen auf unseren jeweiligen wiesen.
kauen lustvoll frischen klükksklee und blinzeln verschmitzt in die sonne
am firmament. es beruhigt sich. kunden verlassen das schiff. wir treiben alleine
in die abendsonne, hier in unserem süßen westend, mit unseren süßen
freunden und freundinnen, die uns über den tag so viel freude bereitet
haben. wir bedanken uns abermals und artig.

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[zero one. mein freubedarf hat keine macken mehr]

schwupp ist wieder montag. die kunstexpertin von nebenan, weiss was mir das
bedeutet. das bedeutet mir alles. einfach wieder r.k. und rub rubner in die
arme schliessen zu können, ihnen einfach mal richtig eine zu batschen,
sie mal wieder ordentlich provozieren, ihnen jeden wunsch von den augäpfeln
abzulesen, sie nach strich und faden zu verarschen, mit ihnen schlitten zu
fahren und schließlich diesen beiden smpathischen pappnasen… ach ich
weiss auch nicht. verdient hätten sie’s ja.

nach dem gestrigen sintflutdingens, sah das sedanland aus wie frisch gewaschen.
das merkte man gleich. es roch nach apfelshampoo und frischem bohnerwachs.
der herr boritz hat eine espresso maschine mitgebracht. ein espresso maschinchen,
aber wir wollen ja bescheiden sein. ausserdem aktenordner mit lauter zeug
drin. das macht natürlich was her. ich bin bis vor einigen wochen immer
an einem architekturbüro vorbeigefahren. dort standen tausende von aktenordnern
im regal. das ist ja klasse, habe ich mir gedacht. das hätte ich auch
gern. was da wohl alles drin stehen mag? hat da jeder mal was reingekritztelt?
ich muss mal unseren wirtschafts-tschensi fragen, wie man die dinger voll
krikkt. aber auch woscht egal. denn jetzt wo wir die aktenordner unseres adligen
freundes benutzen können, da sind wir natürlich fein raus. das sind
die gründe warum der überhaupt in die gemeinschaft aufgenommen wurde.
seine kaffeemaschine und die aktenordner. naja und seine copic-stifte. die
auch. aber sonst…

hihihi. wie lustig ich über meine freunde rede. da hätten die echt
spass dran, wenn die lesen könnten. die lesen aber höchsten ihre
runtergefallenen haustürschlüssel vom boden auf. ansonsten sind
die literarisch aussen vor. nicht so wie die finnischen unter meinen freunden.
die finnen können 1A vorlesen. ich lass mir auch gleich „mein jahr
in der niemandsbucht“ vorlesen und zwar von a wie austria my ass bis
z wie zyklopensaft.

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[family fünf]

jetzt ist er uns erschienen. er hat uns seine ganze familie mitgebracht.
eine wie wir finden top banana familie, die wir hier auch alle gerne heiraten
würden. rub rubner und ich jedenfalls schon. r.k. sagt zu diesem thema
nur folgendes: seit anbeginn der tage wandle ich durch ein meer aus liebe,
die tage düster und die nacht ist hell. mehr warten kann nicht sein.
meine geduld ist hier am ende, wo die hoffnung beginnt. na, wenn dem so ist…

und deswegen, weil der herr boritz aus rheinhessen nur eins kennt, nämlich
unordnung machen wo er geht und steht, da sieht das sedanland seit freitag
aus wie eine baustelle und ich könnte wer weiss was drauf verwetten,
dass es auch noch morgen, übermorgen und überübermorgen so
aussieht. von überüberübermorgen brauchen wir gar nicht erst
zu sprechen. bitte komme keiner auf die idee sich das elend anzuschauen. der
herr boritz aus rheinhessen ist jedoch von der richtigkeit seiner aktionen
überzeugt. er kann sich nichts anderes vorstellen, als das hier und zwar
in bestform.

aber in wirklichkeit freuen wir uns alle wie verrückt, dass er jetzt
teil der attakke royal design gruppe ist. er macht das interior und vieles
möhr. aber wir müssen mit unserer freude noch etwas hinter dem berge
halten, er schnappt sonst wieder über. ich weiss wovon ich spreche. größenwahn
ist mein zweiter vorname.

die anderen vier der familie schweben leise durchs lande sedan. wenn rub
rubner nur hier wäre. wenn er das sehen könnte, er würde weinend
zusammenbrechen. diese grazie. dieses wandlerische vermögen.
ein traum.

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[short message service]

mit fliegendem daumen habe ich meine entzückung kund getan. und umgekehrt
war auch irgendwas tolles. so toll, dass die nerven blank lagen vor kopflosigkeit
oder vor… die sonne schien jedenfalls volle kanne auf unsere sms-daumen
und hernach wussten wir bescheid. wir wussten also bescheid? aha. das ist
ja sehr interessant.

und dann ging die tür auf und herein kam boris claudius kaspar kreisle
edler von hellborn. dieser alte haudegen. er stand in seinem büro und
schlug mit dem hammer auf seine bang & olufsen anlage ein. ein tritt in
den hintern genügte allerdings und er war wieder der alte. wir fuhren
also mit dem kraftfahrzeug über die strassen seiner heimat und später
dann über die der meinigen. er freute sich. er kaufte auch etliche dinge
ein. und am hafen in schierstein gibt es ein griechisches lokal. das hatten
wir so nicht erwartet. interessant. interessant. hui. wir haben bauklötzer
gestaunt. und dann sind wir durch die stadt gefahren und der herr von hellborn
hat sich die ganze zeit die ohren zugehalten, weil ich so ausser rand und
band war. ein tritt in den hintern genügte allerdings und ich war wieder
der alte.

und heute abend im kochklub. da fehlt dann der herr beamtenfozzy, weil er
lieber anderswo rumlungert. diese stelle wäre zu besetzen. wer will kann
gerne vorbeikommen. ich bin da. und der herr wendling kommt sogar extra mit
seiner güldenen kutsche aus mainz angeschissen. und wie immer kommt er
neun stunden zu spät und leistet keinen beitrag, weil er wahlweise sein
portemonaie oder sein gehirn zu hause vergessen hat. gerne lässt er sich
auch nachts von wildfremden männern zusammenschlagen und kommt so zum
verlust seiner habseligkeiten. irgendwas lässt er sich immer einfallen.
das finde ich gut. da hat man immer was zu lachen. heute abend kommt er bestimmt
auch wieder mit einer 1A ausrede. ein tritt in den hintern genügt allerdings
und er ist wieder der alte.

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[leipniz]

vorm kaffeetrinken in des bäckers walde und danach, währenddessen
auch. da habe ich mich gefreut wie ein baggerfahrer, weil wir doch auf das
pompöse schlachtfest nach mainz fahren / gefahren sind. sind wir ja auch.
r.k. hin und n.w. zurück. nee umgekehrt. oder ist beidesmal n.w. gefahren.
am schluss schwanden mir die finnen… die sinne. n.w. ist gefahren. sie fährt
etwa 90.000 mal besser als r.k. der jedoch hat andere weitreichende qualitäten.
sogar ganz viele. viel mehr als andere. also hin gings im sauseschritt durchs
wunderschöne mainz mombach, vorbei an einem bürogroßhandel,
der wirklich alles hat. und dann waren wir da. und es war so wunder wunderschön.
alles war so schön, dass mir die augen aus dem kopf gefallen sind vor
schönheit und tip topheit. die wohnung war das schönste was ich
je gesehen habe. und alle die da rumsaßen und standen, waren noch schöner.
sogar die zitronen waren schön. ich weiss auch gar nicht wie das kam,
dass alles so schön ist. schöner als sonst. vorher und nachher.
leider wollten r.k. und n.w. frühzeitig heim. ich wäre gerne bis
zum st. nimmerleinstag geblieben. aber dann bin ich doch heim gefahren. dort
war es zwar nur halb so schön, aber noch schön genug. das fand ich
voll prima von der schönheit, dass sie den ganzen tag da war.

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[lahti köln berlin wiesbaden

mit den zauberhaften damen von gestern hätte auch eine fahrt mit dem
paternoster im siemensgebäude spass gemacht. aber auf meiner fußballfeld
großen temporärterrasse war der heidenspass natürlich vorprogrammiert.
warum habe ich denn solche schmerzen in meinem kopfe? oder an meinem kopfe.
jedenfalls ganz in der nähe des kopfes. das linke bein schmerzt und irgendwie
kommt mir alles so wundervoll liebenswert vor. ihr alle seit so schön.
mit euren ganzen sommersonnendingens in den gesichtern. und wir ihr da so
eure arbeit verrichtet. r.k. wirft mit einer axt nach mir. weil ich so frech
bin. eben beim meeting war ich sehr ungezogen. da hat er mir schon mit dem
morgenstern gedroht. doch nun hat er sich für die axt entschieden sie
flog hinter mir durchs geschlossene fenster und steckt nun in rub rubners
rücken. da gehört sie auch hin.

und morgen fahren wir alle auf die kling klang klong party nach lahti und
bezirzen die gastgeberin bis ihr die sinne schwinden. darin sind wir geübt.
und nicht nur darin. da unten auf dem bild. das ist lahti. jedenfalls der
eine see da in der nähe. in finnland gibt’s einen see. und was für
einen…

gleich, wenn helm helmo das sedanland betritt und wir die dreistündige
wo-bestellen-wir-was-zu-essen-debatte hinter uns haben, dann bereiten wir
uns auf die sendung am heutigen abend vor (2300 – 0100 auf radio-rheinwelle
/ 92,5 mhz) und dann… ach ich kann nicht lügen. wir bereiten uns nie
auf die sendung vor. nie und nimmer. auch wenn es rub rubner das herz bricht.
auch wenn rub rubner bricht. wir bereiten uns keinen stratz vor. alles entspringt
spontan unseren kranken hirnen und so ist es stilistisch auch nicht immer
einwandfrei. was soll man machen?!