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[streich dich an]

wenn die wand grau erscheint. wenn sie morgens schon dröge
dein tagwerk mit unfarbigkeit behindern will, dann greif zum pinsel. huch.
da fällt mir ein, dass der türkische/russische kioskmann das vorläufige
ende der wassereissaison angekündigt hat. da muss ich jetzt nochmal im
ganz großen stil zuschlagen. wassereis für den ganzen herbst und
den winter bunkern. wassereis hat bei uns eine große tradition. mit
wassereis zwingen wir die damenwelt in die knie. man liebt uns deswegen. am
besten geht kirsche und waldmeister. weltmeister geht aber auch und natürlich
duftkerzen, schlingenteppische, strukturtapete und die neue blumfeld cd. damit
kann man, wenn man es auf dem kasten hat, manche dinge ins recht licht rücken.
wer weiss wo die reise hingeht. ich blinzle aufgeregt ins licht der zukunft.

die katze vom patrickanten hat sich in ein monster verwandelt.
wir staunen. was hat er nur vor? wir kennen ihn ja kaum. vielleicht will er
unsere seelen rauben. soll er doch. ich brauch meine seele nur noch sporatisch.
ich mach jetzt alles nur noch aus der lameng. da hat man immer was zu lachen.
infinn. wir können auch lachen. wir haben ja allen grund dazu und weil
der patrickant unser seelenheil versichert können wir nun beruhigt in
den schlaf sinken. wir können aber auch, wenn euch das recht ist, beruhigt
in ein schaf sinken. oder mit einem schaf singen oder im schlaf singen. mit
einen schaf im schlaf singen geht auch. ein prosit auf die manigfaltigkeit.

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[fingerschlecken]

jetzt brat mir doch einer einen storch. kukk mal. der sommer
ist zurückgekehrt. hat sich nur eine blutige nase geholt, doch unverholen
macht er sein ding und strahlt wie der junge frühling. der patrickant
staunt.

r.k. fährt mit seinem bagger am sedanland vorbei und winkt.
er hat probleme beim einlegen der gänge, aber sonst scheint es zu funktionieren.
rub rubner und ich fahren mit unseren verchromten lowrider bikes um ihn herum.
wie die schwadronen. umkreisen ihn wie die fliegen das licht. dabei krachen
die gänge, während wir hinauf auf die eiserne hand cruisen. mir
hängt ein lungenflügel aus dem maul heraus, rubner scheint da tapferer
zu sein. er fährt nur die dicken kettenblätter. im hintergrund grunzt
die kupplung vom bagger. der himmel bläut in azur. vögel fliegen
richtung süden. kräuselt es sich und gringelt sich ein. so begegnen
wir dem gipfel und damit einer atemberaubenden aussicht auf die stadt und
ihre menschen. man kann das innere dieser stadt suchen wie panama. zieh in
eine andere stadt, lass dich ausleuchten. besuch 1.300 clubs in 600 tagen.
entkorke sämtliche schaumweinflaschen. zeig’s dir. wir haben das ganze
leben auf video. r.k. macht den schnitt. ich schreib am drehbuch. die sonnne
geht unter. drunten am horizont ist das szenario deutlich zu betrachten. r.k.,
der patrickant, rub rubner, boritz und ich sitzen auf einem zweiglein und
wiegen uns in den armen. so denken wir an unsere liebsten und an diesen sommer
und was er uns beschied. dafür wollen wir nun dankbar sein. denn es ist
gut. bisher ein gutes jahr 2003. vielleicht das beste. man wird sehen.

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[morgens schön sein können]

die sonne purzelt ja wieder morgens ins yorckshire und auch
ins lande sedan, dass es eine helle freude ist. wir rauschen in den süden
zur kundschaft und erleben die geschwindigkeit der renault-triebwerke hautnah.
lebendiges treibenlassen. so heisst es wohl. der mond scheint mir ins gesicht,
’s ist nacht und hier heulen die eulen.

guter kaffee aus frankreich. in frankreich gezüchtet und
erschossen und nun hier bei lebendigem leibe aufgebrüht. hellwach. der
patrickant erweckt ein katzenähnliches wesen zum leben. ist er am ende,
wie ich befürchtet habe doch dr. frankenstein. zunächst deutet nur
seine bizarre neigung zu gutem alten hip-hop shit darauf hin, dass wir es
hier mit einem ganz besonderen exemplar zu tun haben. bei wu tang bewegt er
seinen kopf. die katze läuft durch das sedanland. miau. wow. ich staune.
selbst bin ich ja noch geblendet von heute und von gestern, eigentlich seit
nun mehr fast… seit so vielen tagen bin ich erblendet. mir grisselt das
augenlicht tröge an der hirnrinde herunter. kukk dir die eigenen füsse
an und staune, dass du stehst. vergleiche langmut mit überlegenheit.
vergleiche dich herablassend als anlass weltveränderlich vorzugehen oder
zu resignieren. du findest manchmal etwas, das du gar nicht gesucht hast und
doch bist du endlich am ziel. was der bauer nicht kennt, das isst er nicht
giltet nicht ich komme…

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[praktisch zu fünft]

der herbst feiert fröhliche urständ. es schneit draussen
in strömen und wir sind jetzt fünf stück im panoptikum. der
patrickant ist der neue royalist. und genau richtig. passt. wir haben ihm
schon die vergoldete zahnbürste überreicht, zum schrubben der böden,
des dachgebälks und der schaufenster. er hat sich sehr gefreut. ausbeutung
ist unser zweiter vorname, das wird er einsehen müssen. er kann sich
auf was gefasst machen. nichts wird so sein wie zuvor. r.k. wird ihn brechen.
am besten wir spielen guter bulle, böser bulle. hihihi. wie lustig das
wird. willkommen im sedanland.

so. und nun ist das hier so. wir sind alle fröhlich inkl.
unserer alltags- und funsorgen. trotzdem fleissen wir vor uns hin und spielen
uns auf. r.k. bringt dem neuen herrn manigfaltiges wissen bei. ich bringe
mir selbst die flötentöne bei. staunend hänge ich über
einem geradezu bizarren angebot von unserem lieblingsdrucker. wenn das der
kunde erfährt ist eine mehrwöchige ohnmacht vorprogrammiert. wir
müssen daran noch etwas feilen. ich hol die feile raus. schrupp.

UND SOGAR

der film- und lebenskritiker a. bulla schreibt: charles
b. ist tot. wir trauern. nie mehr sinnlose gewalt, nie mehr cooles killen,
keine senioren  mehr auf  tiefenpsychologisch motivierten rachefeldzügen.
das lied vom tod ist verklungen; die mundharmonika nur noch ein lebloses objekt
im staub der filmgeschichte.
e in weiterer tiefschlag. es bleibt der verklärte blick nach hinten sowie
der desillusionierte blick nach vorne. wir arbeiten weiter. und er
hat recht.

UND VOR ALLEN DINGEN

so ist das. und rub rubner unser sonnenschein weilt in münchen
um seiner liebsten den einzug in ein neues nunmehr bajuwarischen leben zu
erleichtern. wir haben die junge dame ja in den letzten tagen gebührend
verabschiedet. jetzt wird alles neu. wir wünschen alles gute und nicht
vergessen: weisswürschte nur bis zwölf uhr mittachs.

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[holy yorckshire]

meiner seel. eins ums andere bin ich geneigt dem lieben herrgott ein hysterisches
dankeschön entgegen zurufen. und ich tu’s auch. sollte man auch. jeder
hat ja jemandem zum danke sagen. und wenn das so ist, dann machts einfach
auch liebe kinder. die leut teilen mit euch das büro, die wohnung, die
herzensangelegenheiten. sagt also danke und seit artig. bis zum nächsten
tobsuchtanfall.

so war es auch diese tage wieder. es ist ja jetzt herbstlich geworden, was
aber nicht schlimm ist, denn drinnen ist’s wie die wahre pracht. finnland.
wenn man will. ich will so gerne. ein zuhause haben ist wichtig. alle die
keins haben… mensch kinners… was soll nur werden? strengt euch bitte an.

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[aritschennsie]

plätschert wieder draussen. da wird einem ganz düster ums herzerl.
aber ich freu mich auf den herbst. hat was. herbst ist wie ein gutes buch.
ausserdem kann man dann seine selbstgebastelten jacken mehrschichtig übereinander
tragen und viel des guten lobes ernten. so lebe ich. einer von vielen. kein
einzelfall.

später sind wir stück für stück in den schweinestall
am rande der stadt eingelaufen. es hat gerumpelt und gerappelt, aber wir haben
uns gut festgehalten. zudem haben wir den rausch angestrebt. ein unternehmen,
dass inzwischen eher rar geworden ist. aber nun. prost. ariane und jens luden
zur posthochzeitsvergnügschaft und wir ratterten hin und frohlockten
zunächst zaghaft, dann im laufe des abends euphorischer als man es zunächst
annehmen konnte. jedesmal wenn man den saal durchquerte traf jemanden, den
man schon 15 jahre nicht mehr getroffen hat. wie geht das in dieser stadt?
bulla würde sagen: die stadt ist nicht groß, aber weitläufig.
auf jeden fall haben ariane und jens ein lustiges festchen aus dem hut gezaubert.
als wir gingen trafen wir sie nochmal. draussen alleine im matsch und als
wir sie so da stehen sahen, mussten wir weinen. weinen vor lauter glükklichkeit.
am ende schnatterte ich humpabeebie noch meine lebensphilosphie ins ohr, was
den rest, der auf dem rücksitz anwesenden lieben, zu stehenden ovationen
veranlasste. alle waren voll rohr begeistert, was ich alles zu erzählen
hatte. besonders die bescheuerte, naive und dumme theorie, dass jetzt ja alles
noch viel besser würde, hat die mitfahrer sehr inspiriert. denn ich habe
recht. man mag es gar nicht glauben. so glaubt mir doch!

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[guter rad ab]

es steht alles bereit. eistee ist im kühlschrank, hahnenwasser auch.
nur noch lauschen musste. geht ja auch dich an. wie alles andere auch. schlüssel
haste ja.

so ungefähr könnt’s klingen, wenn man will. ich will. und das musst
du auch auch sagen, wenn du dereinst mal gefragt wirst. der rest sauge sich
wieder an und aus den fingern. die missinterpretationen rufe ich dann morgen
vom elektrischen postkasten ab. da hat man was zu tun. also wende ich mich
ab und lasse die schafe auf die sedanwiese. weiden sich dort wo sie hingehören.
senorita.

jetzt isses kurz von halb. r.k. ist mit n.w. wintermäntel kaufen gegangen.
die beiden machen jetzt mal richtig einen auf dicke hose. r.k. schaufelt das
geld mit mehreren schippen gleichzeitig zum fenster hinaus. da liegt es dann
und grinst und an. rub rubner… verzeihung, love lovner ist unterwegs. ganz
aufgeregt isser, der kleine nichtsnützige sonnenschein. heute steht die
tschüss-anna-sendung auf dem programm. da würden sich manche damen
gleich mehrere kubikmeter erquicklicher fühlen, wenn man das für
sie machen würde. aber es machen nur wenige und haben ja auch nur wenige
verdient. ganz wenige. ich kenne ein paar. vereinzelt sind sie es wert. da
in lahti unten am see. knick knack sie wisset schon. ich schweife ab. helm
helmo zum beispiel schrieb mir den lieben langen tag über von rätselhaften
magenverstimmungsviren, die über die klimaanlage in seiner firma an die
mitarbeitet verteilt wurden. jeder hat eine bekommen. auf allen viren. aber
er versicherte promptes und konzentriertes erscheinen. den mann lob ich mir.
den lob ich mir sowas von über den klee. der mann hat bei mir einen gut.
den krikkt er auch. was sein muss, muss sein. wir werden uns jetzt mal gedanken
machen. über uns und unsere vorhaben. wir setzen euch bei zeiten in kenntnis.
bis dahin bitte mal so richtigen unsinn ausdenken, was das alles zu bedeuten
hat. ihr kleinen süßen tortenbödchen. was soll ich noch für
lieder schreiben? worüber man nicht singen kann, darüber muss man
schweigen… das könnte euch so passen.

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[erwachsene männer rufen ihr gehirn]

wenn man mir zum beispiel in der cocktailbar so einen pott für vier
personen hinstellt. so einen mit vier strohhalmen plus drei kumpels oder kumpelinnen
dran, dann schreit irgendetwas in mir förmlich danach, in den strohhalm
hinein zu pusten. auch wenn der abend dann beendet ist und die ehemaligen
kumpels und kumpelinnen angeekelt nach hause gehen. ich muss da rein pusten.
ich bezahl das ganze ding auch alleine, aber ich muss, ich muss, ich muss.

rub rubner weiss genau wovon ich spreche. boritz kann sich dunkel erinnern.
r.k. geht bei meinen schilderungen angeekelt weg. ich habe ihn für seine
vernünftigen einstellungen sehr lieb. das ganze sedanland in seiner ganzen
pracht, wäre so nicht exzistent. es gäbe uns nicht. wenn er uns
nicht vernunft und achtsamkeit lehren würde. und weil wir das erkannt
haben, da geben wir uns fortan vernünftig und solide. wir mit unseren
lieben und vorlieben. wir sind vier (ab montag dann fünf) überaus
erwachsene und wertkonservative männer. arbeit arbeit arbeit. deadlines.
zack zack. geld verdienen. was glaubst’n warum wir hier sitzen? vielleicht
zum spass???

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[knaekkebrotin]

hat jemand was gesagt??? ich höre.

der typ da drüben verkauft auf offener strasse seine vorstellungen vom
sein. vom dasein. kukk ihn dir an. denk nach. haste ein anliegen? den hör
ich mir doch mal an, was er zu erzählen hat.

wieder zurück vom vorstellungsverkäufer. war nix, hatte nichts
neues im gepäck. also radel ich zur post. briefmarken kaufen, briefe
verschikken, sonne tanken. tankstellengleiches wetter da draussen. das war
auch schon mal anders. bleep. denk ich und da kommt auch schon smax reinmarschiert
und jubelt über seine neu erworbene wohnung abseits des westendes. schade,
aber selbst dran schuld. wer nicht hören will muss fühlen. aha,
der herr nimmt demnächst sein frühstück am fuße des neroberges
ein. da kann er lange warten, dass ich vorbeikomm und so tu als wär nix.
das ist ja eine halbe weltreise vom sedanland entfernt. da nehm ich vielleicht
den orientexpress. der ist ja relativ teuer, habe ich mir sagen lassen. aber
der herr kann es sich ja erlauben. er hat’s ja dick sitzen. die wohnng ist
auch obendrein noch im 5. stock. das langt mir aber jetzt. fahrstühle
kennen diese nerobergfußbewohner ja nicht. tschüss smax. leb wohl.
machs gut. gehab dich wohl. vergiss uns hier in den slums nicht. hold’m high.
be careful with that axe. bei rot stehen, bei grün gehen. obacht geben,
länger leben. im leben lacht kein gaul nicht. aaner geht noch nei. carpe
diem. tschakka. fiesta mexicana. lebbe geht weider.

gute reise von uns allen.

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[yorckshire rock]

am ende ist abend. dann wird es rund. ich sag’s nur. damit keiner hinterher
behauptet ich hätt‘ nix gesacht. also rund wird es. mein geschmack. wie
wassereis mit kirschgeschmack. das muss ich mir gleich mal holen gehen. ist
ja immer gleich ausverkauft.

tick tack tick tack.

so. wassereis gekauft. die herrschaften damit versorgt und den eisschrank
aufgefüllt. wir mit unserem ameisengedöns. voll rohr die hedonisten.
als kennen wir sorgen nur aus den buddenbrooks. ja ist es denn die möglichkeit?!
wir sind ja schliesslich nicht ganz neu auf dem planeten. zur erklärung
für alle defaitisten also, hört genau hin: wir freuen uns heute.
morgen kanns ja schon wieder vorbei sein. da gibt es manigfaltige möglichkeiten
des vorbeiseins. ausmalen möcht ich mir das jetzt nicht. aber achtung.
also kukkt raus und wenn die sonne scheint, dann lacht. lacht euch meinetwegen
aus, aber lacht. der sinn von allem ergibt sich in der durchführung.
aufpassen. level 42. oder mit der pump-gun in den nächsten supermarkt
laufen und die kassiererinnen fürchterlich erschrecken. das wäre
dann nämlich fatal. wir machen unseren job, sind freundlich zu unseren
freunden und geliebtinnen und dafür bekommen wir die quittung. hervorragende
backwaren, kaffees, espressomaschinen, tropengehölz, musik, bücher,
tanz, frische tomaten und liebe.

gentlemen: good night! – – ——– ladies: good morning!