schlummern macht keinen spass. man fühlt sich so tot. deshalb stund ich
um 5:30 uhr auf und war nach erfrischender morgentoilette schon um kurz vor
sechse in der herrgottsfrüh im lande der sedanen. das ist sehr schön.
das muss aber auch sein. denn heute geht’s nach bonn und nach köln. nach
bonn zum kunden und nach lars neumann zum köln. lars ist ein mann, dessen
wadenbein das antlitz von keinem geringern als gene simmons ziert… äh…
oder umgekehrt. also gut! wenn man der ansicht ist, es könne sein, dass
sich der singer, songwriter & bassist der einzigartigen rockband kiss
ausgerechnet das wadenbein von lars neumann aus köln ins gesicht hat
tätowieren lassen, dann bitte. phantasie ist ja was schönes. aber
nun. wir fahren also dorthin. lars neumann gilt als begnadeter kaffeetrinker.
das werden wir ausprobieren und zugleich die musik der einzigartigen rockband
beinhaus promoten. lars neumann kennt ja schließlich gott und die welt.
das werden wir tun.
und damit der kunde aus bonn was zu kukken hat, male ich jetzt bilder am computer
und vergleiche mein schaffen mit meinem anspruch. es kommt sich immer näher.
schreiben als auflockerung und dann wieder schaffen mit anspruch vergleichen.
funktioniert gut. besonders wenn man einen anspruch hat. aber das ist ja auch
das mindeste.
zack. und dann habe ich mir noch schnell den kaffee in die tastatur geschüttet.
wenn das nicht erste sahne ist. wenn ich nicht darauf verzichten könnte,
kinder, ich hätts sein lassen, aber so macht es den morgen erst interessant.
so startet der tag gut und endet besser. das es-kann-nur-besser-werden-prinzip
frisst seine kinder. aber es ist mir auch irgendwie egal. irgendwie ist es
nahezu unerheblich ob man sich kaffee in die gute G4 tastatur giesst und nun
mit einer alten i-mac tastatur hier sitzt. schließlich und immerhin
wohne ich nicht im gaza-streifen. wenn mir da zu allem überfluss auch
noch der kaffee in die tastatur fliessen würde, nachdem hinter mir eine
rakete das wohnzimmer verwüstet hat, na da wäre ich aber ungehalten.
da flögen schonmal pflastersteine, aber so. jetzt schlummert sie (die
tastatur) auf der heizung. ich glaube ruichy kann sie wieder heilen. der kann
sowas. der ist ja schließlich auch ein japaner. das sieht man ganz genau.
alles wird fucking gut. ich bin mir immer noch sicher. hihihi. hüstel.
pretty weekend / frühlingsanfang
ein jahr veging wie im fluge. zeitrechnungen funktionieren ja manchmal anders.
vor hiroshima, nach hiroshima, mit den ausserirdischen und ohne, nach christus,
nach mohammed, seit der erkenntnis. seit dem wunderbaren 8. august. aber eben
auch und oh jeh… naja.
auf jeden fall ist das jahr flugs vergangen und war letztlich doch so wunderbar.
ein gutes jahr. ein gutes heisses jahr und der winter wäre ja wohl auch
ad acta gelegt. ich hoffe es sehr. und nun also ein neues jahr. von frühlingsanfang
bis frühlingsanfang. das ist eine gute zeitrechnung. man kann dann auch
darauf verzichten, sich am 31.12. bei klirrender kälte von tschaabos
mit böllern bewerfen zu lassen.
ich dachte früher immer, die kleinen kracher, die roten, die so zusammen
gezwirbelt daher kommen, zu denen sagt man judofürze. es heißt
aber judenfürze. eigentlich eine unverschämtheit. da sie jedoch
aus china kommen, nenne ich sie weiterhin judofürze, auch wenn judo aus
japan kommt. man sollte jedenfalls mitglieder einer glaubensgemeinschaft nicht
mit einem darmwind in verbindung bringen. das gehört sich nicht. anhänger
einer kampfsportart sind da schon eher geeignet, die kampfsportart als solche
ohnehin. kampfsportarten my ass. die drei herrschaften auf dem bild unten,
können das bestätigen.
danke. das genügt.
zahlttag war vorgestern
seit alle denken, sie hätten kein geld mehr und seit alle glauben sie
leben in der paneuropäischen sahelzone, seit dem zahlen die leute auch
nur noch widerwillig. aber wir arbeiten tapfer und fleissig weiter und stehen
zu unseren deadlines. wie gehabt. wir geben nicht auf. aber liebe armutsbezeugten,
manchmal muss man nur mal eben einen satz platinierter radkappen ins ebay
stellen und schon kann man all seine rechnung bezahlen. scheitern auf hohem
niveau, was??!!
so gehen wir ins wochenende und werden ja doch nicht ins wochenende gehen.
was ist das schon? wochenende? knochenentzündung, was ist das schon?
was soll schon sein? rochenragout. wir werden morgen und übermorgen wieder
hier sein. und dann werden wir das hier und jenes hier besorgen. werden es
unseren auftraggebern besorgen. mit allen sinnen sie versorgen, uns um sie
sorgen, sie bedienen ohne knechte zu sein. sorgsam, jedoch nicht auf knien.
im umgang wach und in der sorge langmütig. keine ahnung, wie das immer
gehen soll, aber es geht.
1.000.000 lichtblicke per anno
fang einfach an zu sprechen, schalte dein gehirn erst hinterher ein. so geschieht
es jeden tag, in der weiten welt. der 21. märz kommt näher und näher.
dann wird auf teufel komm raus gefrühlingt. und man überlegt sich
am besten mal, was man letzten frühlinganfang so gemacht, möglicherweise
war das ja gut und dann macht man’s genauso nochmal. einfach alles so lassen
wie’s ist. heutzutage in der schnelllebigen zeit, da muss man die handbremse
anziehen und sich aufs wesentliche konzentrieren. wenn letztes jahr also ein
junger mann aus dem iran ein freudenfeuer in deines freundes garten entzündet
hat, lade ihn dieses jahr wieder ein, reiche ihm eine tasse tee und bitte
ihn ganz arg, dieses feuer again anzuzünden. again and again. bis kein
holz mehr da ist. also nicht bis gar kein holz weltweit mehr da ist, aber
bis eben das brennholz im jeweiligen gärtchen zur neige gegangen sein
wird. und wer nichts wird wird wirt.
so könnte das klappen. ich will ja nicht unken. oder es ist eben nicht
so klasse gewesen. im nachhinein betrachtet zum beispiel muss ja nicht immer
alles klasse gewesen sein. im nachhinein das nachhinein zu betrachten ist
allerdings auch manchmal von vorteil. im nachhineingenachhineinten nachhinein
stellt man nämlich fest, dass alles ganz toll war, dann aber ganz fürchterlich
und dann jedoch könnte man bei genauerer betrachtung feststellen, dass
alles letztlich ganz okay war und man nur einfach einmal seinen ohnehin seit
jahren brach liegenden grips aus dem nachttischschränkchen kramen muss
und dann ist alles halb so wild. aber vielleicht, und das gebe ich zu bedenken,
ist hinterher auch alles doppelt so wild und damit muss man dann umgehen und
sich womöglich in die nervenheilanstalt einliefern lassen, bloß
weil man zunächst dachte, es ist doch alles supie. schockschwerenot ruft
man dann aus dem fenster und die leut‘ starren einen an. also heisst quintessenziel
aufpassen und dann mit erhobenem haupte und offenem auge durch die welt lustwandeln,
dann krikkt man schon alles mit. im nachhinein glaube ich, ist das so. auch
in kopenhagen.
hell ist die straße, die flut ist fern
dänemark mein dänemark. auf jeden fall skandinavien und dann auch
noch finnland. das finde ich gut. nur gut, dass ich das gut finde. so werden
sie gut gefunden. für gut befunden, die nördlichen. leuchten so
hell. aber warum sag ich das alles? weil ich es kann.
gerade kam die italienerin hier rein. um 9:11 uhr und sagte sorry-für-zu-spät-komm-sätze.
um 9:11 uhr. es war wahrscheinlich sogar erst 9:09 uhr. das hätte dem
belgier mal passieren sollen. hahahahahahahaha. um 9:11 uhr. dann vielleicht
eher mit einem 911er porsche, aber auch das halte ich für ausgeschlossen.
9:11 uhr. das muss man sich mal vorstellen. um diese zeit hatte der belgier
ja noch nicht mal die REM-phase verlassen. nein nein. wenn praktikanten bei
uns schon um 9:11 uhr kommen, dann müssen wir uns entschuldigen.
der gewinner nimmt sie alle. hier läuft vielleicht musik… man kann
den elektronischen aspekt nicht immer und ewig vor sich her tragen. man muss
auch gönnen können. ach und da fällt mir auch ein, es hat mich
heute die sonne erweckt und nicht die ins schloss fallende tür. und zum
beispiel flexgeräusche oder das kreischen einer motorsäge gehört
für mich in den bereich der musik. da soll sich der handwerker austoben.
das hört sich nach arbeit an. in wenigen tagen, vielleicht wochen werde
ich demzufolge im schmucksten yorckshire seit gedenken wohnen. ich glaube
nicht, dass es auf erden und schon gar nicht in der lieben yorckstrasse einen
schöneren anblick zu verzeichnen gübe. das wüsste ich aber.
ich luge ja schonmal vorsichtig in die hinterhöfe. hinterhöfe sind
was herziges. gerade neulich bei unserem drucker war ich im hinterhof. ein
schmuckes kleinod, dass wohl bald zu neuem frühlingsleben erwachen wird.
damit kann man leben. mit hinterhöfen und brotbacköfen. im frühling
geht alles.
finnin in kopenhagen. pass auf dich auf. ein smørebrød auf’s
leben.
tequilla sunrise
isses jetzt pfrühling? es fühlt sich so an. jedenfalls sind die
handwerker in yorckshire ausser rand und band. jede tür die man zu schlagen
kann, wird auch zu geschlagen, koste es was wolle. ab ca. 7:00 uhr in der
früh. vielen dank.
aber hier ist es recht friedlich. es murrt und zurrt und draussen sind es
zweihundertvierzig grad. ich in sehr beglückt und wanna shake your hands.
guhn tach. frühling lässt sein blaues band wieder flattern durch
die fucking lüfte. ich bin sehr erleichtert. seit letztem frühling
erging alles wie im fluge. toll. klasse. diesemal muss aber alles etwas leichter
werden. viel weniger gedöns. dafür richtige freundschaften knüpfen,
gute menschen treffen und den blauen himmel geniessen. liebe freunde des klassenbuchs.
es wird ja schließlich nicht zwingend verlangt, dass man jeden scheiss
wiederholt. ich jedenfalls freue mich.
die hier irgendwie auch. die italienerin bastelt eine postkarte. die finnin
ist in dänemark, der rest ist ausser haus. sie haben es sich verdient.
fußball ist unser leben
wir initatoren von so unfassbar zahlreichen und auf enorm vielen quadratmetern
stattfindenden veranstaltungen wollten auch mal etwas anderes sehen. was ganz
anderes nämlich und so trafen wir uns um gemeinsam zum friseur zu gehen.
hui war das aufregend. r.k. und ruichy hatten sich natürlich wie üblich
einer gemeinsamen aktivität entzogen, aber süllvia und die finnin
plus andere der kunst freundlich gesinnte trafen sich im schlammbeschmierten
yorckshire und brachen dann gemeinsam auf. leider war es war ja gar nicht
so, wie wir das vermutet hätten. die gastgeberin (das hatten wir auch
genauso vermutet), war sehr freundlich und aufgeschlossen, aber das kunstinteressierte
(???) volk, lümmelte sich auf den friseursesseln und glotzte bloß
blöd. unangenehm, dachten wir und liefen davon. die finnin erwarb noch
ein paar buttons, aber da waren wir schon wieder bei der rotweinauswahl an
unserem geliebten türkisch/russischen kiosk. ich streite mich ja gerne
über kunst und die lebensnotwendige frage, wann irgendwas kunst ist…
genau! stimmt nämlich nicht. streite ich gar nicht drüber. seit
ca. einem jahr ist mir die kunstansichterei nämlich derart vergällt,
dass ich’s nimmer hören kann. schaut es euch an, wenn es euer herz bewegt,
dann sei es, was immer es sein will. aber bitte bitte nicht so ein gesicht
beim betrachten machen. es waren doch nur erwin skela und diverse italienische
fußballspieler beim verschiessen diverser freistöße zu sehen.
da muss man doch nicht so traurig sein. oder hat euch das bier nicht geschmeckt?
oder waren wir unpassend gekleidet? war irgendwas nicht in ordnung? am ersten
mai machen wir wieder brimborium. mit inox. da könnt ihr’s uns sagen,
was los war. wir sind nämlich gespannt wie ein flitzebogen.
weisses mehl ist schlimmer
betroffenheitsweltmeisterschaft. aber nicht hier im hause. die italienerin
zerlegt gerade die küche. im wutrausch schätze ich, sie hat ja allen
grund dazu. machen wir sie hier nämlich zur minna, dass ihr hören
und sehen vergeht. zu recht wie ich finde. die wahrheit ist, sie hat auch
einen namen: süllvia. wenn ich den praktikantinnen namen gebe, dann hat
das den vorteil, dass r.k. sie nicht mehr schlachten kann. man isst nichts
mit namen. mit gesicht allerdings schon. tiere zum beispiel, für mich
nur mit soße.
guten appetit. hoffentlich bleibt nicht die vegetarische blutwurst im hals
stecken. gestern waren arrested development im (du ahnst es nicht) großen
tattersall. na da war was los. hoffentlich haben nicht die vom kleinen tattersall
mitgemischt, denn dann wär‘ nichts los gewesen. jedenfalls ist mir angesichts
dieses konzertes, auf dem ich nicht sein konnte (seufz), klar geworden, dass
bei einigen wenigen nur noch russisch inkasso hilft. manche könnten zum
beispiel ihre vergoldeten radkappen verscherbeln und schwupp die wupp wären
wir reich. wir fünf bis acht sedanländischen spinner und spinatwachteln.
aber was nicht ist kann niemals sein, haben seinerzeit auch schon tocotronic
gewimmert. wir sind hier nicht in seattle dirk, heißt das lied.
das zum morgen und zum tage und dazu, dass man sich geschnitten hat, wenn
man meint, man wäre auf der sicheren seite. die sichere seite ist, wenn
es sie gibt, ein ort der grauenhaften langeweile, der ignoranz, der selbstaufgabe,
des fieb, zipperidabb, schnipp schnapp…
mir wird nun einiges klar, euch auch?
ich ist ein anderer
im voraus ahnend und manchmal so glaube ich, dass ich ja nur hier rumsitze,
während ich mich draussen auf der gass‘ aufhalte. oder ich gehe gerade
auf den markt, bohnenkraut kaufen, habe im schwarzwald eine kaschemme namens
„zur flotten biene am titisee“, poliere bleikristall und singe ein
liedchen. das könnte ich sein. aber ich ist ein anderer.
die (andere) wirklichkeit sieht anders aus. der japaner scheint vollkommen
genesen, r.k. scheint vollkommen in sich gekehrt, die italienerin scheint
vollkommen arbeitswütig, bull bulla scheint vollkommen verschwunden zu
sein. er hat auch gute gründe, ein herr namens zidane schoss nämlich
ihn und seinen bajuwarischen angeberclub aus dem europapokal. eigentlich zu
recht, wenn nicht der spanische königliche angeberclub bei dem herr zidane
arbeitet, um ein vielfaches schlimmer wäre.
und trübe ist es auch noch. na ein bißchen trübe schon. gerade
trübe genug um nicht sonnig zu sein. sonic auch nicht. zonig auch nicht.
zornig auch nicht. zomtec auch nicht. zotig nicht. zimbel zumbel und zambelig
auch nicht. ich scheine vollkommen aus dem häuschen zu sein.
des pudels kern war gestern
der versuch aus einem dienstag einen montag zu machen scheitert oft und auch
zu recht. ich habe da meine erfahrungen und mich in der hiesigen bibliothek
kundig gemacht. es stimmt.
heute ist lustigerweise mittwoch. der tag an dem r.k. und schnulli und schröder
wie wild trainieren werden. das ist immer sehr aufregend. ich selber war noch
nie dabei. r.k. freut sich schon.
die italienerin ist guten mutes. sie ist sehr fleissig und will auf teufel
komm raus, der wilden programmeschar herr werden. wir unterstützen sie,
wo wir nur können.
die finnin recherchiert im internet. das frankfurter verlagswesen, wäre
es denn ein ihr angetanes, würde uns glück und zuversicht bescheren.
ganz im gegensatz zu dem aus dem fernen fernen und nochmals fernen münchen.
frankfurter verlage horcht auf! wir brauchen euch. die finnin braucht euch.
reisst euch zusammen.
der japaner kniet vor seinem schrein. er hält in der hand ein seltsames
kurzschwert und bohrt sich damit eine handbreit unterhalb des sternums im
gedärm herum. ich glaube eine festplatte hat sich im entscheitenden moment
verabschiedet. das passiert immer mittwochs. das tut mir leid.
und schnee ist auch genug da. wenn dem so ist, wende ich mich wieder dem projekt
„dienstelle marienthal“ zu. man kann sich ja auch düstere gedanken
machen und die dann an die wand projezieren. boogaloo. oder war’s ein bungaloo.
ich vermag das nicht zu sagen. ich arbeite jetzt mal was. r.k., die italienerin
und die finnin sind inzwischen vor freude ausser sich, der japaner liegt in
einer blutlache, bull bulla hält eine rede und ich verspeise alsgleich
ein gebrauchtes stückchen von gestern. prost!




