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kill bill

es ist wie immer, wenn du in the morning aus
dem bette springst, du vergisst fast alles und stehst nackt auf der chaussee.
oder du hast zwei falsche socken an, wobei es ja nur eine falsche ist, die
andere ist ja richtig oder die eine, jedenfalls ist eine von beiden richtig
und nur die andere ist falsch und nur für sie gilt: sag die wahrheit.
also dieses allmorgendliche. das hat schon was manisches. hab ich mein fahrrad
gepackt? ist der sattel richtig eingestellt? ist r.k. erbost? ist lüdia
mai long wieder da? ausnahmsweise. was ist mit ruichy shimano? ach… stimmt
ja.
und dann kam das ende schneller als man denkt. unsere seit wochen dahinsiechende
never ending story ist jetzt geoderdocht.
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was habe ich in der erziehung falsch gemacht? junge menschen neigen zu euphorischen
anflügen, um dann nach mit carracho ins tal zu sausen. das hätte
ich wissen müssen, aber ich wusste es nicht. ich habe gedacht, man könne
es im guten versuchen, aber man muss die peitsche ihrem eigentlich zwecke
zuführen. es ist unbedingt nötig mit der faust auf den tisch zu
hauen, auch wenn die faust darunter leidet. in den kommenden wochen werden
hier neue erziehungs methoden dokumentiert. es wird nichts mehr so sein wie
es mal war. mein tyrannsiches alter ego wird das zepter im sedanland schwingen.
es wird grausam, aber auch ungerecht. und es wird mir am meisten weh tun…

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sonnensau

hurra ist das wunderbar. die sonne und keine
sorgen. ich bin, und ich habe oft an dieser stelle darauf hingewiesen, so
einfach gestrickt. wenn die sonne scheint, ist alles im lack. wenn sie nicht
scheint, kukk ich gar nicht hin. da kukk ich mir zum beispiel das ofenprogramm
an oder hör meiner spülmaschine beim spülen zu oder ich schicke
die finnin zum bäcker oder zum plus, was sie aber nur unter umständen
macht, da sie sehr eigensinnig ist und ich auch nicht wirklich menschen schicke,
ausser meine sedanländischen skalven. die schicke ich stets rund um den
globus und lasse mir feines gebäck mitbringen. lüdia die anführerin
der aufständigen sklaven hat mir dafür schon letzte woche das haupt
vom rumpf getrennt.
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eine sauerei ist das. es sprüht ja wie sahne, das blut aus meinen urkundlich
zuerst im jahre 1967 erwähnten adern. hernach macht es niemand weg und
der vermieter ist zurecht arg mit uns. also. und dann kam der posaunist manfrett
koridaß mit catharina aus f. a. ins sedanland und schob mehrere gründe
vor, warum er nicht… aber dazu später mehr. jetzt übt er headspins
im nebenraum, r.k. und lüdia flashen sich um kopf und kragen und besagte
c. aus f. a. sowie ich, wir sitzen am schreibtisch und tippen wild auf die
bunten knöpfchen ein, die auf diesem plastikbrett fest geklebt sind.
dadurch entstehen auf dem fernseher lauter kleine körnchen, die wiederum
irgendwas zu bedeuten haben, ich weiss nur nicht was. schade eigentlich.

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ansbach grizzlys

wenn ich mir bayern so vorstelle, wie’s jetzt
so da lickt (sagt die finnin immer), wie’s sich jetzt bereit macht für
den nächsten bajuwarischen alltag, in dem der fc bayern meistens deutscher
meister wird und in dessen herzen die weisswurst gezutzelt dir ein kleines
liedchen trällert, dort im lande der klischees, dort wohnt eine, von
der ich hörte sie mache den besten kaffee der welt. na das möcht
ich aber sehen. dorthin gehen die heutigen besten geburtstagwünsche.
möge sie den buchbinderinnen eine gute lehrerin sein. herzlichen glückwunsch
kathl.
wehe dem der jetzt nicht erkennt, dass es los geht mit dem sommer und mit
der ratter ratter sonnensommersonne, die jetzt schon so schön gähnt
und funkelt und sich durch die wölkchen traut. da will man doch einfach
mal die seele baumeln lassen und den besten kaffee der welt schlürfen.
ansbach ist weit. it’s a long way to the top, if you wanna rock ’n roll. das
hat schon mein vater immer gesagt. und dann muss es ja stimmen.
andererseits weilt gerade in diesen augenblicken eine junge dame aus wien
am fuße des neroberges und wähnt sich wohl in einem ententeich.
da wird sie gut aufgehoben sein. ihr gilt meine zweiter gruß. trotz
allen geborstenen netzteilen. und hey finnin, es wird ein schöner tag.
ich weiss es.

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autor bei uns

alles hätte ein ende, wenn die wurst nicht zwei hätte, aber in diesem
punkt haben wir ja nochmal glück gehabt. ein ende des brimboriums wäre
mir auch sehr recht in meinem baustellenzuhause, dort wo seit fast einem jahr
ein haufen rabbatzierender handwerker mir das leben zum fegefeuer machen.
grummel! aber es wird und so wird es auch gemacht. ich mache eine woche ferien
im eigenen heim, wenn das brimborium beendet ist.
was man übrigens machen kann, ist, dass man uns eine mail schicken kann,
und dann wird man in unseren email-verteiler aufgenommen und bekommt hautnah
mit, was hier so geht. also brimborien, ausstellungen, sonderbare aktionen,
los wochos und so weiter und so fort. das kann man machen und dann bekommt
man auch was mit. also mail schicken und zacki zacki. hat man was davon.
so. hmmm. und nun muss ich mal aus dem fenster schauen, was draussen so geht.
es ist ja nicht immer einfach. da drüben laufen zum bleistift zwei motzige
herren, die hände in den hosentaschen, den blick gesengt, die haltung
gleicht dem eines hufeisens. dr. müller-schnurstrack. ich möchte
mal gerne wissen wie es unserem patrickanten wohl so geht. von dem hört
man ja gar nichts mehr. der hat sich abgesetzt, nach sumatra wie ich hörte.
ein schicksal dass er mit vielen menschen teilt.

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alltagswurstsalatkätzchen

alltag ist suboptimal. zumal er ja dauernd da ist. suppenkaspertum. aber ich
muss meinen zettel abarbeiten. meinen auftragskillerplan. jeden tag muss ich
aus dem fenster kucken ob da kinder oder junge damen oder einzelhändler
oder gleichgesinnte oder gerne auch mal der alfmann vorüber läuft.
man hat ja auch nichts zu tun. jetzt wo ich am fenster sitze, bietet sich
das aus dem fenster kukken ja direkt an. auch wenn ich mein eigener chef bin.
mein eigener chefsalat würde ich sogar sagen. also hat uns der alltag
wieder im arm und der alltag, das muss ich sagen, ist gar nicht mal so schlecht.
man macht seinen eigenes geschäft, schmiedet pläne und schwerter
schmiedet man zu pflugscharen. doch was sollen wir mit pflugscharen?
pfeif, quietsch. so ist die musik heuer. sie pfeifquietscht den lieben langen
tag. braucht man sich gar nicht länger anzuhören, ist nicht machbar.
und der herr smax vom neroberg, der baut jetzt in diesem moment seine wohnung
zu einer tollen kuschelhöhle um, das weiss ich (zwinker), aber ich darf
es nicht verraten. und während ich sage, dass ich es nicht sagen darf,
weht ein kühler wind auf meine vom händewaschen noch klammen fingerlein
und ich bekomme rheumatische beschwerden und zittere am ganzen leib. das ist
der alltag im sedanland. furchtbar… naaaaaaaiiin. nicht furchtbar. höchstens
furchtbar schön. ein fax kommt, ich muss schluss machen…

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bundesstadt bonn

was soll denn das sein? eine bundesstadt. gibts davon noch mehr? nur weil
die früher mal hauptstadt waren, oder was? wegen mir hätten sie’s
auch bleiben können, aber nein. man musste ja trilliarden verschwenden
und nach berlin umziehen. den winter werdet ihr schon noch erleben… in euren
überheizten 200qm wohnungen… ach vergiss es doch…
also wir sind nach bonn zum kunden und haben dort viele abenteuer erlebt.
die finnin, als buchbinderin ja ein prima kascheuse und frau mai long als
mitarbeiterin ein muss in bonn an der seite des geschäftführenden
gesellschafters, der ich ja seit einiger zeit, ums genau zu sagen, immer schon
bin. schon vorher als noch nichts war, da waren r.k. und ich nich viel, aber
geschäftsführende gesellschafter waren wir allemal. dazu hat’s noch
immer gereicht.
also bonn und einen zufriedenen kunden hinterlassen und dann ahrweiler, weil
dort der maler georg haubrich weilte und wir ihm doch mal die hand schütteln
wollten. in ahrweiler, einem idyll an der schwelle zur eifel. frau long und
die finnin waren den tränen nahe. und dann fuhren wir noch nach mainz
und dann nach wiesbaden. juhuu. wieder da. und als das autofahren spaß
gemacht hat (am donnerstag), da hats noch spaß gemacht, aber inzwischen
möchte ich gerne wieder laufen oder radeln oder hüpfen. hüpf
ich doch…


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ick sitze da und esse klops

uff een ma klops. ick jeh raus und kieke, und wer steht draussen? klops. jedenfalls
dachte frau mai long, so ginge es aus. es geht aber thomas häßler
aus, also icke. mensch, ditt is doch klah wie klopsbrühe.
so sind wir dann also pünktlich, wie vereinbart um punkt 09:30 uhr (ehemals
acht uhr) losgefahren. in r.k. seim renault. und es hat spaß gemacht.
über die autobahn zu gurken und so, das hat spaß gemacht. und überall
das goldene M. wir sind aber nicht eingekehrt, burger king wäre besser,
war aber nirgendwo ein güldenes b zu sehen, so haben wir käsebrote
verspeist.
später dann in der hauptstadt, im blühenden
osten. da blüht’s ja wie die sau. also gut. und zuletzt hat mich dann
die wehmut schon ein wenig gepackt, als wir auf der schönhauser allee
im stau staken. schade. aber 1998 war schluss mit berlin und mir. wir haben
einfach nicht mehr zueinander gefunden. im winter zu kalt und im sommer zu
schwül. so geht’s ja wohl nicht.
und der eigentlich job, nämlich die bilder des malers georg haubrich
abzulichten, den machten wir flotter hand und bei gutem licht so wie’s angedacht
war. bloß keine fehler machen, sonst musst du nochmal hin lüdia
mai long. und da nimmt sie auch schon, die für sie typische kampfstellung
ein.

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graues morgengrauen

die herrschaften vom handwerk haben wieder ein inferno veranstaltet… meiner
seel. man kann nicht wirklich sehen was sie da in yorckshire veranstalten,
aber es ist sehr sehr laut. aber so was von laut. eijejeijei. man kann sich
das kaum vorstellen. vielleicht lauter als ein startendes düsenflugzeug.
aber auch nur vielleicht.
jetzt müssen wir uns sammeln. wer ist noch fit? wer hat die letzten tage
schadlos überstanden? wer hat die nase vorn? wer holt kaffee? lüdia
mai long ist noch gar nicht da. hat sie etwa hinten in der ecke beim besprechungsraum
gesessen? r.k. schaut misslaunig in seinen monitor, jetzt steht er auf und
faltet ein blatt papier… jetzt geht er hinaus und zum supermarkt um kaffee
zu kaufen. er scheint mir nicht glücklich zu sein, aber er scheint auch
nicht unglücklich zu sein. ich hingegen und das kann man genau sehen,
scheine höchst… komisch zu kukken, bin aber höchst motiviert und
voller guter pläne, besonders was die berlin sache betrifft und auch
was die bonn sache betrifft. und wenn wir am dienstag wieder hier sind, dann
kann man ja auch mal über die stuttgart sache nachdenken. über die
wiesbaden sache habe ich ja gestern schon nachgedacht und ich bin nicht john
peel.
 

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stadtgespräche

wir sind uns einig, die kommunikation der stadt mit den bürgern müsste
marginal verändert werden. nicht leicht, wenn man bedenkt, dass in dieser
wattepäckchenstadt leute leben, die wiesbaden für die south bronx
halten. man kann jedoch definitiv auch abends durch die wellritzstraße
schlendern und nur weil die fußgängerzone gerade renoviert wird,
leben wir auch nicht in der dreckigsten stadt des universums. liebe mitbürger
und mitbürgerinnen, alles ist gut. wir haben eine gefühlte griechische
kapelle, die ja seinerzeit aus eher traurigem anlass erbaut wurde, sie hat
güldene dächer. das muss man sich mal vorstellen. und wie ich gerade
sehe fährt die polizei in silber/grünen raumschiffen umher. wir
sind die sicherste stadt hessens und wir sind umgeben von wald, weinbergen
und dem top-banana-mythos-fluss rhein. ausserdem gibt es das gestüt renz,
ich war zwar noch nie da, aber es soll der hit sein. mal ganz was anderes.
einfach mal die seele baumeln lassen zusammen mit dem original spital-publikum.
und kinners, der schlachthof. mensch. das ist doch klasse. da gibts flaschenbier
und die legen auch heute noch nirvana auf. das gibts doch nirgendwo. und es
gibt lauter leute, denen es supie geht, die aber dauernd rumjammern und sich
zurückziehen, weil es ihnen in einer anderen wirklichkeit gar nicht supie
geht. doch wie wirklich ist die wirklichkeit?

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zurückziehung

juhuu. geschafft. alles wieder im lot und die sonne scheint obendrein auch
noch hier rein.
ist alles gut. wir sind am rödeln. es klikkert aus allen ecken. und das
telefon rappelt in einer tour. inox war mal hier, andere haben zu sehr in
den mai reingefeiert, da waren sie hinterher bettlegerig. wieder andere schlendern
hier vorbei und sagen hallo, doch ich kann mir gesichter nur sehr schwer merken,
drum sage ich auch auf eine art und weise zurück hallo, die eher doof
ist, was aber nicht so gemeint ist, ich bin nur immer sehr irritiert und dann
mache ich ein komisches gesicht, kein wunder, denn ich bin ja auch ein komischer
kauz. ich gebe es gerne zu. schuhuuu. käuze ich gerne vor mich hin.
irgenwie will das wort auch nicht so fliessen aus dem gehirn, via transmitter,
durch die finger in die tastatur. aber es wird schon. eben haben wir überlegt,
dass wir mal demnächst zum türken in die frankenstrasse gehen, um
uns dort obst und gemüse zu erwerben, denn wir müssen uns allesamt
gesünder ernähren. r.k. legt sich dann bananenscheiben auf die fertigpizza.
ehre wem ehre gebührt.