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[runtergeholt]

geschafft. nach ca. 8 monaten habe ich es endlich geschafft. ich hab sie mir
runterholt. die fotos von meinem völlig überbewerteten angebertelefon.
und nun weiß ich auch wie es geht. technik ist nicht mein bereich. technik
ist eher mein feind. ich nutze technik zwar gerne zum besser leben, aber sie
soll mir nicht kaputt gehen und wie man den videorekorder programmiert, habe
ich erst drei jahre später herausgefunden. es hat mich um ehrlich zu
sein auch nicht wirklich interessiert. aber die bilder vom sony-ericsson auf
den mac zu laden, dass hat mich brennend interessiert. nun isses soweit. ein
wahnsinn.

morgenstund hatte indes auch mal wieder x-trem
viel von diesem teuren zeug im mund. aber was will man machen. die arbeit
ruft, schreit, brüllt. man muss ihr gehorchen. ich mag sie ja auch. wenn’s
hier nur nicht so kalt wäre. man könnte mal andere fenster einbauen.
oder einen kanonenofen oder r.k. schraubt nicht die heizung auf sieben grad,
damit alle räume montags derart runtergekühlt sind, dass es tage
dauert bis wieder wärme einzieht im sedanland. obwohl love lovner es
laut und deutlich gesagt hat, dass das passieren wird. da lässt sich
r.k. nichts sagen, schließlich ist er der chef. wenn er kommt werde
ich ihn verprügeln. ich bin immerhin der andere chef. da wird er aber
augen machen, wenn ich ihm mit einem gezielten schwinger die brille von der
nase hole. ach das wird klasse. ich freu mich schon so. guten morgen allerseits.

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[where the wild things are]

max hatte keine angst, ich hätte seinerzeit angst gehabt, bei all den
wilden monstern. aber nun. ich hatte ja auch gerne mal angst. immerhin hat
man mir beizeiten eingetrichtert: wenn irgendwas in die luft fliegen kann,
dann tut’s das auch. so eine einstellung macht laune. jeder benzinkanister
ist eine zeitbombe, der gasherd ein fanal, jeder zischende heizkörper
ein alptraum. aber nun bin ich darüber hinweg und habe so gut wie gar
keine angst mehr. höchstens, dass mir der himmel auf den kopf fällt.
beim belenus.

das wochenende war dümpelhaft. eins ums andere
mal frage ich mich, was soll man tun? mir fiele eine menge ein, aber dann
übermannt mich stets eine sagenhafte faulheit. da bin ich selbst dran
schuld. müsste mal zum bösner fahren, denke ich mir. leinwand kaufen.
mir ist aber nach buch aufklappen oder ole einar björndalen kukken. finn
auch. wir sind uns einig. darin liegt die kraft. in der einigkeit. nächstes
wochenende latschen wir durch den wald, besuchen eine ausstellung, gehen ins
kino. feiern eine party, schauen uns was von beckett an, melden uns im fitnessstudio
an, hören heavy metal platten und planen eine nordmeer-kreuzfahrt. nächstes
wochenende.

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[dienststelle sedanland]

juhuu. schreie ich mir selbst ins ohr. ist hell draußen und drinnen
auch. hier heulen die sirenen. hehaj. draußen hamm sie die bank wieder
hingestellt. die an der haltestelle. da werden sich die außerirdischen
unter der leitung gilbert becauds aber freuen. die werden staunen. der alfmann
und seine kumpels. können dann wieder meedchen anpöpeln. wir werden
ihnen beine machen. den außerirdischen. die werden sich noch wundern,
falls die vor haben, was wir befürchten. mit bier trinken vorm sedanland
ist jetzt schluss. alkohol ist ein satanus der ersten stunde. ich habe stets
davor gewarnt. musste ihn natürlich selbst auch ausprobieren, nur damit
ich weiss wovon ich rede. das weiß ich ja in den seltensten fällen.

hier drinnen ist alles im lot. in mir drinnen zwar
auch, aber hier drin im holy sedanland ist alles im lack. im schritte des
sedanlandes ist alles fit. bull bulla schreibt an seinem pamphlet wider die
globale & emotionale ausbeutung und auch r.k. macht seinerseits alles
klar. viele wird es nicht überraschen, jedoch traurig stimmen, love lovner
ist von uns gegangen. seine naturbezogenheit, sein drang in die umliegenden
wälder war einfach stärker. er lässt sich von rüdiger
nehberg zum jäger ausbilden und lebt fortan von birkenrinde und maggikraut.
da wo er mal war steht jetzt ein anderer rechner. die tränen der sehnsucht
verdecken mir die klare sicht aufs geradewohl. er wird wiederkommen. da bin
ich mir sicher – und zwar in ganz großem stil.

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[zunächst erregt]

man merkt’s gleich: keine zeit. sonst hat man ja auch nicht immer zeit, aber
man (in beiden fällen ich) muss sich kümmern. wir hatten mal wieder
die idee unser design unseren hirngespinsten anzupassen. das will aber wohl
überlegt sein. dieser innere und äußere zwang möglichst
vielen menschen zu gefallen zieht sich ja wie ein roter faden durchs designerleben.
fähnchenindenwindhängism. nicht zwingend, aber doch manchmal ganz
extrem. dafür bekommen wir dann lob, anerkennung und geld… viel geld.
letzteres geben wir dann für lässigen kopfschmuck aus oder setzen
uns nach panama ab. je nach charakterstärke. aber deswegen, wegen all
dieser umstände kommt das liebe klassenbuch zu kurz. es kommen wieder
bessere zeiten. schon bald. vielleicht schon morgen. spätestens aber
ab dem 15. februar, wenn das neue corporate design steht. und dann ist aber
auch keine zeit, weil ja dann die zweite stijlroyal vorbereitet werden muss.
full heavy mayr heisst das dann und frau sybille mayr wird hier ihre organe
ausstellen. das wird ein gemetzel. ich freu mich so!

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[gefecht zersägt]

ein bißchen traurig und ein bißchen glücklich und ein bißchen
lust auf fruchtgummi von hans riegel aus bonn. mit gelatine. lecker. hat was
von bratwurst.

gestern war unsere vorläufig letzte radiosendung.
helm helmo, bull bulla und ich saßen dann da, hatten tränen in
den knopflöchern und hielten uns gegenseitig fest. vermissen wird…
ach leck mich. vermissen war gestern. und dann, nachdem wir in sachen musikalisches
ambiente wieder mal ganz dicke honigbrote mit sahne geschmiert hatten, bin
ich heimgeschlendert und war heilfroh, dass mein süßes heim so
viele schöne sachen zum betrachten bereit hatte. es liefen bis in den
frühen morgen „bitches brew“, „miles in the sky“,
„on the corner“ und „waterbabies“… alles platten von
miles davis und ich kochte mir tee – und ich saß einfach da und schaute
in murakami harukis wilde schafsjagd ohne dass ich was gelesen hätte.
ära-zu-ende-geh-technisch war’s ein interessantes dasein. ich hatte aber
das gefühl, meine wand wurde davon auch nicht weisser. weisser als weiss
geht ja auch nur in der werbung. zum glück wie ich finde.

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[goodbye radio]

immer wenn es donnerstag wird, dann kuck ich auf die uhr und sage mir: „menschenskinder,
es ist ja schon donnerstag und ich könnte ja mal das radio anmachen und
warte doch mal, ist das heute nicht gerade alle vierzehn tage? da hätte
ich doch radio. da ruf ich gleich mal die herren rub rubner, helm helmo und
bull bulla an und wir fahren im dodge nach dodge city, denn dort steht unser
radiosender und da werden wir gleich auf der couch sitzen und uns witze ausdenken,
die wir dann im radio live aufsagen, damit alle lachen. es gibt ja nichts
zu lachen für manche menschen und damit auch die mal lachen können,
sagen wir witze auf, die die die sonst nie lachen, endlich mal richtig schenkelklopftechnisch
an ihre grenzen anstossen oder mit ihren grenzen anstossen können, damits
mal was anstössig gibt, deshalb machen wir doch diese sende. aber heute…“.
sage ich mir und heute muss ich weinen, weil das heute unsere letzte radiosendung
in dieser form ist. ich weine und weine und weine und weine. ich kann noch
weinen, ich habs nicht verlernt, schreie ich und schreie so laut wie’s geht,
damit endlich mal jemand was hört. ich schreibe natürlich nur vor
glück allein und weil man das halt so macht. man schreit halt manchmal.
finn. ich denke nicht nach. ich weiss.

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[neu und viel]

immer steht hui am anfang und och am ende. das muss aufhören. umgekehrt
wäre besser. aber unk unk und nochmals unk. ich bin nicht unkerich, noch
nicht mal lurchi. hopps, piping, mäusepiep und igelmannmit auch nicht.
weder mit saxophon noch mit der tuba. und das zu recht. ???!!!??!?!.

denken sie an ihre gesundheit liebe leserschaft.
denken sie daran, dass ein waches gemüt sie vor unholdem schützen
kann. das dachte ich die ganze zeit, als ich die vermaledeite harddisc von
meinem blöden usb externodingens in meinen süßen kleinen mac
eingebaut habe und hernach noch das running system durch ein neues ergänzt
habe. oder heißt es mit einem neuen ergänzt? der x-trem kluge mann
von um die ecke mit seinem wicki wicki wicki lädchen wird darauf bestimmt
wieder eine antwort wissen. dann werde ich seiner kleinen tochter bis zum
st. nimmerleinstag schafe ausdrucken, weil ich in seiner schuld stehe und
weil schafe im kinderzimmer zu sanfteren träumen führen als japanische
metzelknaben mit schießgewehr auf dem rücken und handgranaten statt
handgelenken. ich kenne mich nicht so aus. aber so ungefähr sieht die
realität doch aus. auf jeden fall ist jetzt eine große große
festeplatte in meinem lieblichen computer hineingebaut. ein unvergleichliches
abenteuer. und da sage noch mal jemand, hier würde nichts passieren.

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[major old]

in meinem hof in yorckshire wächst ein see. es ist richtig gemütlich
und hat fast zen-charakter. jetzt weiss ich nicht ob ich den begriff der gemütlichkeit
mit zen in verbindung bringen darf. ich muss mal meinen nachbarn fragen. der
weiss nämlich angeblich bescheid. der ist angeblich erleuchtet. ich bin
angeblich ein nihilist. draussen ist angeblich weltwirtschaftskrise. ernie
& bert sind angeblich hetero. mein lieber mann.

nachdem wir wieder ins einstromland umgezogen waren,
da hatte das leben plötzlich manigfaltige aspekte. es bereitet einem
ja durchaus kummer, wenn man feststellt was für ein jämmerlicher
sozialkrüppel man ist, wenn der strom ausfällt. als mulitmedialgestalter
hat man das dann nicht mehr im griff. wir haben also unsere copics rausgeholt
und wild drauflosgekritzelt und jetzt weiss ich gar nicht ob wir nicht einfach
so weitermachen sollten. aber dann fällt mir ja auch ein, dass man früher
mit müh & not letrasettypo aufs blatt gerubbelt hat. fehler hatten
damals noch einen richtig guten ruf und alle hatten angst wie espenlaub. heute
ist ein fehler ja eine arme sau. die rücktaste gedrückt und zack
hat sich’s mit dem fehler. das wollt ich nur mal erzählen. mir ist so
langweilig. ich könnt heulen. so langweilig. draussen regnet es morgen
wird’s schön sein. ich bin mir sicher. danke herr beining von der künstler
sozialkasse. ich liebe sie sehr. gute nacht.

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[keinstromland]

hui wie es wippt und flippt, wenn der strom ausfällt, dann hat man wenigstens
was davon und blickt mit verachtung auf seine abhängigkeit. aber der
herr eklektiker hat gute arbeit geleistet. die über uns haben sich eine
schöne bescherung geleistet und wir haben uns ein paar minuten der ruhe
geleistet. zumindest oberflächlich betrachtet und ihr wisst ja: oberflächlich
geht!

und dann standen eigenartiger weise auch noch hinz
& kunz in aller herrgottsfrühe im lande sedan und blickten ziemlich
betröpelt drein, worauf ihnen r.k. gleich mal eine vor den latz knallte.
er kann das, ja er darf das sogar. er ist der chef. einer von vielen. er hat
sich selbst den dürfschein ausgestellt und deshalb darf er sogut wie
alles. der liebe r.k. ach wie ich ihn lieb hab. wenn ich mal groß bin,
dann mag ich ihn gerne heiraten. hoffentlich hat er dann noch bock. man zerfällt
ja so schnell und sieht hinterher ganz faltig und benutzt aus. wer will einen
da schon. da muss die frau ab dreissig schon obachten, sonst steht sie hinterher
alleine da und alles jammern ist für die katz‘.

aber zurück zum eigentlichen großereignis.
die lichter flackern wieder lustig und die telefonanlage flackert noch viel
lustiger. die abgestürzten rechner auch. ich auch. r.k. auch. love lovner,
der patrickant und bull bulla versuchen uns zu beruhigen. riechsalz hat nichts
genützt. im gegenteil. die anderen tranquilen ideen jedoch haben eingeschlagen
wie eine atombombe. wir sitzen jetzt ruhig und gelassen neben dem faxgerät
und schauen uns die bescherung an. womit wir das verdient haben, wissen wir
auch schon. wir sind schweine. man hätte es uns auch anders sagen können.