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sing for the moment

dance on im sedanland. pfeif zwitscher quietsch.
ach jeh, grad bricht die wolkendecke auf. ich kann wieder was sehen. die anderen
zum beispiel. der fabelhafte bull bulla, der im übrigen gestern einen
fabelhaften text über stijlroyal für eine ortsansässige zeitung
geschrieben hat, er glänzt durch abwesenheit. ich glaube er feierte seine
textsicherheit bis in die frühen morgenstunden. ruichy shimano ist in
sachen kunst und kommerz in ffm und umgarnt frohgemute galeriebesitzerinnen
mit seinem charme. lüdia flasht sich die seele aus dem leib und r.k.
guckt dabei zu. er tippt fleissig, ich weiss nur nicht was. ich muss wissen,
was er da tut. er bereitet bestimmt die unterjochung der gesellschaft vor.
das macht er meistens, wenn luft ist…

naja luft nicht gerade, aber alle verweisen auf nach ostern, dass das dann
wieder eine 24/7 angelegenheit wird, das drängt sich mir jetzt schon
auf. hmm. fröhlich. neulich erwähnte ich mal, dass ich mich schon
abends im bette auf den nächsten arbeitstag freue. ein zustand, den ich
vor jahren belacht und verspottet hätte, ist nun wahrheit geworden. schön.
schönheit. ich sprüche gerne cockney wie die herrschaften von the
streets. aber leider spreche ich nur reinstes oxford english. schade eigentlich.
mein oxford english ist allerdings sehr sehr ausgeprägt und oft verwechselt
man mich mit butler hudson aus dem haus am eaton place, was mich wiederum
an das haus am eaton soar erinnert, derren bewohnerin gerade hier war und
uns über den zustand ihres geistes unterrichtete.

jetzt wissen wir bescheid. grins. sie ist obenauf. ganz oben drauf ist sie,
die ari ahne. schlagoberstechnisch auf der höhe ihrer zeit ohne jedoch
den zenit schon erreicht zu haben. was haben wir nicht alle für netzwerkliche
gedanken und dass man sich das weiterreichen sollte, was man weiss und so
den bestmöglichen dingenskirchen erreicht, dann, wenn man das so macht,
wie mein vom sachverstand längst verlassenen hirn mir das immer vorbetet
das arme kleine gehirn. nicht größer als eine schachtel streichhölzer
ist es. das winzige kleine gehirn. so klein. kukk mal. da läufts. süüüüß.
…äh also wenn man das so macht, dann funzt und grunzt es aus allen
löchern und alle sind zufrieden und haben immer genug pfannekuchen im
haus.

und huch… der uppsmann. die postkarten für die dritte stijlroyal sind
gekommen. dufte sehen sie aus. och. das ist aber schön. am 1. mai ab
16:00 uhr und mit konzert und so. das wird klasse. kann man dann auch auf
unserer seite betrachten. und wenn man eine karte will, einfach eine mail
schreiben, wir schicken sie dann zu.
und außerdem, huhu betrachter, läuft ja die sibylle mayr ausstellung
noch bis zum 29. april weiter im sedanländchen. sie läuft immer
weiter. kann man sich ankukken und erfreuen. wie wäre denn das? man kann
auch taschen kaufen. taschen von sibylle mayr und so. ach es ist schön,
dass die sonne das alles so schön ausleuchtet. die sonne ist schon ein
klasse kumpel.

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seltsam

herr bulla in modischem schick. r.k. mit bart. ruichy shimano war beim glatzenschneider,
lüdia mai long hat ein neues auto (einen 74er ford mustang)… nur ich
bin wie immer. seitenscheitel, rollkragenpullover, die brille mit augenfett
verschmiert, schuppen auf der schulter und angstschweiß auf der stirne
so heiß. ein seltsamer tag steht an. eben glaubte ich noch, ein seltsamer
seltsamer tag stünde an. minou und helm helmo schreiben nur zögerlich
aus ihren jeweiligen monolyten. vielleicht wird ja auch gearbeitet. im jeweiligen
monolyt. die wirtschaft will ja angekurbelt werden. wer weiss. vielleicht
ist sie ja schon angekurbelt. gestern abend bei frau christiansen schien es
so, als sei sie noch nicht angekurbelt.
die armen menschen in diesem armen land. so tut doch was. sonst müssen
alle darben und können sich keine dvd-player mehr kaufen. da sieht man
was man davon hat. ein leben jenseits der dvd-player ist für mich persönlich
unvorstellbar. mein leben besteht nur aus einem dvd-player und dem big-king
xxl mit käse. ein leben voller abwechslung. manchmal tropft sogar etwas
käse auf den dvd-player und ganz ganz manchmal fällt sogar eine
über und über mit mayonaisse und ketchup versehene tomatenscheibe
auf eine dvd. das ist dann ein großer spaß beim abspielen. dann
geht der dvd-player kaputt und ich kaufe mir einen neuen. prima, wie ich die
wirtschaft ankurble. noch ein bier bitte!

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geschichten schichten

horrorshow. draußen laufen leute vorbei, das glaubt man kaum. manchmal
muss man zweimal hinschauen, eh man sich dran gewöhnt. frauen mit umdieeckebrillen
zum bleistift, und zwar in rauhen mengen. mit glattem blondem haar und ausgewaschener
jeansjacke. wie auf den bildern über jay-low in einer für solche
zwecke entwickelten fachzeitschrift. ein blick ins leere. ob alle menschen
ähnliche organe in sich drin haben? oder gehirne. oder ein herz. es ist
das schiere grauen. grauenhaft. ich lüge nicht. stolzier. es ist die
zeit, da alle das gleiche an haben. zum beispiel kaffeefilterjeans mit spitzzüngigen
weissen stiefeletten. ein traum. träumt weiter.
ich kann nicht mehr. sehen meine ich.
260px
ich baue mir aus zwei spielkarten (französisches blatt) zwei scheuklappen
und orientiere mich am geschehen auf dem monitor. zum beispiel auf die never
ending story, die sich gerade im stijlroyal.magazin entwickelt. lüdia
mai long und bull bulla mühen sich nach kräften ab, während
mir das wort ja natürlich wie immer locker aus der feder schlüpft.
ich kanns halt. damit habe ich kein problem. die angst vorm weissen blatt
ist mir fremd. einfallsreichtum ist mein zweiter vorname.
und da wir hier die gefahr einer muslimisch motivierten machtübernahme
verdrängen gehen wir frohgemut ins wochenende und kaprizieren uns auf
das wesentliche: hackfleisch und wein.

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blauca macht blau

tapp tapp tüdeltü pfeif quietsch. so schallt es von den mäuerchen
und nur der blaue himmel ist das dach. so geht’s grad in der mainzer neustadt.
das weiss ich. und das ist gut so.
ich bin auch schon mini in den april geschickt worden. ein ganz klitzekleiner
aprilscherz von der tochter einer frau die immer „gell“ sagt, aber
in der tat kein kleines hutzelmännchen ist. das kann man beileibe nicht
sagen. die ganze familie neigt ja eher zum aufrechten gang und zum klaren
blick. da wäre der verdacht auf hutzeligkeiten ja fehl am platz, dort
drunten wo der föhn weht.
und ob ich jetzt in den aprilschickphantasien habe… ja das weiss ich doch
nicht. selbstreflektion war doch noch nie meine stärke.
ich sitz doch einfach nur da und starre die wand an oder lüdia mai long
oder r.k. oder meinen monitor. sitz da und starre, dass man mir die augen
mit einem stock abschlagen könnte. manchmal muss ich selbst lachen. obwohl
ich die situation ja gar nicht reflektieren kann, muss ich lachen. einfach
so. hahaha hahahahahaha hust. so geht es den ganzen lieben langen tag. man
kommt ja zu nichts mehr nur zum lachen. immerhin ist das ja gesund. es stärkt
die abwehrkräfte und macht fit. das jahr ist schnell vorbei. die offizielle
zeitrechnung im sedanland begann ja vor einem jahr. vor einem jahr, es war
ein montag, war auf einmal alles anders. es schien das glück und die
sonne in unsere herzen und bis auf ein paar gemütsterroranschläge
war alles in butter.
wir kämpften um unsere position auf dem designermarkt und schmiedeten
feiste pläne. damals ja noch ganz und gar ohne praktikanten, dafür
aber mit (die legende lebt) love lovner, der ja nun inzwischen von uns gegangen
ist, genau wie (die legende bebt) der patrickant, der ist sogar von hinnen
gefleucht. dafür sitzen jetzt bull bulla und lüdia mai long im lande
und kümmern sich um text und bild. das darf man sich nicht entgehen lassen.
das ist einfach mehr als wir erwarten konnten. aber hier ist es wirklichkeit.
zum beispiel lüdia mai long. ist tapfer und geht mit erhobenem haupte
durch die heiligen hallen und dann kümmert sie sich auch noch ums flash,
ums geschirr, ums frühstück, ums design aller orten und um die befindlichkeiten.
so eine kann man lange suchen.
die lassen wir so schnell nicht mehr gehen. selbst wenn sie wollte. und ruichy
shimano, der brave krieger für den ausgleich und die gerechtigkeit. ein
mann der fröhlich im busch steht und erntet was er zuvor gesäht
hat. einer der uns zwei meter hohe sonnenblumen verspricht, wenn maximalbedingungen
herrschen (sic!). er hat uns gerade noch gefehlt. ein moderator zwischen den
extremen. ein hüter des gesetztes. ein rächer der enterbten. ein
guter autofahrer. ihn kann man nicht ärgern. und das muss man auch nicht.
sven wörner hätte an dieser stelle gesagt: ein guter mann, der kommt
in die suppe. so ist das jetzt im lande. uns steht die sonne bis zum hals
und manchmal scheint sie uns auch aus dem arsch.


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jolante fährt fahrrad

ob morgens in der früh herr jagger erwacht und einen ohnmachtsanfall
bekommt, ob der tatsache, dass er der sänger der rolling stones ist,
ist nicht überliefert. ich glaube es aber schon. mich jedenfalls überkommt
allmorgendlich der schreikampf, weil ich NICHT der sänger der rolling
stones bin. quak quak quaaaaaaaaak. aber nicht doch. herrscher des sedanlandes,
knusperbrotiger, leidensgenosse, schleimbacke, hatzfalatz… halt aus, ich
komme geschwind. mich friert. ich hab kalt. als ich noch in berlin weilte,
saß im gleichen büro wie ich und zudem meist nah dem offenen fenster
eine frau aus dem saarländischen. sie brabbelte und säuselte den
ganzen tag vor sich hin und las sich in horoskopbücher ein, weil sie
professionelle horoskoperstellerin werden wollte, was ja alles schön
und gut ist (grunz), aber sie vernachlässigte dabei leider ihre arbeit
und so musste ich ihr die hammelbeine langziehen. wie dem auch sei, sie saß
also tag für tag vor dem offenen fenster, weil dort der wind frischer
wehte und die sonne heller schien und dann wenn die sonne am hellsten und
der wind am frischesten wehte, dann sagte sie „ich hab kalt!“. wenn
man also die nähe der französischen grenze berücksichtigt…
ach mist… jetzt ist die finnin gar nicht da, denn ich vermute, es gibt einen
zusammenhang zwischen „ich hab kalt“ und dem adäquaten französischen
begriff für diesen umstand. so ist das ja meistens. die finnin hätte
das gewusst, ist sie doch sehr firm in fremdsprachen, auch wenn sie sicher
an dieser stelle sagen wird, sie sei nicht sehr firm in fremdsprachen, so
muss ich doch sagen, dass sie zumindest firm in fremdsprachen ist, ob sie
sehr firm ist, kann ich abschliessend ja gar nicht beurteilen, weil ich weder
sehr noch firm in fremdsprachen bin. ich bin sozusagen x-trem unfirm. fremdsprachen
my ass. kaleidoskope my ass. klemmende reisverschlüsse my ass. staubmäuse
my ass. milch alle my ass. kaffee auch alle my ass.
und dem herr bull bulla muss man das hühnenhafte austreiben, vor allen
dingen, wenn es hünenhaft heißt. er kann besser schreiben als ich.
er ist präziser. ich muss ihn vernichten.
guten tag.

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brillenalarm

die augen, sie brennen so arg, sagt die finnin. schon bald jedoch wird die
klarsicht wieder winken und wunken und am 1. mai ist alles vergessen. vielleicht
schon am 1. april. kein scherz. es könnte so kommen, wenn man es ganz
arg will, dass alles irgendwie rund wird, statt wund. toll statt schmoll.
froh statt roh. man glaube mir. daumen drück.
komisch, was r.k. die ganze zeit da murmelt. eine formel, derren auswirkung
ich nicht kenne. verflucht er uns? wünscht er uns die hexenverbrennung,
die garung auf kleiner flamme oder findet er wohlgefallen an unserem handeln
& wirken? er lässt sich nicht in seine karten blicken. er ist…
sondermann und gnadenpfuhl in personalunion. er programmiert heute soarneu.
das ganze soar mode-imperium programmiert er ganz alleine neu. süllvia
blickt ihm über die schulter wagt nicht zu atmen. der japaner ist starr
vor dreck… verzeihung, starr vor schreck. nur ich bin ganz locker. floggisch
sozusagen. und hinein in das subversive universum der eigenart scheint ein
sönnlein, wie es strahlender nicht sein könnte. ich hoffe man kann
das auch in den buchlädchen unserer stadt gut erkennen. ganz viele lux
sind das. das reicht zur besiegung einjeder depression. da bin ich mir sicher.
und noch sicherer bin ich mir beim thema… quak quak quak…
quak!!!

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temptation-island ist kein billiges machwerk

für schlampige arbeitszeiten muss man eines tages büßen und
zwar spätestens vor dem jüngsten gericht. schlampige arbeitszeiten
sind was feines. zwar muss man hier und womöglich auch anderswo fleissig
arbeiten, damit man sich seine miete und sein mettbrötchen leisten kann,
aber man kann auch mal 37 grade sein lassen. also bummelten die finnin und
ich am morgen betont lässig ins sedanländchen. lüdia hatten
wir vorher noch bescheid gesagt, die anderen machen ohnehin was sie wollen,
und so konnten wir also mit besagter betonter lässigkeit den tag x-trem
schlampig seiend beginnen. eine sonne schien so hell und trüb war’s auch.
richtiges aprilwetter, aber beim betont lässigsein stimmt einem das wetter
nur selten nachdenklich. und da die arbeitszeiten schonmal schlampig waren,
da fuhren obendrein mit r.k. seim auto zum albrecht und kauften wein und sorgenfreiheit
für nahezu 40 euro. da fällt mir folgender witz ein, der mir ein
freund aus dortmund gerne immer wieder erzählt und der (der witz) dann,
wenn er (herr feldmann aus dortmund) ihn erzählt auch funktioniert. hier
funktioniert er nicht. ich erzähl ihn aber trotzdem:
fragt ein mann aus dortmund einen türken „wo gehtsen hier bei aldi“.
sagt der türke „zu aldi“. sagt der dortmunder „watt, schon
zu???“
hüstel…

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garantieverlängerung, wie kann ich da verlieren?

endlich ist er weg. mal ein paar tage im urlaub, auf reisen. r.k. geht nach
hamburg. aber er kommt wieder. morgen abend werden wir ihm zu ehren eine flasche
rotwein aufmachen und uns deswegen das ganze wochenende schlecht fühlen.
am montag ist er dann bestimmt wieder da und gibt anweisungen. davor graut
uns jetzt schon. er und seine anweisungen. das sollte ich mir mal erlauben.
ich bin nur befehlsempfänger. ich habe von all dem nichts gewusst.
und dann möchte ich noch ein kleines gebet für alle zwergtyrannen
und wg-diktatoren aussprechen. da ich ja in meinem kleinen yorckshire so gut
wie alleine wohne und nur von zeit zu zeit besuch von einer zauberhaften dame
aus finnland bekomme, weiß ich solcherlei gedöns nur vom hören/sagen,
aber auch das langt mir jetzt schon wieder. wenn man also glaubt, man könne
als nicht mehr als ein lächerliches 1/4 einer wohngemeinschaft den rest
(3/4) mit üblem gezerre und drangsal überschütten, dass von
dem restlichen viertel ein drittel dann misslaunig und verzweifelt ins sedanland
kommt und nach einer präzisionswaffe mit lasergesteuertem dingens fragt,
um nicht zu sagen freegt, dann muss ich doch sehr bitten. also in meinem fast
pazifistischen gesamtkonzept wohnt schon seit langem folgender wunsch: ich
sitze auf einem stühlchen, während der übeltäter von hinten
an mich herantritt. ich trinke gerade eine tasse kaffee oder esse ein plätzchen
und obwohl ich rückwärtig keine augen habe, spüre ich aufgrund
meiner durch lange lebenserfahrung erwachsenen übersinnlichkeit, dass
ungemach droht. und dann passiert nämlich folgendes: ich ramme ihm meinen
ellenbogen in den dafür vorgesehen unterleib (kann man an dieser stelle
auch sack sagen?)… in den sack und bewege alsdann meinen arm im 90 grad
winkel nach oben um ihm meine geballten faust ins lange gesicht zu schleudern.
das alles von bud-spencer-prügel-geräuschen begleitet, während
der gedönsige zurecht auf den ungesaugten teppich sinkt. von mir aus
auch singt. damit wäre das eine viertel vom ganzen, bestimmt ganz gut
bedient und es würde wieder friede, freude und eieromlett mit champignons
in der westendstrasse einkehren, jedenfalls in meiner krakhaften, gewaltbereiten
phantasie.
mut zur lüge.

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altbau in hamburg

ich werde wohl nach australien auswandern. ich werde wohl doch nicht nach
australien auswandern. ich traue schon seit urzeiten der gravitation nicht
über den weg. das nur dazu.
heute ist ein zumindest etwas heller tag da draußen. hier drinnen ist
es… ja auch schon hell. vielleicht aber auch highway to… sie wissen schon.
r.k. wird heute abend die stadt verlassen. die reise geht nach hamburg zu
blixa bargeld und seinen freunden. verschwende deine jugend. ich war zuletzt
im jahre 1982 auf einem konzert der rockband einstürzende neubauten.
heimlich in düsseldorf. offiziell übernachtete ich bei einem freund
und er bei mir. die telekommunikation war zwar schon im fortgeschrittenen
stadium, jedoch wurde jene nur unzureichend genutzt und zudem vertraute man
mir gewissermaßen blind (schäm…), so machten wir uns mit anderen
damen und herren auf den weg und standen spät am abend aufgeregt vor
besagter jazzkapelle und erfreuten uns am sanften klanggeleit, wofür
diese bluescombo ja schon sehr früh berühmt war. und nun bin ICH
der großvater. und da ist es so, dass statt meiner der liebe kleine
(beim friseur gewesene) r.k. in die hansestadt verreist um sich dem bunten
treiben dieser mir immer noch sehr sympathischen heavy metal veteranen hinzugeben.
am montag werden wir ihm aufgeregt an seinen (meist) verschlossenen lippen
kleben und ihn mit fragen löchern. wir werden ihn grillen, auf die streckbank
legen, dauemschräubliche qualen zufügen… schwedentrunk, eiserne
jungfrau, chinesische wasserfolter, drangsal, höllenqualen, paar auf’s
maul. der unerträgliche schmerz wird fröhliche urständ feiern.
da bin ich mir sicher. erschreckend, aber auch irgendwie schön wie wir
zueinander sind.
ich glaube es ist liebe… ja, es ist liebe.

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kiki im sedanland

aber naaaaaaaaaaaaaaaiiiin. und doch. so ist es geschehen am frühen morgen.
nicht so herrgottsallerfrüh wie gestern, aber früher als das restliche
faule pack, das hier erst so gegen viertel nach elf neune. dafür erschien
uns ariane s. geborene h. und auch das ist schön, vielleicht sogar wunderschön.
so sind wir zu dritt. und nun zu viert und zu fünft, weil nämlich
r.k. und süllvia gerade hier rein gekommen sind. sie machen tierisch
rabbatz. es ist kaum auszuhalten. peinlich wie sie sich aufführen. süllvia
trommelt auf kochtöpfen und r.k. tanzt dazu mit wilden unrythmischen
bewegungen einen veitstanz der sich gewaschen hat. inzwischen hat kiki das
sedanland verlassen, sie musste dringend in ihr kleines buchlädchen am
rande der stadt, ariane s. sprang vor einigen minuten aus lauter verzweiflung
aus dem fensterlein und purzelt zur zeit auf dem sedanplatz umher. r.k. bricht
in diesem moment erschöpft zusammen, nur süllvia kann nicht aufhören.
wie in trohngs schlägt sie mit dem kochlöffel auf die töpfchen
ein und macht dabei solch alberne fratzen, dass mir hören und schließlich
sehen vergeht. später vergeht mir dann noch glänen, frönen,
absahnen, zahnen, raten, graben, zanken, flanken und das ranken. das kann
man auf dem bild unten deutlich erkennen.
bitte schön.