beinahe hätte ich schon wieder dezemeber geschrieben, aber ich darf nicht. bmw williams hat’s mir verboten. sie ist der chef. das muss ich einsehen. sie ist aber nicht nur der chef. nein. sie ist auch eine lektorin vor dem herrn und viel vernünftiger als zum beispiel ich. sie ist in jungen jahren schon so vernünftig, das ist im prinzip so überhaupt gar nicht möglich. wie vernünftig wird sie dann erst in 15 jahren sein? supervernünftig? hypervernünftig? oder vielleicht gar nicht, und sie liegt von morgens bis abends auf einem riesigen rosa satinkissen und isst gebratene tauben, sowie sahnetorte. und wenn ja, wäre das dann unvernünftig? was vernünftigeres kann ich mir kaum vorstellen. diese tortensendung auf arte, hat mir eben den verstand geraubt. also gut.
ja und hallo druckerei… das magazin kommt erst morgen von der druckerei, ungefähr 12. trilliarden menschen haben heute schon danach gefragt und das geht so: einer drückt die sedanlandtür auf, steckt den kopf durch den spalt und sagt „und?!“. was und? naja, aber nun kommt’s erst morgen raus.
frau thorwarth versucht mir indes weiß zu machen, sie sei krank, hätte fieber und wäre am boden. das würde man ja wohl hören. ich jedoch höre nichts und sie sieht auch nicht so aus. sie sieht eigentlich aus wie immer. ich glaube, sie will auf sich aufmerksam machen. dabei starren wir sie doch alle wie paralysiert an, wenn sie das s-land betritt und gerade, aufrecht wie der spazierstock eines grafen durch den raum lustwandelt. ja was denn noch? annschwellender bocksgesang? botho strauß wird heute sechzig jahre alt. herzlichen glückwunsch. was anderes kenne ich ohnehin nicht, ich bin schließlich relativ dumm.
marlon brando
jetzt geben wir den pferden die sporen. heult nicht liebe tierschützer, es ist ja nur symbolisch. in wirklichkeit würde ich mich der fairness halber nicht auf ein pferd setzen. das wäre nicht recht. das pferd wäre sicher nicht glücklich. vielleicht würde ich mich als quäker verkleidet in eine kutsche mit abgerundete ecken setzen, aber nicht auf ein pferd oden drauf. und sporen würde ich höchstens einatmen und dann niesen.
wir geben also (symbolisch) den pferden voll rohr die sporen, rammen sie dem gaul in den bauch bis er vor freude nur so tanzt… alles symbolisch… die prärie ist weit und wir müssen jetzt drüber reiten. hoppel hoppel… popoppel. jetzt geht’s los. bald sind wir mehr und auch noch herausgeber eines magazines und auch noch bestückt mir marlon brando und mit elan, verve, verlangen und dem milchjiper. frohes schaffen.
ukraine
die ukraine hat nicht nur birken, aber auch. auch birken. vielleicht hat die ukraine auch bald neuwahlen. zu wünschen wäre es ihr. sergej bubka sollte präsident werden. schließlich sprang er dereinst am höchsten. ob die opposition mit dieser entscheidung zu frieden sein wird, vermag ich nicht zu sagen. unsere (lächerliche) opposition ist ja nie zu frieden. aber naja. ist ja irgendwie auch verständlich. also warten wir nicht auf die regierungen, sondern handeln selbst. es gibt keine „die da oben“. wir sind die da oben. glaube schon. morgen ist adventskalenderzeit. ich bin in stolzem besitz eines finnischen adventskalender. das ist sehr aufregend. frohen letzten november.
ukraine
die ukraine hat nicht nur birken, aber auch. auch birken. vielleicht hat die ukraine auch bald neuwahlen. zu wünschen wäre es ihr. sergej bubka sollte präsident werden. schließlich sprang er dereinst am höchsten. ob die opposition mit dieser entscheidung zu frieden sein wird, vermag ich nicht zu sagen. unsere (lächerliche) opposition ist ja nie zu frieden. aber naja. ist ja irgendwie auch verständlich. also warten wir nicht auf die regierungen, sondern handeln selbst. es gibt keine „die da oben“. wir sind die da oben. glaube schon. morgen ist adventskalenderzeit. ich bin in stolzem besitz eines finnischen adventskalender. das ist sehr aufregend. frohen letzten november.
geschmack geschm
produktion ende. wir sind ganz traurig. jetzt gehtse in druck. wenn wir allerdings jedesmal so prätentiös sind, dann wirds anstrengend. soll ja… ach egal. man muss sich ja genau überlegen was man sagt, sonst ritze ratze wird gleich wieder gallensaftigkeit verspritzt, die leut‘ können halt nicht ruh‘ halten. machen ja auch nicht so’n tighten shit wie wir. grunz. schon gut.
so und nun schaue ich mal viva. ist auch nicht oft zu ertragen, aber beginner sind zu gast. die sind schon ganz okay. aber das langt auch schon jetzt. im ersten feiert der sozialismus fröhliche urständ… man hat mir ja geraten „fröhliche urständ“ nicht mehr zu benutzen, das sei doof. doch da muss ich widersprechen. das ist ja wohl die höhe. „fröhliche urständ“ rules voll okay. ich hätte gerne eine maschine die aussieht wie erich honecker und sich auch so anhört und die die ganze zeit sätze unter verwendung der redewenung „fröhliche urständ“ sagt. und jetzt zeigen sie sachsen. hihihi. diese sachsen. soxen. und es gibt worscht. in sachsen gibts bestimmt oft wurst. in thüringen ja auch. und in nürnberch, frankfurt, wien, new york. wurst is ganz schön chic. ohne wurst wüsste ich weder ein noch aus.
nächste woche kaufe ich mir einen maybach… naja vielleicht nicht nächste woche, aber schon bald. dann sag ich bescheid. dann miete ich mir hinten im sedanlandhof zwei parkplätze und stell den quer da drauf, setz mich mit meinem honecker roboter da rein und esse wurst. eine schöne zukunft. und gar nicht mal so teuer.
noch x-tremer magazining
achtzig stunden wochen machen mir eine große freude. so muss man sich wenigstens nicht seine luxuswohnung ankukken und behält so ein gewisses augenmaß. wenn ich mir aber den ganzen tag diesen gipskopf anschaue, meinen parkettboden in fischgrät, wenn ich auf meinem sofa lümmel und miles davis platten lausche oder gedankenversunken meine cerankochplatte poliere oder auf dem aufblasbaren ding rumschaukel und versuche sophie dannenberg zu lesen, wenn ich mir einfach ein paar datteln mit ziegenkäse in rinderschinken einwickle und das auf meiner frisch polierten ceranplatte in einer kuperpfanne brate… dann äh… ach quatsch. achtzig stunden wochen sind besser. realistischer, härter, bekloppter, vorweihnachtlicher, kapitalistischer… räusper.
gerade dachte ich unsere nationalthorwarthsfrau nünnte mich schnuffi, aber dann stellte ich fest, dass sie höchstselber schnuffi genannt wird, das ist natürlich interessant. schnuffi. schnüff. ist joão carlos bach extase oder nicht? ich wäre gerne firmer. bach und jazz ist dasselbe, wenn man will.
es ist der erste advent, er ist gleich rum, ich habe keine kerze entzündet. mal sehen ob ich nächsten sonntag mit der finnin zwei kerzen entzünde. jeder eine. das wäre doch schön. dann funkeln die augen so schön, im kerzenschein. nach einer achtzigstundenwoche.
glückhabing
ach was soll man auch meckern. ist doch alles supi, würde anke aus
berlin jetzt sagen und sie hätte ausnahmsweise mal recht. ich sitze im
sedanland (muss ja noch nicht mal stehen, danke peter engelhardt) und
höre zeitgemäße mucke (elvis presley), die sonne scheint hier rein und
alles ist gut. sogar das flugzeug, dessen kondenzstreifen den
morgenhimmel ziert, ist gut. es ist sicher eine billigfluglinie mit
leuten drin, die nach nepal fliegen. zum nachdenken. ach die hamms ja
auch nicht schlecht, die nepalreisenden. ich bin seit einigen wochen
ein großer fan von billigfluglinien. bin zwar noch nie mit einer
geflogen, aber seit neulich zwei meiner zahlreichen wiesbadener
lieblingsmodedesignerinnen mit der billolinie nach stockholm gefolgen
sind, da bin ich überzeugt. das stünde mir auch gut zu gesicht. mit
r.k. nach transylvanien oder mit frau williams nach münchen zu bmw. mit
der finnin nach lathi. mit bull bulla nach hollywood und mit helm helmo
nach bollywood. das wär ein spaß. ich buche sofort.
so. und nun also schreit mir dieses morgen ins ohr: mach das magazin.
es gibt noch viel zu tun. zum klükk kann ich mit meinem winzigen gehirn
gar nicht erfassen, was noch alles zu tun ist, sonst würd ich hier gar
nicht so fröhlich rumglucksen. ich würde mir in die hosen machen. ich
hätte… ich müsste… aber so. hihihi. ach und der herr elvis singt so
vorzüglich, er schreit geradezu. deep in seinem heart ist irgendwas.
aber weil mein gehirn ja so klein ist, weiss ich’s nicht zu deuten. er
singt aber eigentlich ganz deutlich. ich glaube a trembling question
ist da deep in seinem heart. der arme mann. der hat doch alles, da
braucht ihm doch nicht bang zu sein. hmmm. das kann dann ja nur
bedeuten, dass geld doch nicht alles ist. wäre das womöglich die lösung
all unserer probleme? ich muss gleich mal r.k. fragen. der weiss alles.
dauert zwar manchmal ein bißchen mit der antwort. aber dann weiss er
alles. er wird bestimmt bescheid wissen. der gute r.k.
sorgenröte
ja nun, der wonnemonat november fliegt durch die luft, gleich einem blauen bande. wir sind entzückt. wir, das sind anne, richard, georg, julius und timmy der hund. hier drin ist es dunkel. was nichts mit unserer fünf freundigkeit zu tun hat, sondern mit der eben doch nicht so ganz wirklichen wonnemonatlichkeit, mit der ich zuvor prahlte. nein, es ist grau. grauen in grau. irgendwie unwirklich. man hört um diese jahreszeit ja neuerdings nur noch diese bekloppten laubsauger oder laubvorsichherbläse. so was blödes. wie soll man denn einem kind in ein paar jahren noch erlären wie der herbst klingt. hör nur, das rauschen des windes, das rascheln der blätter, das prasseln des unaufhörlichen regens. nein, wird es sagen, ich höre nur ein zweitaktgeräusch. bis zur zwölftonmusik ist es noch ein weiter weg. ist weg und weg eigentlich ein teekesselchen?
ich wünschte ich hätte ein gehirn. also nur ein gehirn. keine seele, kein herz, nur ein gehirn. und eine leber, eine milz und von mir aus auch ein paar nieren, muss aber nicht unbedingt sein. galle, alle darmsorten… kann ich drauf verzichten. ist die seele eigentlich ein organ? eine innerei? was gibts denn bei euch heute zu mittag? saure seele.
guten appetit
sorjendiarrhoe
hallo blutnasen. man wird doch noch menscheln dürfen. nein, wird man nicht. menscheln und einfach mal so geradeaus fragen geht nicht. wird zu blogzwecken missbraucht. schade, dass der umweg nur über die ignoranz geht. kann ich damit auch meine kinder erziehen, meine zeitung produzieren, meine liebste verwöhnen, für meine freunde dasein? nee, aber man taucht immerhin nicht in weblogs auf. ist ja auch was schönes, aber nicht schön genug, drum reg ich mich gerne mal auf, menschel was das zeug hält und blamier mich und bin ein dummkopf. der freundeskreis wächst mit jeder minute. komische, um nicht zu sagen kosmische philo, aber so erfuhr ich es gerade und bin irgendwie froh. dick, aber froh. also freunde gebrochener nasenbeine aufgepasst, es kommt wie’s kommen muss.
aber genug der revanchistischen raserei. es gibt noch ne menge blumen zu pflanzen.
das mit der kunst ist zwar so’ne sache, aber da ich schon mal hier bin… ach es ist ein kreuz mit der kunst. kunst geht ja nur noch so: das objekt und ich. sonst nichts. kein geschwätz, keine ausstellungen, keine räume mit mehr als einem bild, keine brezel mehr, nix mehr, ausser das bild und ich oder das bild und du. am samstag abend in der heidelbergerfassgass in mainz. vernissage. vielleicht meine letzte, vielleicht auch nicht (ich lerne nur langsam). ich kann kunstbetrachter nicht leiden, weil sie nicht wirklich leiden. vielleicht kann ich sie leiden sehen, wenn ich glück habe und aufgebrezelte brezelverchecker beim versuch sich die seele aus dem leib zu pinseln. da kann grandiosa bei rumkommen, selten genug, aber es kann, da kann aber auch mist und missverständliches bei rauskommen. so ist es meistens. möchte schon, dass die leute wissen, dass es künstler gibt. dass man erfährt wie die sind, was die so machen, deshalb ja auch der ganze aufwand, aber nicht mehr in diesem kontext. vernissagenkontextscheiss. es ist überall gleich. in berlin, in hamburg, dresden, ffm, lahnstein, wiesbaden, mainz, meins auch. was für eine erholung ist es eine stunde im renault clio zu sitzen. ganz alleine. ich sah meinen atem und sprach mit ihm. er ist nett mein atem am abend.
kunst, geh schon mal voraus, ich komm dann nach.
extrem stijlroyal.magazining
tut mir leid. ich hatte keine zeit und es wird auch die nächsten tage nicht besser. es hat sich in den letzten tagen abgezeichnet und nun siehts ganz danach aus: anfang dezember wird wiesbaden ein neues stadtmagazin haben. das stijlroyal.magazin aus dem hause royalkomm. deswegen raucht es auch wie verrückt und in unseren köpfen. alle machen fleissig mit. und wie man, wenn man aufgepasst hat, sicher gemerkt hat: das ganze magazin ist jetzt auch im netz und wächst und wächst und wext. wir machen bestimmt noch eine menge fehler, es ist ja schließlich unsere erste zeitung und nebenbei müssen wir ja auch noch unsere royale arbeit erledigen und da ist auch viel zu tun. besonders r.k. liegt quer über dem schreibtisch. es wird spannend. wir wissen aber selbst noch nicht, wo das alles enden wird. das internet ist zunächst noch ein fragment. die orga muss besser werden. wir müssen noch viel lerrnen.
und private semi-schicksale nehmen ihr kindergartentäschlein und machen sich auf den weg in die zukunft. die finnin ist nun für ein jahr in münchen, da muss ich natürlich greinen. bull bulla schreibt in zukunft wieder über den film. jetzt jeden monat neu in der printausgabe und im netz zu betrachten. bmw williams macht ihren job gut und verheimlicht uns auch heute noch vehemend, ob sie ihre arbeit bei royalkomm nun gut findet oder nicht. vielleicht ist sie ein roboter, ich werde sie gleich am montag fragen. ob ich allerdings eine angemessene antwort bekomme darf bezweifelt werden. ich mache klick klack mit dem emotionschip. es tut sich was im hause und auf der gasse.
darauf muss man erstmal kommen. nachdem man also einen ganzen sonntag mit sinnlosen nebenherigkeiten wie MTV-kukken verbracht hat, wünscht man sich die erfinder und entdecker von klingeltonwerbung an den galgen oder zumindest auf den elektrischen stuhl. ein alter freund meinerseits hat seinerseits eine firma die aus nullen und einsen mit etwas geschick und renderei dreidimensionale figuren erstellt. er macht quasi in 3D. schon oft habe ich mich gefragt, ob er was mit diesem nilpferd oder nashorn oder was auch immer es ist (vielleicht sogar beides), dass in badelatschen… o gott es ist furchtbar… jedenfalls taucht dieses ekelhafte monster stets parallel zu diversen klingeltonwerbungen auf und treibt mich noch in den wahnsinn… hat also dieser freund etwas mit der erschaffung dieses wesens zu tun? ich hoffe es nicht.





