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bob ross and the joy of pain(ting)

seit ich BR-alpha empfange ist mein
leben wieder aufgefüllt mit sinn, verstand und schönen bildern.
ich bin zwar jedesmal übernächtigt und schlafe bei meetings ein,
aber mein herz ist erfüllt von landschaften mit birkenwäldern, opulenten
wolkenformationen und glitzernden bergseen. das verdanke ich bob
ross
. bob ross malt
bilder und erklärt dabei wie das bildermalen an sich geht. jeder kann
es lernen, du hast keine grenzen, alles ist möglich, erfahre ich. und
es stimmt, alles ist möglich, besonders wenn man auf bilder steht die
aussehen, als habe caspar david friedrich seine bilder auf beruhigungspille
gemalt und dabei eine damensturmpfhose auf dem kopf getragen. alles ist möglich.
diesen passus transportiere ich dann auch in meinen alltag. warum denn auch
nicht. bob ross scheint
sich da sicher zu sein. er trägt ein weisses hemd und einen afro. so
einen wie man ihn oft bei älteren damen beobachten kann, die sich aus
welchem grund auch immer, ihre haare lila färben lassen. bob
ross
trägt jedoch naturfarbe. wie könnte er auch. er hat ja
geschmack und davon jede menge. jetzt kann ich mich zwar noch dunkel erinnern
wie man ein bild malt. klar, erst grundieren, die dinge die im hintergrund
stehen zuerst, dann die im vordergrund stehenden, zum schluss die higlights
und die details. aber bei bob ross sieht das nochmal viel besser aus. wie
er mit ein paar sprüchen darüber das „anything, really really
anything“ geht und genauso vielen pinselstrichen aus einer seegurke eine
birke zaubert, das ist schon enorm. schwierig ist dabei nur wach zu bleiben,
weil erstens die bilder ja zum träumen einladen und zweitens seine stimme
so beruhigend, ja narkotisierend ist, dass der betrachter stets gezwungen
ist, einen ernstzunehmenden kampf mit der narkolepsie auszutragen. man träumt
von verträumten seen, trauerweiden und cummulluswolken… wobei ich heute
allerdings träumte, ich führe mit einem rennrad einen steilen berg
hinauf, es schneite und der vor mir fahrende radrennfahrer stürzte in
eine schneewehe. das kann bob ross nicht gewollt haben. das hätte er
nie zugelassen. ich muss mich geirrt haben.

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schwabenfunk

ich muss dauernd an die schwaben von tjpk
und ihr köstliches paket denken. ich muss an peter, thomas, susanne,
pia, marion, benjamin und wie sie alle heißen, denken. obgleich ich
ja nur zwei sechstel der damen und herren persönlich kenne, aber wenn
die anderen genauso sind wie der halbbruder von r.k. und der andere mann,
der sämtliche dialekte auswendig kann, dann… es muss das paradies sein
dort unten in uhingen am schönen filz (ortansässiges flüsschen,
nicht zuverwechseln mit politischem filz). es gibt l-förmige (in worten
ell-förmige) schwimmbäder, den
cvjm
und gerberbräu. und die herrschaften vom
dSDS
sind stets anständig zu uns und spenden uns zuversicht auch in düsteren
tagen. besonders das frollein marion, dass uns mehr mails schreibt, als alle
unsere zahlreichen lebensgefährtinnen zusammen. und jeden donnerstag
schicken sie uns alle ein päckchen mit heißen spätzle, die
sie selbst geschabt und gekocht haben. darauf freue ich mich heute schon.

um die belegschaft der firma CYMK
unseren lesern einmal näher zu bringen, haben wir unten ein foto
der gesamten belegschaft abgebildet. auch den westflügel des gebäudekomplexes
in dem tkkg
seine furchtbaren experimente durchführt, wollen wir nicht vorenthalten.
die belegschaft von links nach rechts und von oben nach unten:
theo und waldemar schneck / zahlmeisterei – klaus napf / fahrdienstleitung
– wieland witzig / galgenhumor – arthur hechtsuppe / frankiermaschinendienstleitung
– udo unterberg, oswald kleininger-fenchelreu / sanitätsdienst – serge
zwuck, ferdinand oweia, lars vegas / art direktion – hubert „long dong
silver“ hunsrück / farbfächerei – benjamin pfendt / zeitsoldat
– marion hainz / i-mehling, choreographie – thomas joussen / philosphie und
amtsanmaßung – peter karliczek / malerei, zauberei, frikadellenfabrikation
– pia schulze / minnegesang – leo lumpensack / abt. zeitverschwendung und
nervenaufreibung – susanne joussen (zur zeit in gambia) / handlungsreisbrettschneiderei.

so hat jeder seine position. jeder wird gebraucht
im firmenimperium unserer schwäbischen freunde. jeder tag ist wie der
andere. brutalität in der durchführung und kompromisslosigkeit ist
alltag. grausame rituale und finsterstes mittelalter feiern fröhliche
urständ. es ist eine wahre pracht. wir sind sehr verbunden. danke.

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schwedentrunk

die aus dem schwäbischen haben veranlasst, dass wir lauter lustige kaugummis
aus essen zum essen geschickt bekommen haben. das paket ist heute bekomme
und es war wie weihnachten und das bedeutet: r.k., lüdia mai long machten
ein gesicht wie drei tage beerdigung mit regen, sturm und anschliessender
flutkatastrophe. frau williams hingegen strahlte übers ganze gesicht.
das tut sie immer wenn ich was sage. manche behaupten, sie lache mich aus,
doch das glaube ich nicht, das wäre ja… das ist ja… ungeheurlich!
ich werde sie entfernen lassen, dieses luder. so war heute die bescherung.
die hängenden mundwinkel meiner beiden ex- und nochmitarbeiter spielten
eine ungeahnte melodei, so dass freude pur fröhliche urständ feierte.
dein schönes bild. an weihnachten hätte ich das gern genauso. letztes
weihnachten war es so und davor auch. bitte auch dieses jahr wiederholen.
also. die bunten produkte erwiesen sich schließlich als gummistopfen
und kupferne haken, es liegt mir alles wie blei im magen. plumbum. ich bin
satt.

so. was weiss denn ich…

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morgenstünd

morgenstünd hat was extrem lässiges. bin extra und freiwillig um
halb sieben aus dem hause gestürzt um brötchen und gemüse zu
kaufen. das hat spass gemacht. eigentlich wollte ich ja nur brot kaufen, aber
als ich dann beim kräutertürken in der wellritze vorbei radelte
und mir die auskunft erteilt wurde, es sei schon offen… na da bin ich doch
rein in den laden. der besitzer ein westendweit bekannter schwätzer war
auch wieder höchst unzufrieden und motzig und so beschloss ich, das nächste
mal wo anders mein frühgemüse zu erwerben. der mann kennt genau
zwei zustände, entweder fragt er wie ein aufgeregtes huhn durch das halbe
westend brüllend ob ich denn lammkotelett kaufen will oder er ist motzig.
dabei habe ich nur ein einziges mal vor ca. 4 jahren bei ihm lammkotelett
gekauft, das jedoch scheint ihm in bleibender erinnerung geblieben zu sein,
wenn ich nur wüsste warum. jedenfalls handelte es sich seinerzeit um
eine handelsübliche portion und ich habe sogar bezahlt. naja. die leut…
kammer nix machen.

und nun erschleicht mich so eine angenehme müdigkeit und ich werde nun…
ach es ist ja… kennt man das? das kennt man. man (in diesem falle ich) schwafelt
und schwafelt und es passiert einfach nichts. ob dieses oben beschriebene
sackreisinchinaesque ereignis nun hier niedergeschrieben steht oder nicht,
hängt ja auch mit diesem sack reis in china zusammen und ist so sinn-
und inhaltslos, wie das hier jetzt und das folgende und das von morgen oder
übermorgen, nicht zu reden von überübermorgen. mir schwanden
die sinne anfang der 80er jahre, daher die sinnleere. ich kenne ja nun leute
die suchen ganz aufgeregt nach sinn und stampfen nach erfolgloser suche wütend
mit dem fuß auf. das ist eine sinnsuche, die mich lachen macht. man
kann ja auch an gott glauben oder agnostiker werden. agnostiker sein ist wahrscheinlich
das sinnloseste aller daseinsformen, aber auch nicht ganz uninteressant. unser
ehemaliger showpraktikant bull bulla zum beispiel achtet akribisch darauf,
dass sein leben von sinnlosigkeit nur so umrankt und druchdrungen ist. er
ist daher auch der gottloseste mensch, den ich kenne (sagte ich mensch?).
er höhnt und spottet über jeden, der auch nur die leiseste verbindung
zu metaphysik verzustellen versucht und schließlich fällt er mit
dem kopf auf den tisch und schläft ein. das ist ein leben. da möchte
ich hin. dem ganzen dasein das sinnhaben aboperieren und schließlich
noch einem stumpfsinnigen job mit stumpfsinnigen vorgesetzten nachgehen, das
ganze mit literweise wein aus der neuen welt aufgiessen und schwupp di wupp,
ist die menschheit und menschllickeit binnen weniger jahre ausgestorben. dann
ist wieder ruhe und die bakterie an sich, muss sich nicht mehr selber bemühen
die menschheit auszurotten. klasse!

möööööp!

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mein freund ist beruflich ein paradroid

und damit nicht genug. er besteht auch darauf ein roboter zu sein. seine mutter
ist ein mikroprozessor, so behsuptet er steif und fester. sein vater ist glaube
ich gehirnchirurg irgendwo im taunus, genau weiss ich es nicht, aber das ist
auch nicht von nöten.
wir schlugen uns also in der nacht vom mittwoch zum donnerstag mit ein paar
dualen umständen herum und am morgen, kurz bevor wir anfingen richtig
zu halluzinieren, wars geschafft: LP-cover und CD-cover und website
und was weiss ich nocht alles. mille plateaux guten morgen.

dass mein leben irgendeine mischung aus ren & stimpy ist, habe ich ja
schon lange befürchtet. ich ging also heim… ich schleppte mich also
heim, gezeichnet von der nacht und einer nahenden erkältung und freute
mich aufs bett. zuhause schmiss ich wamms und gehrock auf einen haufen, trank
noch einen kräftigen schluck aus der kranheimerhellpulle und legte mich
hin. aber genau in dem moment als sich meine wange ins kühle kissen graben
wollte, fing draussen im hof ein herr mittleren alters damit an granitplatten
mit einer kreissäge in stück zu sägen. kann es eigentlich sein,
dass mich irgenwer verarschen will? gibts wenigstens leute, die das beobachten
und sich dabei kaputt lachen? dann hätte es wengistens einen sinn. dann
wüsste ich wozu das alles gut ist, aber so wird es schwer es zu begreifen.

gute nacht.

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zeit ist was ganz anderes

damit konnte keiner rechnen. die zeit wird knapp und knapper und eines tages
ist sie weggelaufen. sie rennt ja schon recht schnell. wie soll ich da mit
dem schreiben nachkommen. also ist jetzt wieder eine ganze woche vergangen
seit dem letzten klassenbucheintrag. doch statt schelte nun eine lobpreisung
aufs brotbacken.

die finnin, der herr esmex und ich, wir fuhren am donnerstag nachmittag nämlich
zu meinem lieben alten freund boris claudius kaspar kreisle edler von hellborn
um uns in die kunst der brotbackerei einweihen zu lassen. die kunst stellte
sich dann aber ganz schnell als gunst heraus, ’s war sehr erhellend wie die
hefe aufging und festzustellen, dass ordentlich kneten ein wichtiger bestandteil
des backens von täglichem brot ist. brot backen rules, stellten wir fest
und am nächsten tag zeigte uns der herr graf die herrlichkeit der pfalz
und dann die herrlichkeit eines französischen supermarktes. es rockt
ja immer in fremdländischen supermärkten. alleine die vielzahl fremdländischer
verpackungen lassen mein herz hüpfen. aber auch die leckerheit fremdländischer
lebensmittel, die lassen mein herz nochmal so hoch hüpfen. zum beispiel
orangina mit pfirsisch-mandarine-vanille-geschmack oder die variationen von
ziegenkäse. oho. nicht schlecht. sogar das toilettenpapier ist schöner
als hier zulande. genau wie die häuser, die menschen, die bäume,
der himmel, die zebrastreifen, ampeln, sackgassen, würstchen, parkbänke,
gauner, schnapsnasen, zigarettenstummel, schaukelpferdchen… alles ist besser
als hier.

hier ist alles voll blöde, weil einen der alltagsmumpiz noch um den
verstand bringt. zwar alles nicht wirklich schlimm, aber manchmal halt auch
very ohjehesque. und dann kam über nacht auch noch diese erkältungstechnisch
eher unangenehm anmutetende mutation dazu, die mich gerade in die knie zwingt,
weil… blah blah blah.

frau williams ist sehr fleissig. sie macht der arbeit schöne augen,
sie ist der arbeit zugetan, sie ist ein arbeitstierchen, sie ist ein killer
und sie kann was, zum bleistift milchpackungen zeichnen. das muss sie auch,
denn sie ist laktosesüchtig, genau wie wir alle süchtig sind. r.k.
ist fructosesüchtig, während ich ja eher der mitose zugetan bin.
schließlich und endlich bin ich ja ein großer anhänger der
eukaryoten, welche sich zum beispiel hier vorm fenster tummeln und winken.
man kann sie ja nicht alle zählen, das muss man ja auch nicht, aber immerhin.
ich habe schon wieder alp- bzw. albträume. das heißt die alpen
in form von arbeit lasten auf mir, wie eben ein gebirge auf einem zarten menschen
als wie ich einer bin… äh… sind.

nun genug des trögen wortschwalls, ich muss mich beeilen, schließlich
muss ich das schöne geschenk, welches mir gestern meine liebe freundin
doris claudia kaspissima kreisle edle vom hellen borne vorbeibrachte, noch
adäquat in meinem lebensmittelpunkt installieren, damit frau schnick
und die finnin heute abend auch noch augen machen können. augen machen
müssen. ich weiss nicht, aber könnte sein. jetzt jedoch muss ich
frau biggi vom atlier meelbiin anrufen um sie mit fragen zu löchern und
danach setze ich mich auf meinen bock und brause davon. so ist das leben und
so soll es sein.

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vortag

heute waren wir im winzerbereich unterwegs. zum gestalten von wein etiketten,
so riet uns der freundliche und gar nicht winzige winzer, sollten wir erstmal
das komplette programm in uns hinein schütten und hernach mit der arbeit
anfangen. ich glaube kaum. aber wir könnens ja mal versuchen. obgleich
ich aus erfahrung weiss, dass ich gar nicht wirklich frohgemut arbeiten kann
und will, wenn ich einen schwipps (huh huh huh) habe. schon als ich mich noch
der (verdammten) freien kunst gewidmet habe, wusste ich in gegenwart des teufels
alkohol mit dem dachshaarpinsel wenig anzufangen und warf ihn in die ecke.
auch die schriftstellerei tut sich schwer. zwar ist man anfangs x-trem begeistert
vom eigenen sud, den man durchs gesiebte gehirn purzeln lässt, aber hinterher
kommen mit dem kater auch die sorgen, sowie diverse ansprüche an orthographie
und inhalt. also liebe kinder: beim malen, swingen und spielen mit dem butterfly
oder der knarre, stets nüchtern bleiben, der jugendrichter wird auch
so verständnis für eure vermaledeite situation haben.

gute nacht!

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waasch du im urlaub – noi warum – du bisch so braun…

bisher kannten wir baden-württemberg nur vom mit dartpfeilen auf
die landkarte werfen und meinen erlebnissen bei diversen skateboard-contests
in adelberg bei stuttgart, einigen durchlebten nächten in der röhre
(auch stuttgart) und einem wochenende in einem tübinger zivildienstwohnheim.
alles fand in den 80er jahren statt, als es die zeitschrift tempo noch gab.
nun aber lernen wir es richtig kennen, das ländle, mit unseren neuen
kumpels TJ und PK von tjpk. tägliche telefonate und einfühlsame
diskussionen über design und sein verbinden uns seit monaten mit der
herrlichkeit der schwäbischen alb. für uns hessen ist alles jenseits
des weisswurschtäquators entweder bayerischer wald oder schwäbische
alb (eventuell noch schwäbische eisenbahn) und somit provinz, manchmal
sogar provence. früher dachte ich immer provence, wäre der französische
ausdruck von provinz. kräuter der provinz. hätte ja gepasst, wer
pflückt schon kräuter auf dem trocadero. das war aber ganz früher.
bis mitte der 70er. ab da verfügte ich um reichhaltiges gefährliches
halbwissen.
aber wo war ich steh’n geblieben? ach so ja, die herrlichen herrschaften aus
dem herrlichen herrschaftlichen baden-württemberg wo der teufel regiert.
eine vielzahl interessante projekte begleiten unser gemeinsames sein und manchmal,
da treffen wir uns zu dönerfleisch und mineralwasser um uns tief in die
augen zu blicken. in diesem momenten wird r.k. und mir richtig schwummi und
wir tropfen in zutiefst erschütterter erregung von unseren kunststoffstühlen.
manchmal nennen wir sie zur freude aller tkkg. damit mussten sie allerdings
rechnen. wir sind uns jedoch gar nicht im klaren darüber, wie sie uns
spaßhafterweise nennen. vielleicht ja dick und doof. das allerdings
wäre wunderbar.

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r.k. kackt ab

mir war ja ganz flau am wochenende, daher war ich nur sporatischer
gast im neuen baresi
unten in der luisenstrasse. da war aber voll. und heute ist r.k. der mann
dem flau ist. zu recht wie ich finde. denn die ganze aufregung um 10
jahre beinhaus
schlagen bestimmt auf den magen mit all seinen gebeinen.
bestimmt bestimmt. gaaanz bestimmt. auf jeden fall. ich weiss es nicht.

so. aha. also so ist das jetzt… hmm. die finnin schreibt noch ein paar
wenige tage an ihrer magisterarbeit, die sonne glitzert am firmament und wir
haben jetzt das baresi. da könnte ich mal einen kaffee trinken gehen,
wenn die zeit es zu ließe. könnte ich mit dem fahrrad mitten durch
die glitzersonne fahren wobei schjhhhjdje djelkdk,er krjdeljllj…

ach kinners. mir fällt ja gar nichts zum tagesgeschehen ein. r.k. ist
wieder gesund. mein bergrädchen ist bei dr.
kissel
in nieder-olm in behandlung, bmw williams ist fleissig am lernen,
die finnin schreibt magister im endstadium, lüdia mai long lungert faul
am niederrhein herum, die sonne hat sich erbarmt und schenkt den letzten sommertagen
ihre aufmerksamkeit. helm helmo und ich freuen uns auf samstag, denn da fahren
wir zu feinkotz
dietmar
und suhlen uns in sardellenpaste. jedenfalls helm helmo und ich
haben das seit monaten vor. wir haben sonst nichts vor, aber das haben wir
vor. und danach gehts direkt nach beinhausen zur 10 jahre ulknudelsause mit
den beiden sängern und liedermachern gerhard schröder und karlheinz
checkitout, sowie der chanteuse ulli ungemach. wir mixen da wieder den berühmten
jack rabbit schlimm, da können sich dann alle beim tanz gegenseitig vollkübeln.
das macht was her in der szene. besonders in der bulimiszene. huh huh huh
(weinfest). ich muss leider immer an gelbe caprihosen denken. das ist ganz
schlimm. müsst ich doch gar nicht mehr dran denken, wenn ich welche hätte,
obgleich ich gar keine haben will, weil mir die farbe geld nicht gefällt….
nein nicht die farbe geld, die farbe gelb… ja ist das denn die möglichkeit?!

jetzt läuft mir die zeit davon und die männers aus stuttgart wollen
wissen was die stadthalle in schorndorf macht. sie macht sich gut hier vor
mir in reinstem html mit ein bißchen javascript. sie sieht blendend
aus. sozusagen kurz vorm abheben. r.k. schleift noch und ich mach dann die
drecksarbeit. auf kreationen haben ich gerade keine lust. möchte mal
keinem kreativen prozess angehören. das ist irgendwann mal überholt.
das geht irgendwann mal nicht mehr. jetzt muss ich mich aber dennoch, obgleich
ist das gar nicht will, um einen kreativen prozess kümmern, weil das
ja auch der grund meiner gegenwart ist. ich bin doch sonst zu nix zu gebrauchen.

und hallo frau finnin… fahren wir am montag an oder auf den goethestein
und weinen der anna amalia ein kleine träne nach, köpfen dann den
schampus und giessen ihn uns über die hosen. damit wäre ein weiteres
kapitel unseres futzidutzisupilebens abgeschlossen. was kommt noch? weiss
keiner… sintflut, hochzeit, gartenarbeit, kaffee kochen, sonntagsbrötchen,
dschungelcamp, punkrock, rosengartentürchen quietscht… alles wird gut.

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kringelkrangelkrungel

morgens ist schön. wenn menschen auf zu großen fahrrädern
vorbei staksen und ich mich frage, wie aufrecht kann man denn noch auf einem
fahrrad sitzen??? eine interessante, wenn auch uninteressante beobachtung.

interessanter sind da die zusammenrottungen von biertrinkern, die sich gerade
noch, müde von der letzten nacht, den schlafmatzen aus dem augen reiben.
sie erwerben ihr bier stets am kiosk, nicht am türkisch/russischen, den
wir hier favoritisieren, sondern drüben im armenisch/ aserbaitschanischen
lädchen, welches den eindeutigen nachteil hat, dass man es als kunde
nicht betreten darf. so kann man das sortiment nur erraten und das macht keinen
spaß.
ohne jetzt die ansässigen kioskbetreiber in schwierigkeiten bringen zu
wollen, aber warum die ausserirdischen bierkonsumenten sich ihr bier nicht
beim plüh oder beim lidl koofen, wees ick beim besten willen nicht. da
könnten sie doch sparen und noch mehr bier trinken oder eben weniger
trinken und ab und zu mal in den urlaub fahren. ich habe mal vor ca. 20 jahren
in menton an der côte d’azur einen man getroffen, der reiste jedes jahr
für drei monate mit dem zug ans mittelmeer. immer nach menton in frankreich
nahe der italienischen grenze und besorgte sich den immer selben einkaufswagen
in dem er sein gesamtes hab & gut vor sich her schob. er erzählte
mir, wie er vor jahr und tag aufhörte zu rauchen und sich konsequent
das geld für die zwei/drei päckchen zigaretten aufsparte. so kommt
ja einges zusammen, auch wenn vor zwanzig jahren die zigarette im angebot
noch günstiger war. er fuhr mit dem zug und wenn der schaffner kam, wurde
er bei der nächsten station aus dem zug geschmissen, dann nahm er den
nächsten zug und war schon in wenigen tagen kostenlos im urlaub. die
übernachtungen unterm blanken firmament waren auch umsonst und sonst
ist das leben, wenn man bescheid weiss, gar nicht teuer an der côte
d’azur. ich kannte da mal einen uralten mann, der in einer kleinen kneipe,
welche in einen erdhügel eingelassen war, die beste fischsuppe kochte,
die man sich vorstellen kann. dazu gabs absinth und gute ratschläge,
die ich alle nicht verstand, weil ich kein französisch spreche. aber
es waren gute ratschläge und die suppe hat 5 france gekostet. das muss
man sich mal vorstellen.