Wenn ich das nicht hätte. Kurz nachdem sich der Morgen in mir erbrach, zischelte und fauchte sich unsere liebe Expretzomaschine dieses Heißgetränk zu recht. Prost!
Madonna Poponna
Wenn die Wissenschaft eine Tages in der Lage ist, mittels Computertechnologie in Kombination mit biologischem Schnick Schnack eine Madonna-Simulation in Funktion zu setzen, bin ich der Erste, der mal für 5 Minuten erleben will, wie man sich als Madonna fühlt. Ich meine jetzt nicht sexuell, sondern einfach so. Beim Bügeln meinetwegen oder beim Büchsenöffnen. Beim Kaninchenkäfig saubermachen. Meine naive Vorstellung, dass sie dies alles absolviert, will nicht von mir weichen. Sie verfolgt mich wie ein unsichtbarer rosafarbener Hase. Also ich meine jetzt meine naive Vorstellung. Madonna verfolgt mich irgendwie nie. Wie Madonna zu sein, ist sicher ähnlich wie eine Maschine aus Stein zu sein. Aus durchtrainiertem Stein. Sie ist ja furchtbar durchtrainiert. Ich frage mich… also ich frage mich sowas ja sowieso… wie kann man denn so derart diszpliniert sein. Dabei wirkt die echte Madonna, als sei sie völlig leblos. Als hätte man Ihr die Seele rausgerissen und eine Marschmusiktrommel draus gemacht. Es wäre aber auch möglich, dass sie sich den ganzen Tag total geil findet. Deshalb wirkt sie auch immer so angestrengt. Also es hilft nichts, ich muss das mal selbst erleben. Fünf Minuten reichen. Na sagen wir vier drei.
Rettungsanker
Wenn ich das nicht hätte. Morgens da sitzen können und diesen 4-fachen Espresso mit Milch in mich reinschütten, Ich käme die Hasstreppe gar nicht erst hoch.
Betonung liegt auf den ersten beiden Silben
Das tut sie nicht immer. Meistens ja nicht mal auf der zweiten. Die Leute sind so blaß und blutleer. Ich meine jetzt nicht die Woooohooorufer auf den Tanzdielen der Stadt, sondern ich weiss gar nicht was und schon gar nicht wen ich meine. Was anderes: Stefan Raab ist irgendwie nicht witzig, weil er witzig sein will. Das ist immer so. Das ist auch bei mir so. Wenn ich mir zuhöre auf Band oder im Film (man wird ja immer öfter gefilmt, ja man taucht sogar in öffentlichen Medien auf), dann wird mir schlecht, dann weiss ich gar nicht, wie ich meinen Freunden und Kollegen danken soll, dass sie das jeden Tag ertragen. Von meiner Frau ganz zu schweigen. Sie alle möchten wahrscheinlich niemanden kränken, niemanden beleidigen oder verletzen, nein das möchten sie nicht. Und das ist schön. Ich bedanke mich recht herzlich. Eben wollte ich Beckmann kukken. Wegen dem schnall ich regelmäßig ab. Was das für eine joviale durchs Dorf gejagte Sau ist. Wie eine Parodie, ich sehe ihn regelrecht auf den Tisch klettern, schleim absondernd. Und jetzt mit Merz. Da hab ich ScMerzen. Kalauer und noch nicht mal ein guter. Ich hasse dieses Gebrabbel dieser Leute. Ich schalte weg. Ich lese ein Buch. Ein Buch, das meinem inneren Schweinhündchen entgegen springt. Ich lese Regener und Lobo/Passig. Ich lese nur so im Dämmerlicht, trage dazu stets Brille, würde gerne laut Musik hören, was ich nicht kann, weil ich Nachbarn und eine Mitbewohnerin habe. Daher, als Übersprungshandlung lasse ich den Fernseher laufen. Wie so ein RTL2-Protagonist. Wie die Unterschicht, die angebliche. Ich kann das nicht. Ich leb in ’ner Blase. Ich mach Design. Reiste kürzlich mit einem Wohnmobil durch die Alpen und schaute @daroos beim Knipsen von Häusern zu und beiwohne der Welt des @kcpr. Bilde mir ein, dass ich das locker wegstecken kann, dieses TV-Geriesel und Geblubber. Aber das kann ich nicht, ich spüre ja regelrecht die Verblödung. Als wir neulich die Groß/kleinschreibung wieder eingeführt haben, da dachte ich, Menschenskinder, das haste ja jetzt echt 20 Jahre nicht mehr gemacht. Das haben dir die Simpsons nicht beigebracht und auch die Kulturzeit nicht, der Sloterdijk schon gar nicht, der interessiert sich ja einen Scheiß für mich. So muss ich in mich gehen. Grad wo ich gedacht hab, schreibste doch über Fernsehen, das kennste ja schon so lange. Ich schreib eh morgen nicht mehr und dann stehen hier wieder dieser Tweets aus dem Twittersender.
Hilfe
Wenn ich das nicht hätte, ich weisses auch nicht. Jetzt muss ich nur noch die Treppe des Hasses überwinden und dann bin ich da wo ich hingehöre.
Nation of Prokrasti
Ach, über Ditsche kann man lachen?! Das habe ich bisher noch nicht feststellen können, aber vielleicht muss ich anders werden. Ditsche ist eine Sendung die irgendwann nachts irgendwo läuft und das in manchen Zeiten sogar jeden gefühlten Tag, bzw. gefühlt jeden Tag. Da steht dann ein vermeintlicher Komiker, der sich für einen extrem großen Schauspieler hält, im Bademantel in einer Imbisstube und trinkt Bier. Plaittüden geben sich die Klinke der Plattheit in die Hand. Blödes Gefühl. Ich wundere mich indes auch stark, dass ich mich noch wundere, dass ich mich wundere, dass so viele Menschen (70.000) aufeinmal ein Stadion besuchen um Mario Barth zu sehen. Das ist doch gar nicht möglich. Wenn man das mal stochastisch und empirisch ausschlachtet, dann müsste man das Ergebnis sicher wegschließen, weil das so ähnlich wäre wie in dem Buch Sakrileg oder solchen Berichten in denen es um Maria Magadalena und Gott und so geht. Es würde doch weltweit kein Mensch mehr einen Mercedes Benz kaufen, wenn alle wüssten, dass wir hier total bekloppt sind. Das wäre doch der Niedergang des Exportschlagerlandes Deutschland. Und wenn ich mir im Fernsehen betrachte, was für Gestalten da herum laufen und was die essen und wer das denen kocht und was diese Köche für Bärte und Buckel tragen, das ist ungeheuerlich. Ich denke oft… ich hoffe oft, dass das extrem geschauspielert ist, dass das ganz weit von der Realität entfernt ist und dass sich die Macher selbst auf die Schenkel klopfen, weil sie das zum Schreien doof finden. Die Wahrheit ist aber, das finden die nicht doof. Die meisten Fernsehmacher, sowie die allermeisten Werbefutzen sind extrem nah an der Hauptstadt des Landes Schwachkopfia beheimatet, ja sie sind dort sogar geboren. Anders ist es nicht zu erklären, man muss Ihnen eine gewisse Kränklichkeit attestieren, ansonsten wäre das alles ein Verbrechen an der Menschheit, was es ja auch ist, aber so muss man diese Menschen wenigstens nicht hin- oder herrichten. Typen mit Sonnenbrille und Hosenscheisser Outfit philosphieren über „das Leben“. Das kann einfach nicht sein. Das ist der letzte Dreck. Sonnenbebrillte Schwachköpfe mit lackentener Haupthaut in den Farben Rot und Rotbraun, mit engem Shirt und Jeans und am besten das Flip Flops. Das wär ja nicht weiter schlimm, Geschmacksache, aber diese Typen sind Bestimmer und dürfen ihre Standpunkte verbreiten, als wären diese durchdacht, fundiert und hätten irgendeine Substanz.
Eigentlich wollte ich hier darüber schreiben wie ich das Buch „Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin“ Sascha Lobo und Kathrin Passig, aber ich musste mich ja zunächt mal über den Fernsehapparat und seinen Inhalt aufregen. Ich bin zudem nicht mal in der Lage ins Bad zu gehen und zu schauen, ob der Titel wirklich genauso geht. Es geht um Aufschieben und Verschieben. Über das Thema machte vor 20 Jahren ja schon die Zeitschrift „Tempo“ groß auf. Ich wollte schreiben wie ich das Lesen dieses Buches über die Prokrastination prokrastiniere und wie das auch nur ein ganz billiges Ding ist, dass man das Lesen eines Prokrastinationsbuches prokrastiniert. Aber Jetzt will ich nicht mehr. Ich geh mal aufs Klo, danach mach ich mir einen Rettich-Blaukraut-Salat, danach ruhe ich mich aus und danach ist auch schon wieder Zeit Frikadellen zu braten.
Bambule in Bamlach
Anlässlich unserer Tour de Beton weilen wir zur Zeit in Bamlach. Aber nicht weil hier so herrlich Betonbauten in den Himmel ragen, nein, dieser Wohnmobilstellplatz hat W-LAN. Und genau morgen um 8:00 Uhr peitschen wir die Besitzer dieses Campingplatzes mit dem W-LAN-Kabel aus.
Nudeln mit Spaghetti
Supergrobi
via todaysbigthing
Gefunden
Dies fand ich bei Mathias Richel und es ist von Francois Vogel.


