Besonders die mit Pflaumemusfüllung. Ich wollte ja nur mal was anderes machen, als immer nur twittern und arbeiten und mit der Finnin den güldenen Alltag begehen. Ich meine, was ist denn das für ein Leben? Das hält man doch nicht aus. Gerade jetzt in der Bankenkrise. Jeden Herbst das gleiche, es fängt an zu regnen, brabbige Blätter fallen hinab und bilden Brei auf den Bänken. Ja, da kann man sich ja auch nicht drauf setzen, sonst hat man obendrein auch noch eine Hosenkrise. Das wär blöd.
Heute morgen habe ich gesagt: Heim ist mein Gemüse. Deshalb sitze ich jetzt in der Wohnung und lasse mich von TV, Ventilator (aus) zahlreichen Posemukels, Gulasch, Twitter.com, Blip.fm, iPhone und @Kcpr von der Arbeit abhalten. Doch halt, stimmt nicht, @Kcpr hält mich nicht von der Arbeit ab und der Ventilator auch nicht, die Posemukels ebenso nicht. Das Gulasch aber schon. Bis dann.
Jetzt kann ich’s ja sagen…
Ich habe einfach keine Zeit und nachts, wenn ich bisher geschrieben habe, da schlaf ich manchmal. Das hört sich ungewöhnlich an, ja es mutet sicher auch bizarr an, aber das ist die blankene Wahrheit. Tagsüber sitze ich dann mit dem Lebemann @Kcpr am Schreibtisch und wir schreiben. Wir schreiben, wir telefonieren, twittern, essen Fleischsalatbrote, trinken Wasser, hören Musik, machen Layouts, machen was anderes, rücken den Teppich herum, gehen in die Küche, gehen dawieder raus, hängen in meetings rum, schreiben Textbeispiele auf, machen mal einen Redaktionsplan, denken nach und rühren mit nichtvorhandenen Löffeln in unseren Kaffeegläsern herum. Das ist ein Leben. Dabei produzieren wir sogar was und das nicht zu knapp. So siehts aus. Das könnte ich schreiben, geht aber nicht und aus rechtlichen Gründen schreibe ich auch keine beziehungstechnischen Details auf. Das gehört sich nicht. Ist alles friedlich und freundlich mit der Finnin, der Frau Finnin. Gerade läuft dieser wahlbergische Planet der Affen, was eigentlich ein beklopptes Remake eines guten Filmes ist. Kann man nichts drüber berichten. Ich habe neulich beim Betrachten des Filmes El Topo festgestellt, wie scheißegal mit Filme sind. Ist alles schon gesagt drüber und alles schon ver- und gefilmt. Obs jetzt was neues gibt und ob das gut oder schlecht ist, das ist mirzuanstrengendjetztwasdadrüberundsoweiterundsofort… Die Regierung ist mir weitestgehend egal. Die Kunst ist ja schon 2003 gestorben, weil mir damals zwei total frapierende Elende die Kunst vergällt haben. Unabhängig von einander. Aber Kunst, ach püh… ich mag ja Design und Schönigkeiten und auch zerschnittene Gedanken und so, aber Kunst ist eine dumme, uninteressante Sau in genau dem Moment, in dem man drüber redet. Nicht blöd mit mir und im Inneren, aber Kunst als bla bla, als Zeugnis guten Glaubens oder der inneren Zerissenheit oder aus Eifersucht oder weil einem langweilig ist. Pfff, nö. Kannste ruhig wieder Deine bekloppten Sentenzen schreiben. Es passiert absolut nix, was man schreiben könnte. Ich kann ja mal meine Kunden fragen, ob sie es gut finden, wenn ich interne Berichte über die Entstehung ihrer Magazine, ihres Designs, des Prozess abliefere. Ich denk nein. Das gehört da nicht hin. Das kann ich in dieser Konsequenz und mit der nötigen Diszplin eh nicht. Also rühr ich Beton. Habe ich schon berichtet, dass ich uns ein prima Bett gebaut habe, nach knapp 15 Monaten auf dem Hippiematratzenlager. Wäre vielleicht interessant, wenn wir Brad Pitt und die Tochter von Jon Voight wären, aber davon sind wir weit entfernt, die zu sein. In allen Belangen und manchmal auch leider, meistens aber zum Glück. Meine Ventilatorensucht wäre ein Thema, wenn das nicht so furchtbar langweilig wäre. Das ist ja so langweilig, wie meine Freunde. Die ollen Langweiler werden immer erwachsener und trauriger und müder und och nöööh lass mal. Es ist alles so furchtbar unwesentlich. Es interessiert mich ja alles nicht mehr so. Da stecke ich jetzt sozusagen in dieser Privatevolution und mein Gehirn träumt noch von orangen Sesseln und Leuten die lachen wollen, wenn sie sich treffen. Das ist aber vorbei. Daher der Restschmerz. Das alles ist nicht notierbar ohne larmoyant zu agieren. Das hat keinen Zweck, damit erreicht man ja niemanden. Egal. Es ist egal. Ich stell jetzt diesen fürchterlichen Rotz hier ins Netz. Ich les ihn auch nicht mehr durch. Wenn ich früher mal so was wie einer war, der gute aber uninteressante Sachen gebloggt hat, so bin ich heute einer der auch noch obendrein völlig uninspirierten Schais der zahllosen Menschheit zur Verfügung stellt. Es ist alles total uninteressant. Es ist wird nicht besser, es wird sogar imm…
Tzwischenstand
Das lässt mich gruseln.
Haas & Igel
Ja gut, äh… Mal jetzt Fotografieren und 2 Sätze dazu. Huck knipst. Nach 6 Jahren und 4 Tagen ist mir der Sinn für mein Selbstref.-Blog verloren gengen. Er liegt irgendwo zwischen Twitter und Alltagsabwicklung.
Orange Overload
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Monstermorgen

via @nomnomnom, via monster-munch.
Eeschen auf Orange
Graubrot im Aggroflash
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Auch heute, wo mir schlecht ist.
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Heute ist der Tag vor dem Tag, an dem meine Hochzichte eine Woche her ist. Oder sowas in der Richtung. Ist viel passiert in letzter Zeit. Es passiert ja immer irgendwas und hinterher denke ich, ach -Â ist ja der Rede gar nicht wert. In der Firma machen wir jetzt in Magazinen. Das Stijlroyal.Dingenskirchen trägt rote, saftige Früchtchen. Und lauter andere Dinge auch, die ich aber hier nicht erzählen kann, sonst fühlt sich der Kunde verarscht. Außerdem habe ich Urlaub und bin zum Schweigen verpflichtet.
Weiterhin war ich zusammen mit Frau Haas in Katwijk aan Zee. Dort schien die Sonne und der einzge Wermutstropfen war, dass ich nur ein einziges Mal Vlaamse Frites essen konnte. Von den Frikandelvariationen ganz zu schweigen. Daran ist nur Frau Haas schuld, die nicht rechtzeitig die Bremse vertrat. Das Hotel, in welchem wir wohnten, war sehr freundlich zu uns. Die Gäste dort allerdings hatten sich nicht viel zu sagen und so schwieg man im Speisezimmer. Man aß sogar sein Fruchtenhagelbrötchen mit Messer und Gabel. Die Holländer, es waren Holländer, sind die neuen Deutschen, stand in einer Sprechblase der Frau Haas geschrieben.
Das alles passierte während dieser ossetische-georgische Konflikt schwelt, von dem ich immer noch nicht wirklich weiss, was da geschieht. Wahrscheinlich wissen alle anderen Mensche auf der Welt genau Bescheid. Ich nicht. Da tust du so, als sei alles okay, aber das ist ja nicht.
Zudem gehen mir diese eingebildeten Reporter auf den Sack, die angesichts der kuriosen Weltrekordsteigerungen, dennoch völlig aus dem Häuschen geraten und eigentlich ist das ja auch total egal. Sollen Sie doch.
Wir fuhren dann von Katwijk schnurstracks an das schrottbefohlene Belgische Meer, welches vollkommener Unfähigkeit anheim gefallen war. Das hätten sich die Belgier und auch wir uns sparen können und so fuhren wir mit düsenhafter Geschwindigkeit in unserem Pseudomazda in ein Städtchen namens Marche-en-Famenne und mieteten uns in ein Angeberhotel ein, welches in einer alten Kirche beheimatet war. Dort waren alle sehr nasengerümpft, jedoch professionell freundlich gesonnen. Das Zimmer enthielt Klimaanlage mit der Stufe 16°C, welche ich sofort einschaltete. Dann schauten wir echtes deutsches Fernsehen und tranken Vla vielerlei Geschmacks.
Der nächste Tag führte uns ins Lande Luxemburg mit der gleichnamigen Hauptstadt. Dort waren alle, wirklich alle Menschen männlicher Herkunft, in dunkle Anzüge gehüllt, während die Dame im roten Kostüm daherkommt. Schrecklich. Anschliessend fuhren wir über eine Brücke und erblickten im Tale eine Stadt, die seit 1786 von der Aussenwelt abgeriegelt war. Wir konnten gerade noch das Buch „Kritik der reinen Vernunft“ eines gewissen Imamnuel Kant über die Mauer werfen, bevor wir von den Sicherheitskräften verhuftet wurden. Ja, Sie haben richtig gehört, wir wurden verhuftet. Diese Vorgang dauert etwas 15 Minuten. Anschliessend wurden wir des Landes mit der gleichnamigen Hauptstadt verwiesen.
Sodann verfuhren wir uns in einem dieser zahlreichen Hunsrücker Inzestdörfern. Dieses trug, soweit ich mich erinnern kann, den Namen Riot (sprich: Rijott). Wir fuhren mehrfach im Kreis, doch der Dorfausgang wurde inzwischen abgebaut. Nach einigen Stunden der Verzweiflung konnten wir jedoch über die engen Wege, die sich durch die Weinberge schlängelten, flüchten und kamen rechtzeitig zur Pizzalieferung zu Hause an.
Magnifico, kann ich da nur sagen (Die Mixkassette dort unten, hat mit unseren benelüxischen Abenteuern nichts zu tun, doch hören Sie selbst…).
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Belgischer Bogen
Wir hatten das Gefühl, als führen wir nur Augenblicke später durch das Ende des Regenbogens. Auf der Fahrt nach Marche-en-Famenne.




